Der Auftakt war ernüchternd, die Pause danach umso kürzer: schon am Mittwochabend sind die ASV Volleys wieder gefordert und begrüßen mit den Barock Volleys MTV Ludwigsburg einen ausgesprochen starken Aufsteiger. Dabei ist es schon das dritte Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison: neben dem Hinspiel waren die Dachauer auch schon kurz vor dem Bundesliga-Start in der Barockstadt zu Gast.
Ist nun als Vorbild für Einsatz und Wille gefordert: Kapitän Tobias Besenböck. (Foto: Jasmina Frauendorf)
Der Auftakt war ernüchternd, die Pause danach umso kürzer: schon am Mittwochabend sind die ASV Volleys wieder gefordert und begrüßen mit den Barock Volleys MTV Ludwigsburg einen ausgesprochen starken Aufsteiger.
Dabei ist es schon das dritte Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Saison: neben dem Hinspiel waren die Dachauer auch schon kurz vor dem Bundesliga-Start in der Barockstadt zu Gast. In der Pokalqualifikation schied der ASV mit einer 1:3-Niederlage aus, im Bundesliga-Duell hieß es am Ende gar 0:3. Die Aufgabe, um eine Reaktion auf das schwache Spiel in Karlsruhe zu zeigen, könnte also kaum schwerer sein.
Denn auch wenn die Barock Volleys als Aufsteiger geführt werden, spielen sie eher schon wie ein erfahrenes Bundesliga-Team. "Da kann man nur den Hut ziehen, denn die Verantwortlichen haben aus ihren Möglichkeiten wirklich vieles Gutes gemacht und bekommen dafür nun auch eine bisher sehr starke Saison geboten", lobt Patrick Steuerwald den kommenden Gegner. In der Tat wächst vor den Toren Stuttgarts ein interessantes Projekt heran.
Im Gegensatz zu den meisten Bundesliga-Neulingen haben die Ludwigsburger beispielsweise kein Hallenproblem, spielen in der aktuellen Saison in gleich drei Hallen. Von 900 Zuschauern in der Innenstadtsporthalle über 1.500 Zuschauer in der Rundsporthalle bis zu 4.000 Zuschauer in der MHPArena - die Kapazität kann sich scheinbar fast beliebig an den Gegner anpassen. Interessant wird nun zu sehen sein, ob sich die starken sportlichen Leistungen auch im Zuschauerinteresse widerspiegeln: am 15. Februar gastieren die Berlin Recycling Volleys als Gradmesser dafür in der MHPArena.
Sportlich läuft es bei den Barock Volleys ohnehin rund. Der Aufstiegskader wurde klug ergänzt, meist spielen die Neuzugänge von Beginn an. Vor allem das Trio Tomi Saarinen (Zuspiel), Nyherowo Omene (Diagonal) und Jeffrey Klok (Libero) passen sehr gut zu den bekannten Größen wie Ben-Simon Bonin oder Tim Köpfli. Und so stehen neben fast ausschließlich klaren Siegen gegen die vermeintlich "kleinen" Teams auch Überraschungen wie der Sieg gegen den VfB Friedrichshafen oder ein Punktgewinn gegen die SVG Lüneburg auf der Habenseite.
"Für Ludwigsburg kann es mit dieser Qualität im Kader nur um die Playoffs gehen. Daher müssen wir uns auch nicht darüber unterhalten, wer am Mittwoch klarer Favorit ist", sieht Steuerwald sein Team abermals in der Außenseiterrolle. Er hofft dabei zumindest wieder auf Mika Takano zurückgreifen zu können, um Will Kuhns wieder als Alternative im Angriff zur Verfügung zu haben. "Aber auch diesmal gilt: egal wer auf dem Feld steht, es geht vor allem darum, Energie, Willen und Freude auszustrahlen. Da müssen wir anfangen und es deutlich besser machen als in Karlsruhe."
Vielleicht gelingt dies ja mit lautstarker Unterstützung im Rücken. Dafür haben die Dachauer Verantwortlichen den Afterwork-Spieltag ausgerufen. Neben ermäßigten Ticketpreisen gibt es auch ein besonderes Angebot für Kollegen- oder Freundeskreise: wer zumindest zu fünft in die Georg-Scherer-Halle kommt, darf sich über ein Freigetränk pro Person freuen.


