Friedrichshafen holte sich am Samstagabend drei wichtige Punkte für die Bundesligatabelle. Die Mannschaft von Cheftrainer Adam Swaczyna gewann mit 3:0 (25:23, 26:24, 25:21) bei den WWK Volleys Herrsching und überzeugte vor allem mit besserem Service und stärkerem Block. Zum besten Spieler wurde erneut Diagonalangreifer Parker Van Buren gewählt.
Friedrichshafen überzeugte mit neun Blockpunkten (Foto: WWK Volleys Herrsching)
Vojin Cacic war mit Grippe daheim in Friedrichshafen geblieben, während Tim Peter weiterhin mit einer Fußverletzung ausfiel. Deshalb stellte sich das Team von Adam Swaczyna über die Außenposition fast selber auf. Simon Kohn und der zuletzt starke Jonas Van Huizen bekamen das Vertrauen, dazu standen Louis Kunstmann, Gustavo Maciel, Parker Van Buren, Aleksa Batak und Lenny Graven auf dem Herrschinger LED-Boden im Münchener BMW Park. Während die Gastgeber, die 48 Stunden zuvor aus dem CEV Challenge Cup ausgeschieden sind, noch an der Justierung des Aufschlags feilten, streute Maciel sein erstes Ass ein (10:7).
Friedrichshafen hatte das Spiel unter Kontrolle und Zuspieler Batak verteilte die Bälle nach Belieben. Nachdem viel durch die Mitte ging, war auch Kohn aus dem Hinterfeld erfolgreich (16:11). Je größer der Häfler Vorsprung wurde, desto unbeschwerter spielten die Bayern auf - mit Erfolg. Simon Gallas und Laurenz Welsch gaben ihrem Team ein bisschen mehr Schwung und robbten sich so an den Rekordpokalsieger vom Bodensee heran (24:23). Kunstmann hatte dann aber beim vierten Satzball genug von der Herrschinger Aufholjagd (25:23).
Trotz des Satzverlustes nahm Herrsching den Schwung der Schlussphase von Satz zwei in den nächsten mit. Maciel blockte noch Welsch (1:0), dann servierte Janik Sambale sein Team zur Führung (8:10). Als der Aufschlagdruck beim Team von Bob Ranner besser passte und Friedrichshafen ein wenig den Fokus verlor, lief es für den selbsternannten "geilsten Club der Welt" (11:15). Der eingewechselte Simon Uhrenholt hatte aber auch noch ein Ass im Ärmel (14:16), Van Buren stellte schließlich wieder auf Ausgleich (20:20). Es ging in die Crunchtime, die die körperlich präsenteren Gäste dominierten (23:22, 25:23). Zum Finale des Durchgangs stieg Kohn hoch und blockte Gallas seinen Angriff direkt vor die Füße (26:24).
Durchgang drei startete mit zwei Blockpunkten auf Häfler Seite (6:5, 7:5). Den Vorsprung bauten Aleksa Batak und Co. auch weiter aus, vor allem dank der starken Aufschläge von Kohn (16:12). Herrsching schnupperte durch Welsch zwar nochmal am Satzgewinn (19:18), dann schaltete der VfB aber nochmal einen Gang höher. Kohn machte es deutlich (23:19) und Gallas traf den Aufschlag nicht (24:20). Ein Übertritt beim Service der Herrschinger - ein wenig symptomatisch - besorgte den Auswärtssieg für das Team vom Bodensee (25:21).
"Es war vielleicht kein perfektes Spiel meiner Mannschaft, weil wir vor allem im zweiten Satz ein paar Probleme hatten. Aber ein 3:0 ist ein 3:0", sagte Cheftrainer Adam Swaczyna nach dem Spiel. "Herrsching hatte ein bisschen Glück und wir haben ihnen auch mit einfachen Fehlern geholfen. Wenn das nicht passiert, dann ist es deutlicher. Aber auch daraus lernen wir. Wir haben gleich nach dem Spiel über die kommenden Tage gesprochen. Es warten wichtige Aufgaben auf uns."
Friedrichshafen ist am kommenden Mittwoch (14. Januar, 18:30 Uhr) wieder gefragt, dann schlägt der VfB im Spitzenspiel bei den SWD powervolleys Düren auf. Auch das Achtelfinale im CEV Volleyball Cup gegen Tectum Achel ist inzwischen terminiert. Die Belgier sind am 21. Januar zum Hinspiel (20:00 Uhr, Tickets ab jetzt verfügbar) in der SPACETECH ARENA. Sechs Tage später treten die Häfler dann bei Achel an.


