volleyballer.de - Das Volleyball Portal

Startseite
2.14 Meter für den Berliner Block

volleyballer.de

Bundesligen: 2.14 Meter für den Berliner Block

16.06.2022 • Bundesligen Autor: Christof Bernier 573 Ansichten

Robert Kromm ist als HALL OF FAMER bekanntlich ein ganz Großer der BR Volleys und gemessen an seinen 2.12 Meter Körperlänge sogar der Allergrößte - bisher, denn diesen "Titel" muss der ehemalige Kapitän nun abtreten. Der Doppel-Vizeeuropameister Saso Stalekar vergrößert und verstärkt nämlich mit seinen 2.14 Metern zur nächsten Spielzeit den Block der Berliner. In der Hauptstadt hat der slowenische Riese einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

Saso Stalekar sollte mit der stimmungsvollen Kulisse, die ihn in der Berliner Max-Schmeling-Halle erwartet, keine Anlaufschwierigkeiten haben. Wer sich beispielsweise in seinem Instagram-Account anschaut, in welcher prickelnden Atmosphäre der Slowene jüngst Griechischer Meister wurde, wird dem 26-Jährigen starke Nerven attestieren. Stalekar wechselt vom frischgebackenen Titelträger Panathinaikos Athen in die deutsche Hauptstadt. "Ich hatte ein wunderbares Jahr dort. Wir haben die Meisterschaft und auch den Ligapokal gewonnen. Außerdem standen wir im Halbfinale des CEV Challenge Cups. Dabei waren die griechischen Fans einfach unglaublich. Unsere Arena war fast immer ausverkauft. Was dort abgeht, muss man gesehen haben, um es zu verstehen", gerät der Neuzugang, der in Griechenland zum "Mittelblocker der Saison" gekürt wurde, immer noch ins Schwärmen.

In seinem Wechsel nach Berlin, wo er sich ebenfalls auf Tausende Fans bei jedem Heimspiel freut, sieht der Blockspieler nun sportlich den nächsten Schritt: "Es ist kein Geheimnis, dass die BR Volleys ein großer Name in der Volleyball-Welt sind. Viele wollen hier spielen und ich freue mich, dass ich das jetzt tun darf. Die deutsche Liga ist zwar aktuell klein, aber das Niveau höher als in Griechenland. Dazukommt die CEV Champions League. Berlin bietet perfekte Voraussetzungen, um sich als Spieler weiterzuentwickeln."

"In der Analyse der letzten Saison sahen wir vor allem im Block noch etwas Abstand zur absoluten internationalen Spitze. Wir hoffen, dass wir mit den Qualitäten und der Größe von Saso Stalekar in diesem Element ein Stück weit aufschließen können. Er verfügt über eine beeindruckende Präsenz am Netz", lobt Geschäftsführer Kaweh Niroomand den Slowenen, der in der Bundesliga kein Unbekannter ist. In der Saison 2019/20 trug Stalekar hier das Trikot der Hypo Tirol Alpenvolleys. Seitdem habe er "sehr gute Erinnerungen an Deutschland und die Bundesliga".

Neben dieser Erfahrung zeichnet ihn aber auch internationale Spielpraxis aus. Zum Nationalspieler reifte der Hüne nämlich bereits 2016 im Trikot seines Stammvereins Calcit Kamnik (SLO), für den er von 2015 bis 2019 und noch einmal in der Spielzeit 2020/21 aktiv war. Seitdem zählt er zum Kreis der slowenischen Auswahl und feierte mit dieser 2019 und 2021 zwei Vizeeuropameistertitel. In der Volleyball Nations League wird Stelakar demnächst auch aufschlagen, nachdem er in Woche eins von seinem Nationalcoach Mark Lebedew noch eine Pause erhielt. Aussichtsreich sind seine Chancen auf eine WM-Nominierung im September und so stößt der Mittelblocker voraussichtlich erst später in der Vorbereitung zu seinem neuen Team. Dass er ab dem Tag seiner Ankunft dann der "Größte aller Zeiten" bei den BR Volleys sein wird, schert ihn wenig: "Einer muss es ja sein", schmunzelt der 2.14-Meter-Mann.

Weitere Meldungen aus der Kategorie "Bundesligen"

zurück
volleyballer.de auf Facebook RSS Feed Twitter


Werben | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Partner