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Willensstärke mit drei Königsklassen-Punkten belohnt

Champions League: Willensstärke mit drei Königsklassen-Punkten belohnt

31.01.2018 • Champions League • Autor: Christof Bernier 311 Ansichten

Grimmig und zugleich wild entschlossen blickte Aleksandar Okolic durch das Netz, als er den vielleicht spielentscheidenden Ball zum 24:23 im dritten Satz verwandelte. Gerade konnte der erfolgshungrige Serbe die Wende im Match gegen die Spacer’s Toulouse abwenden und hatte nicht nur mit dieser Aktion maßgeblichen Anteil am 3:1-Erfolg (25:20, 15:25, 25:23, 25:18) der Berliner in Südfrankreich. Dieser Sieg brachte nicht nur drei Punkte, er ließ die Chancen auf das Erreichen der KO-Runde in der CEV Champions League für den Deutschen Meister auch signifikant steigen.

Luke Reynolds sorgte gegenüber der Niederlage gegen Friedrichshafen mit serbischem Temperament für frische Impulse im Mittelblock. Neben Okolic starteten Paul Carroll, Robert Kromm , Steven Marshall, Pierre Pujol, Graham Vigrass und Luke Perry.

Die BR Volleys begannen, wie von Kapitän Kromm gefordert, „vom ersten Ball an hellwach“ und drückten direkt auf das Tempo. Ein Block von Vigrass und ein weiterer direkt folgender Breakpunkt von Carroll zwangen Heimtrainer Stephane Sapinart früh zur ersten Auszeit (6:2). Diese trug auch sofort Früchte und weil die Berliner mehrfach in der Annahme wackelten, war der Vorsprung Mitte des Satzes auch schon wieder dahin (13:13). Dennoch war der Deutsche Meister gut im Spiel, was starke Aufschläge von Kromm und der direkte Punktgewinn von Pujol belegten (19:19). Zum Glück war einmal mehr der formstarke Vigrass zur Stelle und setzte zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt seinen bereits dritten Blockpunkt (21:19). Okolic blieb damit am Aufschlag und kurz darauf folgten vier Satzbälle. Vigrass durfte vollenden (25:20).

Die Energie aus der Endphase des Auftaktsatzes konnte der Hauptstadtclub nicht mitnehmen und schwächelte beim Service von Nicolas Burel (2:7). Nach einer weiteren Aufschlagserie von Außenangreifer Luka Basic reagierte Reynolds und brachte den Frankreich-erprobten Adam White, der zwei Jahre das Trikot von Tours VB trug, für Marshall (3:12). Die BR Volleys fanden den verlorenen Faden im zweiten Satz aber nicht wieder. Der Rückstand konnte nicht entscheidend verkürzt werden und da Carroll erneut im Block von Basic hängen blieb, kam der US-Boy Kyle Russell ins Match (9:18). Am Satzausgleich konnte auch er nichts ändern. Ein Block von Bruno Temponi gegen White schickte beide Teams in die Pause (15:25).

Reynolds vertraute nun wieder auf die Dienste von Carroll und ließ White auf dem Feld. Erstgenannter hatte mit dem Service großen Anteil daran, dass die Berliner das Momentum wieder auf ihre Seite zogen (6:6, 11:9). Vor allem aber Okolic schaltete in den „Beastmode“ und blockte gleich dreimal innerhalb von zwei Minuten (16:11). Zuspieler Pujol, der sich auch von Zwischenrufen seiner offenbar euphorisierten Landsfrauen nicht aus der Ruhe bringen ließ, kontrollierte das Geschehen, bis seine Annahme ihm das Leben plötzlich unnötig schwer machte. Auch zwei Reynolds-Auszeiten halfen nicht (23:23). Als die komplette Wende im Satz drohte, erkämpften sich die Berliner zwei ganz wichtige Punkte durch Okolic und den eingewechselten Marshall zum Satzgewinn (25:23).

Die mitgereisten Fans des Fanclubs „7. Mann“ sahen auch im vierten Satz ein ausgeglichenes Match (7:7). Verlass war weiterhin auf den Berliner Mittelblock. Vigrass drückte mit dem Aufschlag und vorn war einmal mehr Okolic zur Stelle (12:8). Diesen Vorsprung verwalteten die BR Volleys geschickt und blieben bis auf wenige Ausnahmen stabil in der Annahme (19:13). Sich der Wichtigkeit der drei Punkte bewusst, brachten Kromm & Co das Match entschlossen ins Ziel. Den Matchball verwandelte der Kapitän selbst (25:18).

Paul Carroll zeigte sich erleichtert ob des wichtigen Sieges: „Das war ein gefährliches Auswärtsspiel. Für uns haben heute nur die drei Punkte gezählt, kein Tiebreak und erst recht keine Niederlage. Wir haben alle Fehler im zweiten Satz gemacht, da blieben nicht mehr viele für die anderen Durchgänge, in denen wir gegen Ende jeweils gut Druck gemacht haben. Mit dieser Ausgangssituation haben wir noch Chancen auf Rang zwei in der Gruppe und sind auch im Rennen um einen dritten Platz wieder dabei“, denn der Australier weiß, dass auch die drei sieg- und punktbesten Gruppendritten in der CEV Champions League das Playoff-12 erreichen.

 

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