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2. Bundesligen: Tie-Break Krimi zum Rückrundenstart

16.01.2023 • 2. Bundesligen Autor: Hinrichsen, Kieler TV 783 Ansichten

"Dieses Spiel hatte alles, was wir an unserem Sport so lieben. Begeisterung, Emotionen, Drama und eine Wahnsinnsstimmung in der Halle. Leider dieses Mal mit dem schlechteren Ende für uns. Glückwunsch an Münster!", resümierte Headcoach des Kieler TV Jan Maier nach über zweieinhalb Stunden Schlagabtausch mit den Gästen aus Münster. 

Ratlose, enttäuschte Kieler Spieler sahen die 353 Zuschauer nach Abpfiff bei 13:15 im Entscheidungssatz, doch wie konnte es dazu kommen? 

Mit Hoffnung auf einen erfolgreichen Start in die Rückrunde begannen beide Teams holprig im 1. Satz. Lange Breakserien, Abstimmungsprobleme in der Annahme und Eigenfehler sorgten für einen zerfahrenen Start. Symbolisch der Moment, als erster Aufschläger Peter Klaua erst bei 17:12 die zweite Rotation eröffnete, konnten die Kieler letztlich den ersten Satz mit 25:22 für sich entscheiden.

Im Zweiten begannen die Kieler souverän und konnten sich mit 16:12 einen kleinen Vorsprung zur technischen Auszeit erarbeiten, doch die Münsteraner gaben sich nie auf, holten pünktlich zur Crunchtime auf und übernahmen bei 20:19 die Führung. Doch auch die zweite Auszeit Maiers konnte den Schwung der Gäste nicht mehr Bremsen, sodass sich Kiel mit 23:25 geschlagen geben musste. Die orderbase VOLLEYS Münster waren mittlerweile im Norden angekommen und überzeugten mit solider Verteidigung und einem stark aufgelegten Lenard Exner (MVP), auf den die Kieler den gesamten Abend keinen Zugriff finden sollten.

Es entwickelte sich nach der 10 Minuten Pause ein Schlagabtausch auf Augenhöhe und die Kieler konnten sich dank einer Aufschlagserie von Peter Klaua absetzen und den 3. Satz mit 25:20 zuschnüren. Einen ähnlichen Verlauf nahm dann der vierte Satz, als Friedrich Nagel mit einer Serie den Gästen früh zu einer komfortablen Führung verhalf.

Maier wechselte und so kam auch Lukas Radzuweit nach überstandener Verletzung zu seinem Heimspielcomeback. Nicht nur die Zuschauer, sondern auch die sportlich-fairen Gäste aus Münster empfingen den Diagonalangreifer mit herzlichem Applaus. Doch die Durchschlagskraft der Adler schwächelte, man biss sich erneut an der Münsterverteidigung die Zähne aus und konnte den Entscheidungssatz nicht mehr verhindern.

In jenem nahmen die Gäste früh Fahrt auf und die Adler wirkten verzweifelt beim Rückstand von 5:10. Doch die orderbase VOLLEYS zeigten kurzzeitig Nerven und ließen die Adler auf einen Punkt rankommen, bis Aaron Zumdick mit Angriff aus schwieriger Situation den Auswärtssieg bei 15:13 dingfest machte.

Ein stark erkämpfter Sieg für die nur 9 Spieler und das Trainerteam aus Münster in einem Spiel, dass nicht immer von höchster Qualität strotzte, aber dafür einen sehr spannenden Spielverlauf bot. "Natürlich sind wir sehr enttäuscht, keiner verliert gerne, wenn er 2:1 führt, aber heute fehlte es irgendwie in vielen Bereichen und wir konnten kein zufriedenstellendes Niveau konstant erreichen. Das Spiel fühlte sich wie ein Kampf gegen uns selbst an, wie ein Krampf und wir konnten, anders als unsere Gäste, nur schwer die schönen Momente genießen", fasste Libero und MVP Bengt Sievers die Leistung seiner Adler nach dem Spiel zusammen.

Somit setzt sich die Heimschwäche der Hinrunde der Kieler fort und am kommenden Wochenende steht mit dem vorbeigezogenen Tabellennachbarn Lindow-Gransee ein schwieriges Auswärtsspiel an. 

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