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Champions League: Wiesbaden und Dresden weiter in internationalen Wettbewerben dabei

08.12.2023 • Champions League Autor: Koch, Marvin 187 Ansichten

So einen Krimi hat die Volleyball-Welt nur selten gesehen. Der VC Wiesbaden ist nach einem "Golden Set" im Achtelfinal-Rückspiel des CEV Challenge Cups gegen Galatasaray Daikin Istanbul in die Runde der letzten 16 eingezogen.

Nach dem etwas überraschenden 3:2-Hinspielgewinn in Istanbul am vergangenen Donnerstag verlor das Team von Benedikt Frank im Heimspiel beim 2:3 (20:25, 25:22, 25:21, 18:25, 14:16) zwar den Tiebreak, ging aus der anschließenden Verlängerung aber mit 15:11 als Sieger vom Platz.

Galatasaray Daikin Istanbul, trainiert vom ehemaligen Potsdamer Coach Guillermo Naranjo Hernández, war als Favorit nach Wiesbaden gefahren. Insgesamt 2.100 heimische Fans und Anhänger:innen des Gastes aus der Türkei verwandelten die ausverkaufte Wiesbadener Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit in ein Tollhaus. Wiesbaden führte bereits mit 2:1 nach Sätzen, doch Galatasaray behielt die Nerven, erkämpfte sich den Tiebreak und zwang den Gastgeber mit 16:14 in den Verlängerungssatz.

Letztlich war es die polnische Diagonalangreiferin Izabella Rapacz, die den entscheidenden Punkt zum 15:11 für den WCV erzielte. Während die Halle explodierte, schlug sie die Hände vor das Gesicht und sank auf die Knie, ehe sie sich dem Jubel des Teams anschloss. "Wir werfen alles rein, davon kann jeder ausgehen", hatte Trainer Frank vor dem Spiel gesagt und sein Team hat geliefert. Der VC Wiesbaden ist nach sieben Jahren Abstinenz erstmals wieder in einem internationalen Wettbewerb vertreten - und der Traum lebt weiter. In der nächsten Runde trifft Wiesbaden auf AC PAOK Thessaloniki.

Im höherklassigen CEV Cup setzte sich indes der Dresdner SC im Bundesliga-Duell gegen den SSC Palmberg Schwerin durch. Das Team von Trainer Alexander Waibl gewann nach dem 3:0-Hinspielsieg im Achtelfinale auch im Rückspiel in Schwerin mit 3:1 (16:25, 25:22, 25:21, 25:20) und steht nun in der Zwischenrunde. Dort trifft der aktuelle Bundesliga-Zweite entweder auf Viteos Neuchatel UC oder Nova KBM Branik Maribor.

"Ich bin unheimlich froh, dass wir trotz der Umstände in die nächste Runde eingezogen sind. Weil Aleksandra Jegdic mit Fieber im Bett lag, musste unsere junge Nachwuchs-Libera Lotte Goertz ins Spiel gehen. Erwartungsgemäß war sie natürlich etwas nervös und hat anfangs etwas gebraucht, aber dann hat sie es überragend gut gemacht. Im vierten Satz habe ich mich besonders gefreut, dass die Mädels, die bisher nur wenig Einsatzzeit hatten, das so durchgezogen haben", erklärte Alexander Waibl auf den Vereinsmedien.

SSC-Trainer Felix Koslowski äußerte sich entsprechend enttäuscht: "Das Ausscheiden ist natürlich sehr bitter. Die Mannschaft ist stark gestartet und hat gezeigt, dass sie gut auf Dresden eingestellt und organisiert ist. Es ist schade, dass wir ab Satz zwei nicht mehr handlungsorientiert arbeiten, sondern mit der Brechstange unterwegs sind." Das nächste Duell wartet bereits. Koslowski empfängt am Sonnabend Dresden erneut, diesmal zum Bundesliga-Duell. Hier geht es um nichts weniger als die Tabellenführung.

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