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Emotionales 3:1! VCW zeigt Courage

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Bundesligen: Emotionales 3:1! VCW zeigt Courage

17.03.2024 • Bundesligen Autor: Sabine Ursel, 1. VC Wiesbaden e.V. 184 Ansichten

Der VC Wiesbaden musste liefern - und hat das getan. Am letzten Spieltag der Zwischenrundengruppe B der 1. Volleyball Bundesliga Frauen holten sich die Hessinnen mit ihrem 3:1-Sieg bei den Ladies in Black Aachen die Tabellenführung wieder zurück, die man am Freitag kurzzeitig an den USC Münster verloren hatte.

Emotionales 3:1! VCW zeigt Courage - Foto:  Detlef Gottwald | www.detlef-gottwald.de

Emotionales 3:1! VCW zeigt Courage (Foto: Detlef Gottwald | www.detlef-gottwald.de)

Nach sechs Spielen und vier Siegen stehen für die Hessinnen abschließend 21 Punkte auf dem Tableau; Münster folgt mit 19 Zählern. Das bedeutet: Der VCW hat damit den sechsten Hauptrundenplatz nun ligaübergreifend bestätigt und geht nun wie erhofft ins erste von drei möglichen Playoff-Duellen (Best of 3) mit dem Dresdner SC, dem Dritten der Gruppe A. Die Sachsen haben derweil den SC Potsdam mit 3:1 aus der Margon Arena geschickt. Dort müssen sich die Wiesbadenerinnen am kommenden Samstag beweisen, ehe sie am Mittwoch darauf (27. März, 19:30 Uhr) ihr Heimrecht wahrnehmen.

Zum Spiel bei den Ladies in Black

Die 1.117 Zuschauer in der "kochenden" Halle an der Neuköllner Straße sahen eine abwechslungsreiche Partie, in der sich auch das Heimteam als Tabellenletzter durchaus nochmal zu beweisen vermochte. Während sich die Ladies in Black beim 1:3 in die Saisonpause verabschiedeten, geht der anstrengende Ritt für den VCW weiter. Die Mannschaft zeigte gestern Courage, vor allem nach dem Ausfall von Kapitänin Nina Herelová (Slowakei), die im zweiten Satz verletzt den Platz verlassen musste. Das VCW-Trainertrio mit Christian Sossenheimer, Daniel Ramirez und dem verletzten Headcoach Benedikt Frank als "Co" notierte - neben einer beachtlichen Moral der Truppe - verbesserte Aufschläge mit wirkungsvollen Varianten (etwa Außenangreiferin Tanja Großer mit Distanz-Float) und gute Impulse durch die beiden Einwechselspielerinnen Melissa Langegger (Kanada, Außenangriff) und Jonna Wasserfaller (Schweden, Mittelblock). Zuspielerin Milana Bo?i? (Bosnien und Herzegowina) gestaltete das Spiel schnell und variabel, wovon ihre Mitspielerinnen, vor allem Mittelblockerin Rachel Anderson (USA), profitierten. Aus guter Abwehr heraus konnten die Hessinnen mit Ausnahme des zweiten Satzes ihr Spiel weitgehend solide aufziehen.

Rachel Anderson wurde mit der MVP-Medaille in Gold geehrt; Silber ging an Aachens niederländische Außenangreiferin Jolijn De Haan . Beste bei der Punktausbeute bei Wiesbaden: Diagonale Izabella Rapacz (Polen; 19), Tanja Großer und Rachel Anderson (je 10). Bei den Ladies in Black am erfolgreichsten: De Haan, Celine van Gestel (je 13), Gabby Goddard, Nicole Van de Vosse (je 11).

Spielverlauf: Erster Satz

Der erste Satz gestaltete sich bis zum 6:6 ausgeglichen, dann wurde die Fehlerrate bei Aachen höher. Beim VCW passte die Block-Feld-Abwehr und die Angriffe waren explosiver. Der zehnte Aachener Punkt - bei 18 für den VCW - resultierte aus einem Wiesbadener Ball an die hinlänglich bekannt niedrige Hallendecke. Beim 15:21 nahm Aachens Trainerin Mareike Hindriksen ihre zweite Auszeit, die den Gast indes nicht mehr aus dem Konzept brachte. VCW-Außenangreiferin Jaidyn Blanchfield (USA) sorgte für sieben Satzbälle. Ein Aachener Ball ins Aus brachte dem Gast das 25:18 und damit die 1:0-Satzführung. Eine reife Performance der Hessinnen bis dato.

Zweiter Satz

Die Schwarzen Ladies waren keineswegs entmutigt und fanden sofort besser ins Spiel (4:1, 12:8). Wiesbadens Aktionen waren nun nicht mehr so präzise wie zuvor. Die Gastgeberinnen marschierten munter weiter; bei der zweiten technischen Auszeit lagen sie mit 16:10 in Front. Und dann beim 12:20 aus Wiesbadener Sicht ein Aufschrei! Mittelblockerin Nina Herelová war bei der Landung nach ihrem Einbeiner-Angriff gestürzt. Nach einer Behandlungspause musste die 30-Jährige vom Platz geführt werden. Fünf Punkte hatte die VCW-Kapitänin bis dahin eingefahren. Für sie kam Jonna Wasserfaller. Die Hessinnen machten danach direkt drei Punkte in Folge. Der VCW konnte wenig später mutig drei von sechs Satzbällen abwehren, musste diesen Abschnitt aber den Gastgeberinnen überlassen. Nach dem 15:21 stand es 1:1. Die Frage war nun, wie der Ausfall von Mannschaftskollegin Herelová kompensiert werden würde ?

Dritter Satz

Vorweg: Der VCW zeigte eine prima Reaktion! Zunächst lag man in Führung, darunter ein Ass zum 2:1 durch Milana Bo?i?, aber wenig später hinten (4:6). Ein schöner, langer Ballwechsel brachte das 7:7. Aachen zeigte nun über eine längere Phase hinweg die besseren Lösungen. Beim 10:14 wechselte Christian Sossenheimer Melissa Langegger für Jaidyn Blanchfield ein. Auf Aachener Seite hatte u.a. Mittelblockerin Gabby Goddard (USA) gute Momente. Aber: Wiesbaden war keineswegs gewillt, diesen Abschnitt herzuschenken und kämpfte sich auf 18:19 und 20:21 heran. Ein Ball ins Aus bescherte dem Gast den Ausgleich! Beim 22:21 für den VCW versuchte Mareike Hindriksen den Wiesbadener Lauf zu stoppen, aber ein erneuter Ausball ihrer Ladies brachte drei Satzbälle für den VCW (24:21). 25:22 hieß es kurz darauf - die Hessinnen hatten sich nach tollem Kampf mit der 2:1-Satzführung belohnt.

Vierter Satz

Hier ging es zunächst mehrfach über Einstand. Ab dem 4:4 agierte der VCW dann sicherer und druckvoller (12:7) als der Gegner. Die Mittelblockerinnen Rachel Anderson und Melissa Langegger punkteten zum 14:11 und 18:15. Die Dreipunkte-Führung blieb bis zum 20:17 bestehen, dann zogen die agileren Gäste auf 22:17 davon. Ein umjubelter Doppelblock brachte das 23:17. Nachdem Izabella Rapacz einen satten Schlag ins lange Eck setzte, hatte der VCW sechs Matchbälle. Zwei vermochten die Ladies in Black noch abzuwehren - dann hatte der VCW das Spiel gewonnen: 25:18 = 3:1! Die verletzte Nina Herelová hatte das Geschehen inmitten der feiernden blauen Fantruppe verfolgt.

 

STATEMENTS

Benedikt Frank (Headcoach): "Wir haben in einem emotionalen Spiel im Aachener Hexenkessel die richtigen Antworten gegeben. Ich muss aber konstatieren: Aachen hat im zweiten Satz und auch in der Mitte des dritten sehr gut agiert und uns vor einige Probleme gestellt. Unsere Mannschaft hat in heiklen Momenten gezeigt, dass alle füreinander kämpfen. Dieses Match war alles andere als leicht. Man muss sich nach einem Ausfall wie dem von Nina möglichst rasch taktisch neu justieren können. Mir tut es für unsere erfahrene Kapitänin unfassbar leid. Schauen wir mal, welche Auswirkungen das haben wird. Meine Mannschaft hat in dieser Saison bisher wahnsinnig viel leisten müssen. Das kann man nicht hoch genug würdigen."

Rachel Anderson: "Wir hatten eine klare Aufgabe, nämlich zu gewinnen und den sechsten Platz zu sichern. Wir sind kraftvoll gestartet, aber im zweiten Satz hat Aachen unsere Offensive durch richtig gute Abwehrarbeit erfolgreich herausgefordert. Wir haben dann wieder zurückgefunden. An unseren Gesichtern konnte man den Druck, aber auch unseren Willen ablesen. Ich bin sehr stolz, dass wir dieses Match gewonnen haben. Nun gehen wir mit Selbstvertrauen in die Playoffs."

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