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"Wir wollen Gas geben"

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2. Bundesligen: "Wir wollen Gas geben"

21.04.2023 • 2. Bundesligen Autor: Hermann Hummler, Südkurier, TSV Mimmenhausen 1899 e.V. 493 Ansichten

TSV Mimmenhausen - FT 1844 Freiburg (Samstag, 19 Uhr, Bildungszentrum Salem). - Mit viel Wut und noch mehr Willen geht der TSV Mimmenhausen in die letzte Partie einer am Ende doch sehr durchwachsenen Saison. Der Auslöser für jene beim Tabellensiebten eher seltene Gemenge-Lage:

"Wir wollen Gas geben" - Foto:  Aimar Zabaleta

Die Mannschaft bei Knoblauch (Foto: Aimar Zabaleta)

ein sportlich doch sehr enttäuschender Auftritt vergangenen Sonntag in Dachau, ein ärgerliches 0:3 gegen einen starken Aufsteiger, der anschließend unter großem Jubel seiner Fans und des Umfeldes die Rückkehr in die 1. Bundesliga bekannt gegeben hatte (wir berichteten).

Diskussionen im Training

"Logisch", sagt  Christian   Pampel , "hat es im Training Diskussionen in der Mannschaft gegeben." Aber keine kontroversen. Weil jedem, so der Trainer weiter, sei absolut bewusst gewesen, dass das eine schwache Vorstellung gewesen war, und "es wurde deutlich angesprochen, was nicht gut lief". Mit einer klaren Botschaft: "Wir wollen Gas geben, das letzte Heimspiel zu einem schönen Saisonabschluss für uns und unsere Fans machen", hatte Jan Jalowietzki kurz nach dem Schlusspfiff in Dachau versprochen.

Christian   Pampel  ist davon überzeugt, dass der Wille dazu bei jedem einzelnen Spieler da ist. "Sie alle wollen, dass das letzte Spiel nicht so abläuft wie das 14:25, 22:25 und 15:25 vor einer Woche". Alle Beteiligten wissen aber auch: eine gewaltige Leistungssteigerung wird nötig sein. Sonst kann das Versprechen nicht eingelöst, in der BZ-Arena in Salem kein rauschendes Saison-Abschiedsfest gefeiert werden.

Denn nach Neu-Bundesligist Dachau steht dem TSV der nächste Aufsteiger in die deutsche Eliteliga auf der anderen Netzseite gegenüber. Die Freiburger nehmen wie Dachau und Karlsruhe die Chance war, kommende Saison im deutschen Oberhaus auf Punktejagd zu gehen. Eine Aufweichung der Lizenzierungsanfoderungen macht's möglich. Aus der Sicht der Volleyball-Bundesliga (VBL) und des Volleyballsports in Deutschland eine notwendige. Die VBL besteht nur noch aus acht Teams (plus VCO Berlin außer Konkurrenz), Auf- und Abstieg finden nicht mehr statt, weil kaum ein Zweitligameister den strukturellen und finanziellen Aufwand stemmen kann (will). Die nun erleichterten Bedingungen, darunter eine zweijährige Nichtabstiegsgarantie, lassen die drei süddeutschen Zweitligisten den Sprung wagen.

Aus dem Blickwinkel betrachtet, könnte es der "Affenbande", so nennen sich die Freiburger selbst, eigentlich egal sein, wie die Partie am Samstag ausgeht. Meister können sie nicht mehr werden, aber sie steigen dennoch in die höchste deutsche Liga auf. Eigentlich. Wenn da nur nicht die traditionelle, außergewöhnlich intensiv gepflegte Konkurrenz zum südbadischen Rivalen TSV Mimmenhausen wäre. Sie sorgt dafür, dass auf gar keinen Fall Spiele zwischen den beiden Teams abgeschenkt werden. Zum anderen ist das Freiburger Rennen mit Dachau (beim TV Rottenburg) um Rang zwei offen. Beide Teams haben 50 Punkte, Freiburg einen Sieg mehr. Noch?

Da ist also aus mehreren Gründen Musik drin in diesem Schlagabtausch. Egal, wer am Ende tatsächlich Vizemeister wird", wirft  Christian   Pampel , Trainer des noch amtierenden Vizemeisters den Freiburgern selbstverständlich den Fehdehandschuh hin. "Wir wollen gewinnen." Das werde schwierig, weiß der Coach, aber "wir wollen eine Reaktion zeigen, einen persönlich befriedigenden Abschluss und nochmal alles geben." Nicht zuletzt der zweite Satz im Dachau-Spiel macht ihm Hoffnung. Und vielleicht auch ein wenig, dass am Samstagabend Federico Cipollone statt Youngster Philipp Hornung spielt. Wer jetzt Arges dabei denkt, irrt: "Philipp hat seine Sache vergangenen Sonntag gut gemacht, es gab keinen Grund ihn auszuwechseln". Der Zuspieler-Rochade sei, laut  Pampel , "von langer Hand so geplant gewesen".

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