Die Black Forest Volleys haben ihr letztes Auswärtsspiel des Jahres in der 2. Volleyball Bundesliga beim ungeschlagenen Tabellenführer SV Lohhof mit 0:3 (22:25; 15:25; 20:25) verloren und kehren ohne Punkte aus Bayern zurück. Gegen den souveränen Spitzenreiter fanden die Offenburgerinnen nur zu Beginn des ersten Satzes Zugriff.
Trotz Niederlage darf der Spaß nicht fehlen (Foto: Pascal Bähr /VC Offenburg)
Eigenfehlerquote zu hoch
"Ich verliere nie gerne. Allerdings habe ich generell kein Problem damit, als Verlierer vom Feld zu gehen", ordnete Trainerin Tanja Scheuer die Niederlage ein. Im Fokus stehe für sie stets die Entwicklung der einzelnen Spielerinnen und der gesamten Mannschaft. "Doch am heutigen Tag ging leider nicht viel zusammen und ich konnte wenig Positives sehen", so Scheuer offen.
Dabei wäre durchaus mehr möglich gewesen. "Den ersten Satz können wir gewinnen", betonte die Trainerin. Ausschlaggebend sei jedoch eine enorm hohe Eigenfehlerquote gewesen. "Wir kriegen einfach keinen Druck auf den Gegner - das fängt schon beim Aufschlag an." Hinzu kam die fehlende Durchschlagskraft im Angriff: "Wenn du dann keine Punkte im Angriff machst, der Gegner aber jeden Ball, den er verwertet, in einen Punkt umwandelt, wird es schwer." Dann fehle dem Team die Sicherheit und Leichtigkeit, die erst wieder erarbeitet werden muss.
SV Lohhof in allen Elementen überlegen
Der SV Lohhof präsentierte sich in allen Spielelementen überlegen. Besonders die gut eingespielte und dominante Achse um Zuspielerin Mona Boyer sowie Amelie Busch und Miriam Iachemet stellte die Defensive der Black Forest Volleys immer wieder vor große Probleme. Entscheidend war neben der konsequenten Punkteverwertung auch das saubere Spiel in einfachen Spielsituationen - ein Bereich, in dem Lohhof klar die Nase vorn hatte.
Positive Aspekte nicht vergessen
Bei aller berechtigten Kritik fand Scheuer dennoch auch positive Aspekte im Auftritt ihres Teams. "Wir sind nie komplett eingebrochen und haben trotzdem immer wieder den Weg zurückgefunden", hob die Trainerin hervor. Besonders wichtig sei ihr dabei die Mentalität der Mannschaft gewesen: "Als Team haben wir nie aufgegeben."
Und die oben angesprochene Entwicklung sei nicht zu vergessen: "Ich sehe bei allen Spielerinnen eine positive Entwicklung. Wir können es einfach nur noch nicht konstant abrufen, was auch zu der schwierigsten Aufgabe gehört", ist Scheuer stolz darauf, wie sich ihr Team in Summe als Aufsteiger in der 2. Bundesliga präsentiert. "Wir wussten, dass wir einen kleinen Kader haben und dann tun Verletzungen und Krankheiten natürlich doppelt weh. Deswegen Hut ab, was die Mädels da trotzdem Woche für Woche als Team erarbeiten. In kleinen Schritten zum Erfolg."
Trotz der Niederlage bleibt Scheuer gelassen: "Es ist alles kein Drama, wir sind voll im Soll." Gerade die Punkte aus der Anfangsphase der Saison seien "wahnsinnig wichtig" gewesen. Ausreden wolle sie dennoch keine suchen. "Die Ergebnisse der letzten Spiele sind auch ein Spiegel unserer Trainingsleistung in den vergangenen Wochen. Daran gilt es im neuen Jahr zu arbeiten."
Nun steht zunächst eine kurze Regenerationsphase an, bevor die Black Forest Volleys Offenburg mit einem intensiven Heimspielprogramm ins neue Jahr starten. Gleich drei Heimspiele warten, den Auftakt bildet ein echter Kracher gegen den aktuellen Tabellenzweiten aus Altdorf. Am 10. Januar wird das erste Heimspiel des neuen Jahres angepfiffen.
Für die BFVolleys spielten:
Ekaterina Baimler, Jessica Roth, Lara Meier, Svenja Rodenbüsch, Annika Vix, Anastasia Baimler, Lana Beker, Lia Bondar, Richarda Roth, Louisa Seib, Mirella Rederer


