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2. Bundesligen: Ohne Tille nach Dresden

04.12.2022 • 2. Bundesligen Autor: TSV Mühldorf 310 Ansichten

Mühdorf  - Wer ist einer der besten Liberos der Liga? Die Antwort gibt ausgerechnet der VC Dresden in seiner Vorschau auf das Zweitliga-Spiel gegen den TSV Mühldorf am Sonntag im Volleydome an der Bürgerwiese: Leonhard Tille.

Ohne Tille nach Dresden - Foto:  Fabian Bartsch

Endlich wieder Jubel auf Mühldorfer Seite? (Foto: Fabian Bartsch)

Doch ausgerechnet der ist am Sonntag nicht dabei, wenn die Innstädter an die Elbe reisen. Beruflich zu sehr eingespannt, sagt Mühldorfs Trainer Michi Mayer, der nun die Qual der Wahl hat. Und auch schon eine wegweisende Entscheidung getroffen hat für die nächsten drei Spiele.

Fest steht nach dem zurückliegenden Wochenende gegen Freiburg, dass es einer nicht sein wird, der als Libero annimmt. Es war taktisch natürlich nicht unklug, den Hauptangreifer der Mühldorfer, Tom Brandstetter, auf diese Position zu wechseln. Denn im Angriff hätte Mühdorfs "Capitano" wegen seiner starken Rückenschmerzen lediglich gehemmt auftreten können. Doch Brandstetter hatte gegen den Tabellenführer vom FT 1844 Freiburg einen rabenschwarzen Tag erwischt. Keine Präzision, viele Annahmen landeten gleich im gegnerischen Feld. Das war nix. Außerdem: Natürlich fehlt der Druck im Aufschlag, wenn einer der besten an der Grundlinie nur als Libero auf dem Feld steht. Also hat Michi Mayer wieder rumgetüftelt, sich Alternativen überlegt, wohl wissend, dass die ständige Rotiererei auf der Hauptannahmeposition nicht gerade Ruhe ins Team bringt.

Die bisherigen Ergebnisse bestätigen die chaotischen Verhältnisse in der Annahme: Neun Spiele haben die Mühldorfer absolviert. Bis auf einen Sieg gegen die Jungspunde aus Friedrichshafen und eine 2:3-Niederlage gegen die Blue Volleys aus Gotha, die immerhin noch einen Punkt auf das Mühldorfer Konto purzeln ließ, war bisher nicht viel drin. Doch Mayer zuckt mit den Schultern: "Was soll ich machen, wenn niemand Libero spielen will. Ich kann niemanden zwingen!"

Dabei sollten die Mühldorfer ausgerechnet gegen den VC Dresden klar strukturiert auf das Spielfeld treten. Denn obwohl Dresden als Tabellenneunter mit vier Siegen in neun Spielen deutlich besser dasteht, ist es trotzdem das Team aus Dresden, bei dem Mayer endlich den lange ersehnten Sieg fordert. Die Statistik gibt ihm Recht. Denn die Dresdner konnten noch nie gegen Mühldorf gewinnen, schon zu Drittligazeiten nicht. In den vergangenen drei Jahren gab es insgesamt sechs Niederlagen.

Allerdings: Der zuletzt schwer erkämpfte Sieg gegen den Tabellensiebten aus Kriftel hat den Dresdenern das nötige Selbstvertrauen gegeben.

Prädestiniert für die Aufgabe, die Mühldorf endlich mit einer stabilen Annahme aus dem Tabellenkeller zu ziehen, wäre natürlich Leo Tille. Doch der ist am Wochenende gar nicht erst dabei. Er ist beruflich zu sehr eingespannt, kann unter der Woche kaum ins Training gehen, wird der Mannschaft sicherlich fehlen. Doch Mayer ist sich mit einem anderen Spieler einig geworden: "Für die nächsten drei Spiele gegen Dresden, Delitzsch und Kriftel wird Kilian Nennhuber diese Aufgabe übernehmen. Begeistert ist er darüber nicht, aber er stellt sich in den Dienst der Mannschaft", atmet Mayer auf.

Es sei wichtig, jetzt Kontinuität in die Mannschaft zu bringen. Denn für ihn beginnt jetzt die heiße Phase: "Jedes Spiel ist ein Endspiel!", meint Mayer hochdaramtisch. Und er geht sogar noch weiter: "Wenn wir das Spiel gegen Dresden nicht gewinnen, dann wars das! Es gibt sonst nicht mehr viele Mannschaften, die wir schlagen könnten". Die Mannschaft wird am Samstag bereits anreisen, am Sonntagvormittag noch in Dresden trainieren und dann ab 16 Uhr versuchen, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen, so Mayer.

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