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Ohne Satzverlust in der PALMBERG ARENA

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Bundesligen: Ohne Satzverlust in der PALMBERG ARENA

17.12.2023 • Bundesligen Autor: Schweriner SC e.V. 166 Ansichten

Vor gelber Kulisse konnte das Team von Felix Koslowski die aggressiv aufspielenden Ladies auch Aachen in die Schranken weisen und zeigte auch in veränderter Formation Biss in den entscheidenden Phasen der drei Sätze.

Ohne Satzverlust in der PALMBERG ARENA - Foto:  SSC Michael Dittmer

SSC gewinnt das 6. Heimspiel in Folge 3:0 (Foto: SSC Michael Dittmer)

Die 16-jährige Leana Grozer sichert sich an diesem Abend ihre erste goldene MVP Medaille und wird diese im Kreise der Mannschaft sicherlich gebührend feiern, bevor der SSC am Dienstag zu einem Auswärtsdoppelspieltag gegen Stuttgart und Neuwied aufbricht.  

SATZ FÜR SATZ

Starting Six Schwerin - Kästner, LLabrés , Baijens, Dambrink, Marring, Emonts, Wolowicz

Starting Six Aachen - Meinders, De Haan, Goddard, Davidovic, van Gestel, Silge, Cesar

SATZ 1: Im letzten Heimspiel der Saison starten beide Mannschaften ausgeglichen in die Partie und präsentieren sich druckvoll im Aufschlag und in der Blockarbeit. Mit dem 4. Block dieser jungen Partie sichert sich Aachen die 6:8 Führung zur ersten Auszeit und unterstreicht deutlich den Aufwärtstrend der letzten Wochen. Durch einen guten Block und Angriffe von Meg Wolowicz und Elles Dambrink erspielt sich der SSC anschließend eine 12:9 Führung, die die Trainerin der Ladies zur ersten taktischen Auszeit zwingt. Auch die Angriffe von Laura Emonts über Position 2 und Elles Dambrink aus dem Hinterfeld funktionieren einwandfrei und so ziehen die Gastgeberinnen auf 15:11 davon. Leana Grozer darf ab der Satzmitte für die angeschlagene Nova Marring aufs Feld und die Gastgeberinnen können den Vorsprung aus dem Zwischenspurt halten. Aachens Angriffe kommen nicht ins Ziel und weiter als auf 21:17 lässt der SSC den Gegner nicht herankommen. Den Gastgeberinnen gelingen 3 Punkte in Folge und mit 25:18 geht der erste Durchgang an die Schwerinerinnen.

SATZ 2: Bei den Gastgeberinnen darf Leana Grozer auch im zweiten Satz für Nova Marring auflaufen. Dem neu formierten Annahmeriegel mit Grozer und Llabrés passieren unter starkem Aufschlagdruck der Gäste ein paar Fehler in der Abstimmung, sodass Aachen zu Satzbeginn mit 8:9 in Führung gehen kann. Grozer punkte jedoch fleißig im Angriff und bringt den SSC gemeinsam mit Elles Dambrink und Indy Baijens wieder in Führung. Auch Pia Kästner punktet zum 15:12 und zwingt den Gegner zu einem Wechsel im Zuspiel, da die Aachener Angriffe etwas ins Stocken geraten. Die auffälligsten Angreiferinnen Goddard und Davidovic kommen bislang gemeinsam erst auf 10 Zähler, so viele Punkte kann SSC-Diagonale Elles Dambrink zur Mitte des 2. Satzes auch auf ihrem Konto verzeichnen. Der Wechsel zeigt Wirkung: zur Crunchtime hat sich Aachen wieder herangekämpft, sodass Felix Koslowski beim Stand von 18:18 seine erste Auszeit nimmt. Im ungewohnt gelben Trikot läuft anschließend Anna Pogany für Laura Emonts auf und soll die Schweriner Annahme in dieser wichtigen Phase des Satzes stabilisieren. Durch einen aggressiven Block von Aachens Silge können die Gäste zwar auf 20:21 vorschreiten, doch Leana Grozer gleicht mit einem wuchtigen Angriff wieder aus. Es entwickelt sich eine an Spannung kaum zu überbietende Schlussphase. Beide Teams kämpfen um jeden Ball und können sich abwechselnd Satzbälle erarbeiten. Besonders die Mittelblockerinnen auf beiden Seiten, Indy Baijens und Gaby Goddard reißen immer wieder das Momentum in Richtung ihres Teams und auch Leana Grozer zeigt in dieser wichtigen Phase des Satzes gute Reflexe in der Abwehr und ihre Kaltschnäuzigkeit am Netz. Mit 31:29 geht der zweite Durchgang schlussendlich an den SSC und das Schweriner Publikum kann sich nach dieser spannenden Crunchtime wieder setzen.

SATZ 3: Aachen präsentiert sich im zweiten Durchgang deutlich aggressiver, was sich besonders in der Blockstatistik und in der gesteigerten Effizienz im Angriff deutlich macht. Und auch im dritten Durchgang, können die Gäste das Tempo mitgehen und zeitweise sogar vorgeben. Neben Goddard und Davidovic punkten nun auch van Gerstel und de Haan. Beide Teams scoren im Gleichschritt bis zur Crunchtime - 7:7, 15:15, 17:17. Wie schon im zweiten Durchgang ist es nun ein Spiel auf Augenhöhe, was natürlich auch daran liegt, dass der SSC auf insgesamt 3 Positionen in ungewohnter Formation agiert. Mit 20:20 geht es wieder in die Crunchtime und Anna Pogany verstärkt erneut die Schweriner Annahme als Feldspielerin. Etwas hektisch wird die Endphase durch knappe Entscheidungen und einen Aufstellungsfehler der Aachenerinnen, sodass sich die Gastgeberinnen aus Schwerin den ersten Matchball beim 24:21 erspielen können. Elles Dambrinks Aufschlag landet jedoch im Netz, doch es bleiben 2 Punkte Vorsprung. Durch einen Aufschlagfehler Aachens bleibt der SSC auch im letzten Heimspiel dieses Jahres ohne Satzverlust. Leana Grozer gewann anschließend ihre erste goldene MVP Medaille, weil sie in den kniffligen Situationen mutig spielte und dem Druck einer so engen Partie über weite Strecken des Spiels bravourös standhielt.

 

STIMMEN ZUM SPIEL

Felix Koslowski: "Am Ende war es das erwartete Spiel. Aachen hat viel Druck im Aufschlag gemacht und sich von einer ganz anderen Seite präsentiert als noch zu Beginn der Saison. Wir mussten hart arbeiten für diesen Sieg und ich freue mich besonders für die Mannschaft, denn wir haben heute ein paar Wechsel vorgenommen. Leana hat das super gemacht und hat in der entscheidenden Phase im 2. Satz ein paar Situationen, die unglaublich wichtig für uns sind, super gelöst. Sie wird uns für die Zukunft noch sehr viel helfen."

Leana Grozer: "Ich war natürlich nervös und hab aber versucht, das Beste draus zu machen und einfach mein Bestes zu geben. Wichtig ist in schwierigen Momenten wie im 2. Satz abzuschalten und Punkt für Punkt weiterzumachen, das haben wir heute geschafft."

 

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