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Bundesligen: Friedrichshafen gewinnt in Berlin

28.01.2021 • Bundesligen Autor: Christof Bernier 1787 Ansichten

Die Siegesserie der BR Volleys in der Volleyball Bundesliga ist gerissen. In einem packenden Spiel unterlagen die Hauptstädter am Mittwochabend einem starken VfB Friedrichshafen mit 1:3 (22:25, 27:29, 25:23, 22:25). Während die Berliner in der Tabelle nun auf Verfolger Düren schauen müssen, können die Häfler mit acht Punkten Vorsprung für die Playoffs mit Platz eins planen.

Friedrichshafen gewinnt in Berlin - Foto: Eckhard Herfet

Foto: Eckhard Herfet

Es war alles angerichtet für einen spannenden Volleyball-Abend in der Max-Schmeling-Halle und live auf SPORT1: Mit Unterstützung des "Sponsor des Tages", der Berlin Recycling GmbH, und großer Beteiligung der Fans stand eine Wand von 400 Pappaufstellern für dieses "Duell der Giganten" hinter dem BR Volleys Team. Coach Cedric Enard gab gegenüber dem Spiel in Giesen Cody Kessel den Vorzug im Außenangriff, sein Landsmann Benjamin Patch war zurück im Kader, stand aber noch nicht in der Startformation.

Das Match begann eines Spitzenspiels würdig mit zunächst stabilem Angriffsspiel aus der eigenen Annahme. Auf beiden Seiten setzten die Diagonalangreifer die ersten Ausrufezeichen. Linus Weber donnerte teilweise spektakulär Ball um Ball ins Berliner Feld (9:10), bis Davy Moraes mit zwei Assen eine Antwort gab (12:11). Insgesamt zeigte sich der VfB allerdings etwas sicherer - und das obwohl mit Dejan Vincic der etatmäßige Zuspieler fehlte und von US-Boy Joseph Worsley vertreten wurde. Eine Aufschlagserie des Kubaners Fiel brachte die Berliner unter Zugzwang (12:16, 15:21). Obwohl das Aufbäumen, beispielsweise durch den ersten Éder-Block gegen Weber (18:22), vorhanden war, sicherte sich Friedrichshafen den Auftaktsatz (22:25).

In Durchgang zwei ließen sich die Hauptstädter nicht vom Tabellenführer abschütteln und profitierten vermehrt von Fehlern der Gäste (16:14). Trotz eines aus VfB-Sicht extrem wichtigen Asses von Mote (23:23), erarbeiteten sich die BR Volleys den ersten Satzball. Dieser blieb jedoch ungenutzt und mit einem One-Hand-Block gegen Carle ließ erneut Mote die Gäste jubeln (27:29). Mit Benjamin Patch auf der Platte und einem 4:0-Lauf starteten die Hausherren in Satz drei, wurden aber zügig vom VfB wieder abgefangen (5:5). Der Berliner Block bekam den späteren MVP und Topscorer Weber weiter nicht in den Griff (9:11), dann kam Tuia für Kessel ins Spiel und nach einer Aufschlagserie von Worsley auch Denys Kaliberda (13:17). Als der VfB sich schon im Ziel wähnte (21:23), brachte Kaliberdas Service die Gastgeber zurück (23:23) und zwei Blockpunkte später war zumindest ein Satzgewinn perfekt (25:23).

Die Berliner nahmen den Schwung mit, spielten im Aufschlag ihr vielleicht bestes Saisonspiel und lagen nach einem Patch-Ass in Satz vier erneut vorn (12:10). Dann trumpfte allerdings erneut Weber auf, blockte gegen Tuia zum Ausgleich (17:17), servierte das Ass zum 20:22 und verwandelte wenig später auch den Matchball zum verdienten Auswärtssieg der Häfler (22:25). Friedrichshafen setzt sich mit dem Erfolg an der Tabellenspitze auf acht Zähler ab.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: "Friedrichshafen ist momentan in einem guten Rhythmus. Wir waren heute einfach zu instabil und nicht effizient genug, um gegen so ein Team erfolgreich zu sein. Ben hat noch nicht viel trainiert, aber direkt gezeigt, wie wichtig er ist. Das Gleiche gilt für Samu, der mit seinem Mindset vorangeht."

Benjamin Patch: "Diese Saison ist einfach schwierig. Ich hoffe sehr, dass wir ab jetzt verletzungsfrei bleiben. Wir müssen ruhig und geduldig bleiben, um unseren eigenen Rhythmus zu finden. Den hatten wir in der kompletten Saison noch nicht. Das Spiel von heute kann uns dabei sehr helfen, wenn wir die aggressiven Emotionen mitnehmen."

Michael Warm: "Ich bin sehr stolz auf unsere Leistung. Wir haben heute gut gespielt, obwohl wir im Zuspiel umbauen mussten. Nach den vielen Siegen hat die Mannschaft das Selbstvertrauen dafür. Berlin hatte viel mit Verletzungen zu kämpfen, da ist es momentan für uns sicherlich einfacher. Linus ist ein sehr wichtiges Puzzleteil, das sehr gut von unseren Zuspielern eingesetzt wird. Er entwickelt sich von Woche zu Woche hervorragend."

BR Volleys Formation
Cody Kessel und Timothée Carle (AA), Anton Brehme und Éder (MB), Sergey Grankin (Z), Davy Moraes (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Denys Kaliberda, Renan Michelucci, Samuel Tuia

Topwerte
Timothée Carle 14 Punkte, 4 Blocks
Benjamin Patch 12 Punkt, 2 Asse
Samuel Tuia 3 Blocks, 62 % positive Annahme

 

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