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Ein Vorbild an Kapitän - Jochen Schöps will Gold mit seinem Team

European Games: Ein Vorbild an Kapitän - Jochen Schöps will Gold mit seinem Team

27.06.2015 • European Games • Autor: DVV 1421 Ansichten

Seit Ende 2012 hat Jochen Schöps das Kapitänsamt bei den DVV-Männern inne. Der Diagonalangreifer hat Niederschläge erlitten und Erfolge mit der Nationalmannschaft gefeiert, ist mit 306 Länderspielen mittlerweile die Nummer zwei in der ewigen Liste der deutschen Nationalspieler. Zu gerne würde er sein Team in seinem 307 Spiel zum Gewinn der European Games führen. Es wäre für den Weltklassespieler und feinen Kerl Schöps ein weiterer Meilenstein in seiner tollen Karriere.

Die Saison 2014/15 verlief herausragend für Schöps: Mit seinem Verein Rzeszow stand er in allen drei Finals (Champions League, Pokal, Meisterschaft), nach dem Gewinn der Meisterschaft wurde er zum besten Spieler der Saison gewählt. Der beste Schöps aller Zeiten? "Nein! Ich denke, ich spiele gerade gut und freue mich, dass ich den Teams, in denen ich spiele, helfen kann. Ich bin immer sehr selbstkritisch und versuche, immer besser zu sein und hoffe schon noch, dass da Platz nach oben ist. Aber die letzten Ergebnisse waren sehr erfreulich, es ist schon geil in Polen Meister zu werden und gut zu spielen, auch wenn mein letztes Spiel nicht gut war. Aber es ist immer noch Sport und wir sind keine Maschinen, aber es fühlt sich gut an, wenn man seinem Team helfen kann." Typisch Schöps! Der Mann ist kein Dampfplauderer oder einer, der mit seinen Erfolgen hausieren geht, Schöps ist ruhig, höflich, besonnen: "Es ist nicht schwer, höflich zu sein. Vielleicht sieht man sich im Leben immer mal wieder, und es macht einfach einen positiveren Eindruck. Ich möchte auch von den anderen gut behandelt werden, dementsprechend versuche ich das ein wenig vorzuleben. Höflichkeit und Respekt jedem Gegenüber ist sehr wichtig!"

Selbst auf dem Feld ist Schöps keiner, der mit emotionalen Gesten den Gegner provoziert oder mit scharfem Säbel ficht, seine Waffe ist eher der feine Degen. Wohl kaum ein Angreifer in der Welt ist mit so einem Angriffs-Repertoire gesegnet wie "Schöpsi", der mit dem Block "spielt" oder per Finte oder "Roller" punktet. Oder gibt es etwas, was er nicht kann? "Hart schlagen kann ich nicht" und lacht dabei, um dann wieder der ruhige Analytiker zu werden: "Es gibt immer etwas, was man nicht kann. Allgemein bin ich bei hohen Bällen nicht der Punktbeste. Ich bin eher der, der in den Block schlägt und wieder sichert. Das ist nicht so spektakulär oder dass man daraus direkt die Punkte macht, aber das ist mehr mein Stil. Ich muss daran arbeiten, dass sich die Gegner nicht voll darauf einstellen und auch mal draufhauen, aber jeder hat Verbesserungsmöglichkeiten. Und jeder Spieler sollte die für sich analysieren und sich dann verbessern."

Das hat Schöps getan, denn 2014 bei der WM stand er klar im Schatten von Georg Grozer , seinem Konkurrenten und Freund auf der Diagonalposition. Der "Hammerschorsch" fehlt in Baku, er gönnt sich eine Auszeit, um nach der entbehrungsreichen Saison in Russland mit seiner Familie Zeit zu verbringen. Aber selbst aus der für ihn persönlich nicht gut gelaufenen WM zieht Schöps etwas Positives: "Es war okay, dass er gespielt hat, in dem Moment war ich einfach schlechter. Das haben mir die Trainingsleistungen von mir und ihm gezeigt und natürlich auch seine Spiele. Da bin ich sehr offen, der Bessere soll spielen." Nach der Sommerpause kommt Grozer zurück, dann kämpfen beide wieder um den Platz auf der Diagonalen, dieses Mal für die EM in Bulgarien (9.-18. Oktober). Schöps freut sich: "Letztes Jahr hat es nicht gereicht, und ich hoffe, dass ich nach der Sommerpause diesen positiven Konkurrenzkampf mit Georg starte, indem wir uns gegenseitig pushen. Wir sind beide froh, dass wir den anderen hinter uns haben oder im gleichen Team spielen und uns helfen können. Unser Verhältnis ist super! Es versuchen alle, zu spielen, das fördert das Niveau. Irgendwann im Turnier spielt dann der eine, und für den ist dann der volle Support da, sei es bei mir für Georg oder umgekehrt. Man muss dann andere Sachen machen wie z.B. Aufschlagwechsel."

So tickt Schöps, ein echter Kapitän und Vorbild für seine Mitspieler. Längst ist er wichtigster Ansprechpartner für Bundestrainer Vital Heynen geworden, der seinen erfahrensten Spieler oft einbezieht, wie Schöps sagt: "Man ist ein wenig Sprachrohr zwischen Trainer und Mannschaft und wird als Kapitän mehr in Entscheidungen eingebunden, ob Training oder wie lange Training. Was sich gut anfühlt: ich versuche der Mannschaft, Halt zu geben, für Fragen da zu sein und auf dem Feld und im Training Vorbild zu sein."

Das wird er auch im Finale der European Games sein. Schöps ist drittbester Punktesammler des Turniers (hinter dem Zweiten Christian Fromm ), geht voran und bleibt cool, auch wenn es mal nicht so läuft. So, wie zunächst im Halbfinale gegen Russland, als der Kapitän zwei Sätze lang kaum einen Ball auf den Boden brachte, sich dann aber selber hochzog: "Ich habe mir mit dem Aufschlag das Selbstvertrauen geholt, danach lief es auch besser im Angriff. Sport ist viel Selbstvertrauen und je besser das ist, desto bessere Leistung kann man bringen."

Für das Finale gegen Bulgarien erwartet Käpt'n Schöps ein hartes Stück Arbeit, die Partie aus der Vorrunde, als den DVV-Stars ein lockeres 3:0 gelang, werde es so in dieser Form nicht mehr geben: "Das Spiel in der Gruppe war zu leicht, sie können viel besser spielen, das haben sie auch gegen die Russen gezeigt. Wir müssen uns auf uns konzentrieren und unser Level abrufen. Wenn das klappt, und wir taktisch gut eingestellt sind und sie brechen können, wäre das schön. Es ist ein Spiel! Zweieinhalb Stunden Vollgas, alles geben und versuchen, dann werden wir sehen."

Und dann wird ganz Europa und darüber hinaus bei der Abschlussfeier sehen, wer Gold gewonnen hat. Denn Schöps verspricht: "Wenn es Gold ist, wird sie den ganzen Abend um den Hals getragen. Ich hoffe, es verliert sie keiner…!", erlaubt sich der Kapitän ausnahmsweise einen kleinen Seitenhieb gegen einen Mitspieler. Denn nach WM-Bronze hatte Dirk Westphal im Siegestaumel sein bestes Stück kurzfristig verloren.

Finalspiele (deutsche Zeiten)
28.06.: Spiel um Platz 3: POL - RUS (7.30) & GER - BUL (10.00)

Der Kader der DVV-Männer in Baku: Matthias Pompe (SWD powervolleys Düren), Sebastian Kühner (BR Volleys), Jan Zimmermann (TG Rüsselsheim), Falko Steinke (SVG Lüneburg), Tom Strohbach (TV Rottenburg), Michael Andrei (Antwerpen/BEL), Marcus Böhme (Fenerbahce Istanbul/TUR), Tim Broshog , Björn Höhne (Maaseik/BEL), Christian Fromm , Denis Kaliberda (Perugia/ITA), Lukas Kampa (Radom/POL), Jochen Schöps (Rzeszow/POL), Ferdinand Tille (TSV Herrsching)

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