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Zu Gast bei den russischen Riesen

Champions League: Zu Gast bei den russischen Riesen

16.11.2015 • Champions League • Autor: Christof Bernier 794 Ansichten

Mit den Spitzenspielen gegen Arkas Izmir (TUR), den VfB Friedrichshafen und die SWD powervolleys Düren standen die BR Volleys zuletzt mehrfach vor großen Aufgaben, ein noch größerer Härtetest steht Kapitän Robert Kromm & Co aber erst bevor.

Am morgigen Dienstag (17. Nov um 17:00 Uhr deutscher Zeit) kommt es in der Gruppenphase der CEV Champions League auswärts zum Aufeinandertreffen mit dem russischen Starensemble von Belogorie Belgorod, das auch in dieser Spielzeit zum Favoritenkreis im Kampf um die europäische Krone zählt.

Beim Hauptstadtclub jagt momentan eine Herausforderung die nächste, nicht einmal 24 Stunden nach dem starken Bundesliga-Sieg gegen Düren saßen die Berliner Sonntagfrüh bereits im Flieger Richtung Belgorod. Für das Team von Roberto Serniotti ist das Topspiel gegen den russischen Vizemeister die fünfte schwere Aufgabe innerhalb von zwei Wochen, doch ungeachtet der Extremsituation zeigt sich der BR Volleys Coach selbstbewusst und erklärt: "Die letzten Wochen waren eine ständige Herausforderung, aber wir haben gleichzeitig wichtiges Selbstbewusstsein tanken können. Wir sind bereit, gegen Belgorod zu spielen."

Die russischen Riesen von Belogorie Belgorod sind Top-Favorit der Champions-League-Gruppe A und auch in dieser Saison einer der heißesten Anwärter auf den Titelgewinn. Mit einem seit Jahren nahezu konstanten Kader haben die Russen ihr Zusammenspiel über die Zeit hinweg perfektioniert und zählen so nicht umsonst zu den stärksten Teams der Welt. 2014 gewann das Spitzenensemble um den 2,18 Meter großen Superstar Dmitriy Muserskiy nach 2003 und 2004 zum dritten Mal die europäische Königsklasse und krönte diesen Erfolg mit dem 1. Platz bei der anschließenden Club-Weltmeisterschaft. In der letzten Saison scheiterte die Mannschaft von Trainer Gennady Shipulin auf nationaler Ebene sowohl im Kampf um die Meisterschaft als auch den Pokal allein am amtierenden Champions-League-Sieger Zenit Kazan. "Belgorod ist unheimlich stark. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass sie sehr erfahrene und eingespielte Akteure im Team haben", sagt Serniotti und glaubt: "Probleme könnten wir morgen Abend vor allem mit den starken Aufschlägen haben."

Nicht gegen die Berliner auf Punktejagd gehen wird der deutsche Nationalspieler Georg Grozer . Zwar besitzt der gebürtige Ungar noch einen Zweijahresvertrag bei Belgorod, für die aktuelle Saison wurde das Schlagwunder aber an den mehrmaligen südkoreanischen Meister Daejeon Samsung Bluefangs ausgeliehen. Neu im Kader sind Zuspieler Sergey Antipkin sowie der serbische Außenangreifer Marko Ivovic, der von Asseco Resovia Rzeszow nach Russland wechselte und beim Final Four in Berlin eine starke Leistung zeigte.

Der Start in die neue Saison verlief für das Spitzenteam allerdings durchwachsen. In der nationalen Superliga steht Belgorod nach drei Spieltagen mit nur einem Sieg und zwei Niederlagen, unter anderem gegen Kazan, auf dem 11. Tabellenplatz. Umso nachdrücklicher präsentierten sich die Russen beim Champions-League-Auftakt mit einem regelrechten 3:0-Durchmarsch (25:15, 25:15, 25:17) gegen Marek Union-Ivkoni Dupnitsa aus Bulgarien. Roberto Serniotti ist sich der morgigen Außenseiterrolle seines Teams bewusst, "trotzdem habe ich ein gutes Gefühl, ich glaube an meine Mannschaft. Wir spielen vielleicht noch nicht perfekt, aber wir haben sehr professionelle Leute in unseren Reihen, die für das Spiel und den Erfolg brennen. Wir wollen uns gegen Belgorod bestmöglich präsentieren", so die Kampfansage des Berliner Cheftrainers.

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