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Erster Krifteler Sieg gegen Gotha

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2. Bundesligen: Erster Krifteler Sieg gegen Gotha

30.10.2022 • 2. Bundesligen Autor: Johannes Thiel, TuS Kriftel 1884 e.V. 231 Ansichten

Ein Wechselbad der Gefühle war die Begegnung der Krifteler Zweitligavolleyballer bei den Blue Volleys vom VC Gotha.

Das galt für beide Teams. Nachdem zunächst die Gäste aus Kriftel sich auf der Siegerstraße wähnten, waren es am Ende die Hausherren, die sich, ob der 2:3 Niederlage grämen mussten.

Die Krifteler begannen die Partie sehr konzentriert. Aus einer sicheren Annahme und Abwehr punkteten sie immer wieder im Gegenangriff. Besonders Jannik Weber glänzte mit starken Block- und Angriffsaktionen, aber auch Philip Büchi agierte über die Mitte erfolgreich. So setzten sich die Gäste zunächst leicht ab; bauten den Vorsprung sogar noch aus. Beim 23:18 schien der erste Satz bereits in der Tasche zu sein. Der Gothaer Trainer Jonas Kronseder bewies ein glückliches Händchen. Er wechselte Robert Werner zum Aufschlag ein und der zerbröselte den Krifteler Annahmeriegel richtig. Gleich drei Aufschlagwinner brachten die Gothaer wieder auf Augenhöhe. Nachdem die TuS vier Satzbälle nicht nutzen konnten, schafften es die Gastgeber ihren dritten zu versenken und sicherten sich einen spannenden ersten Durchgang.

Beiden Teams merkte man in der Folge den Verlauf vom ersten Satz an. Kriftel wirkte verunsichert. Im Angriff wurden zu viele Fehler produziert und die die Annahme war nicht mehr auf ganz hohem Niveau. Dagegen spielten die Blue Volleys nun fast fehlerfrei und dominierten die Partie fast nach Belieben. Besonders über die Mitte wurde nun sehr konsequent angegriffen. Trainer Tim Schön versuchte mit Spielerwechseln noch einmal frischen Wind in die Partie zu bringen. Fynn Müller punktete mit einer schönen Zuspielfinte, aber die Hausherren zogen ihr Spiel durch. Beim 25:16 hatte Gotha den ersten Punkt der Partie eingefahren.

Eigentlich schien nun eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Aber Kriftel ist nun mal Kriftel. Sobald sie die Gelegenheit haben über den Kampf zurück ins Spiel zu finden, nutzen sie sie meist. So auch in dieser Partie. In Persona von Libero Florian Ruhm, der gleich serienweise starke Angaben und Angriffe entschärfte kam die TuS zurück ins Spiel. Nun produzierten sie kaum noch Eigenfehler, lediglich vier in diesem Durchgang. Obwohl die Thüringer in dieser Phase nicht einmal schlecht spielten, scheiterten sie doch am konsequenten Spiel der Krifteler. Mit 25:20 schafften sie den Anschluss. Mittelangreifer Florian Bonadt ragte in dieser Phase im Angriff heraus.

Im vierten Abschnitt hatten die Gastgeber den besseren Start. Beim 10:6 schienen sie auf einem guten Weg zu sein einen Dreier zu Hause zu halten. Doch Kriftel ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Auch mit Hilfe der Gastgeber schafften sie fast postwendend wieder den Anschluss (13:13). Nach fehlerhaftem Spiel auf beiden Seiten kam etwas Hektik in die Begegnung. Die TuS kam besser damit zurecht und fand zu einem sehr sicheren side-out Spiel zurück. Beim 20:20 war zwar noch alles offen. Die TuS spielte weiter fehlerfrei und holte sich den Satzausgleich mit 25:22

Nun musste der Tie-Break die Entscheidung bringen. Die Krifteler spielten ruhig weiter, erkämpften sich in der Abwehr immer wieder auch gut angegriffene Bälle und lagen beim letzten Seitenwechsel mit 8:6 in Führung. Bis zum 11:8 wurde diese sogar ausgebaut. Aber erneut kam wieder das andere Krifteler Gesicht zum Vorschein. Sie schafften es nicht den Vorsprung über die Zeit zu retten. Beim 11:11 war alles wieder offen. Doch die Schwächephase war nur von kurzer Dauer. Die eingewechselten Sebastian Ruhm (Aufschlag) und Nils Weber (Block) trugen dazu bei den entscheidenden Breakpunkt zu holen. Viel Verantwortung trug in dieser Phase Cedric Braetsch, der im Tiebreak vier Angriffspunkte für sich verbuchen konnte. Wie schon häufiger war das eingespielte Duo Tobias Thiel und Marius Büchi kaum zu stoppen. Marius erzielte starke 31 Punkte auf der Diagonalposition.    

Trainer Schön zeigte sich zufrieden: "Natürlich durften wir den 1. Satz nicht verlieren. Trotzdem bin ich stolz, dass die Jungs nach dem 0:2 Rückstand so wiederkamen. Unser Plan mit variablen Aufschlägen dem Gegner den Spielaufbau zu erschweren ist aufgegangen. Zudem war die Block- Feldverteidigung wieder so, wie ich das sehen will und was unser Spiel stark macht. Da waren wir zuletzt nicht so gut."

Zum wertvollsten Spieler wurde erneut Florian Bonadt gewählt. Auf Gothaer Seite wurde diese Ehre Christoph Aßmann zuteil, der mit der Krifteler A-Jugend bereits einmal Deutscher Vizemeister wurde.

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