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Bundesligen: Krimi bringt das Halbfinale

09.04.2023 • Bundesligen Autor: VfB Friedrichshafen e.V. 519 Ansichten

Nach einem wahren Volleyballkrimi steht der VfB Friedrichshafen im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft.

Krimi bringt das Halbfinale - Foto:  Günter Kram

Großer Jubel nach dem Heimsieg gegen Giesen (Foto: Günter Kram)

Am Samstagabend besiegte das Team von Cheftrainer Mark Lebedew die Helios GRIZZLYS Giesen mit 3:2 (25:27, 25:23, 20:25, 25:14, 15:10). Vor ausverkaufter Kulisse in der BODENSEE-AIRPORT ARENA und ohne vier Spieler, überzeugte die Mannschaft vor allem im Block. Schon am Mittwoch treffen die Häfler nun auswärts auf die SVG Lüneburg. Tickets für das erste Halbfinalheimspiel am 16. April sind bereits unter zuhause-aufschlagen.de erhältlich.

Dejan Vincic gesperrt, Miguel Martinez weiter verletzt, Simon Kohn mit einem Infekt außer Gefecht und auch Ziga Stern nach einem Zusammenprall im Training nicht einsatzfähig - so richtig aus den personellen Vollen konnte VfB-Cheftrainer Mark Lebedew im entscheidenden Viertelfinale gegen die Helios GRIZZLYS Giesen nicht schöpfen. Schlussendlich entschied sich der Australier, mit Vojin Cacic, Luciano Vicentin, Aleksandar Nedeljkovic, Andre Brown, Michal Superlak, Libero Blair Bann und Vincic-Ersatz Mateusz Biernat zu beginnen.

Biernat brauchte nicht lange, um ins Spiel zu finden. Mit viel Selbstvertrauen versenkte er gleich selbst einen Ball (3:2). Zudem funktionierte das polnische Tandem mit Superlak zu Beginn hervorragend, wobei sich Friedrichshafen nicht absetzen konnte. Der Grund dafür stand auf der anderen Seite, ersetzte den erkrankten Augusto Colito und punktete fast mit jedem Angriff. Immer wieder war es das Giesener Urgestein Hauke Wagner, das sich den Ausgleich holte (12:12, 15:15). Bis zum Ende blieb es eng (21:21) und beide Teams lauerten auf den Fehler des anderen. Friedrichshafen tat den Gästen den Gefallen. Cacic traf sein Service nicht (24:25) und Nedeljkovic setzte seinen Angriff neben das Feld (25:27).

Friedrichshafen war sauer und demonstrierte das gleich in der eigenen Paradedisziplin. Die ersten vier Punkte erzielte der VfB alle mit dem Block - zwei Mal räumte Luciano Vicentin Hauke Wagner ab (2:0, 4:2). Der junge Argentinier lief in der Folge zur Hochform auf. Als er seinen Hinterfeldangriff im gegnerischen Feld vergrub, führten die Häfler schon 11:6. Kurzzeitig wackelte die Heimmannschaft noch einmal, vor allem weil Wagner wieder aufdrehte. Cacic machte aber den Deckel drauf (25:23).

Satz drei war ein Abziehbild des ersten. Beide Teams leisteten sich viele Aufschlagfehler und konnten nicht so recht aus der Schwächephase des Anderen Profit schlagen (2:3, 11:11). Bis zum 15:15 durch Vicentin war kein Vorteil auszumachen, dann begannen die beiden Diagonalangreifer Superlak und Wagner ein Privatduell, das der Deutsche für sich entschied. Wagner, später von den Zuschauern zum MVP gewählt, machte in der Schlussphase drei wichtige Punkte (19:22). Zuspieler Fedor Ivanov legte ein Ass nach. Ein Aufschlagfehler von Cacic (20:25) stellte auf 2:1 für die Gäste.

Der Rekordmeister stand vor dem Aus, der eingewechselte Marcus Böhme hatte aber etwas dagegen (1:0). Vicentin packte das Ass aus (7:4), Brown den Hammer (8:5) und schrie sich den Frust von der Seele. Das schien zu helfen, denn seine Mitspieler zogen mit. Fast bei jedem Giesener Angriff hatte der VfB jetzt die Finger dran (12:7, 19:12). Vicentin, der nun das zweite Mal in Folge das Vertrauen seines Cheftrainers bekam, sollte an diesem Abend sechs Blocks, vier Asse und insgesamt 22 Punkte auf dem Konto haben. Vor allem im vierten Satz war der Außenangreifer kaum zu stoppen. Den entscheidenden Häfler Punkt machte aber Lorenz Karlitzek mit dem Fehler (25:14).

Wie vor einem Jahr gegen die WWK Volleys Herrsching, ging es im Entscheidungsspiel des Viertelfinals in den Entscheidungssatz. Auch den begannen Böhme und Co. mit zwei Blocks (1:0, 2:0). Die Giesener, die den kompletten Abend hervorragend annahmen und abwehrten, kamen nun in der Defensive in Schwierigkeiten. Karlitzek setzte zudem seinen Hinterfeldangriff ins Aus (7:4) und Superlak besorgte die Vierpunkteführung zum Seitenwechsel. Das letzte Zittern in der ausverkauften BODENSEE-AIRPORT ARENA beendeten Cacic mit dem Ass (11:6) und Vicentin mit dem Block gegen Wagner (13:8). Karlitzek traf beim Matchball das Feld nicht (15:10).

Ich bin stolz auf meine Mannschaft und auch sehr glücklich. Wir haben nach einer Niederlagenserie, nach vielen Spielen und viel Stress, diese Serie und das Spiel heute gedreht", ist Cheftrainer Mark Lebedew erleichtert. "Auch nach dem 1:2 Satzrückstand wussten wir, dass wir das noch gewinnen müssen und haben das auch getan. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie heute sehr viel mit dem Kopf, aber noch mehr mit dem Herzen Punkte gemacht hat."

Im Halbfinale trifft der VfB nun auf die SVG Lüneburg, die sich in zwei Spielen gegen die Netzhoppers KW durchsetzte. Am 12. April (19 Uhr) treten die Häfler zuerst auswärts an, um die Nordlichter dann am 16. April (17:30 Uhr, Tickets unter zuhause-aufschlagen.de) zum ersten Heimspiel zu empfangen. Die Mannschaft, die zuerst drei Siege auf dem Konto hat, zieht in die Finalserie ein. Den Gegner ermitteln die Berlin RECYCLING Volleys und die SWD powervolleys Düren.

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