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Bundesligen: Neuwied chancenlos in Dresden

24.03.2022 • Bundesligen Autor: Stefan Kieffer, Volleyballclub Neuwied 77 273 Ansichten

Auch im Auswärtsspiel beim Tabellenvierten der Bundesliga, dem Dresdner SC, ist den Deichstadtvolleys ein Satzgewinn versagt geblieben.

Neuwied chancenlos in Dresden - Foto: Denis Trapp, Dresdner SC

Zuspielerin Madelyn Halteman streckt sich, um aus der Annahme ein verwertbares Zuspiel abzuliefern (Foto: Denis Trapp, Dresdner SC)

Nach genau 78 Spielminuten stand die Niederlage des VC Neuwied in seinem drittletzten Saisonspiel mit 0:3 (17;25, 20:25, 20:25) fest.

Man merkte den Neuwiederinnen an, dass zum Ende der ersten Bundesligasaison die Kraft zur Neige geht. Nach einer Aufschlagserie von Dresdens Kapitänin Jennifer Janiska lag der VCN schnell mit 0:5 im Rückstand, VCN-Trainer Dirk Groß nahm früh die erste Auszeit. In der Folge hielt sein Team gegen die Dresdnerinnen, die nicht in bester Besetzung angetreten waren, sondern offensichtlich ihrer "jungen Garde" eine Chance geben wollten, besser mit und war zur Satzmitte (9:7, 11:8) wieder näher dran am Gegner. Doch mit zahlreichen Fehlern bei Aufschlag und Annahme machten sich die Deichstadtvolleys das Leben selbst schwer und konnten nur selten von den ebenfalls zahlreichen verpatzten Angaben des Gegners profitieren. So ging der erste Satz schließlich deutlich mit 25:17 an die Gastgeberinnen.

Im zweiten Durchgang, der ebenfalls von zahlreichen Fehlern und Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten geprägt war, hielt der VCN länger mit, lag sogar zweimal knapp vorn (1:0, 6:5) und schien beim 17:17 auf Augenhöhe angekommen. Doch in der entscheidenden Phase setzte sich der Favorit dann doch ab und hatte beim 24:19 den ersten Satzball. Den wehrte Neuwied zwar ab, doch dann schlug Isabelle Marciniak ihren Aufschlag ins Aus.

Der dritte Satz nahm einen ähnlichen Verlauf. Gelungene Angriffsaktionen, vor allem von Maike Henning, die gegen ihren Ausbildungsverein besonders motiviert schien, und von Taylor Slover, die von Dresdens Coach Alexander Waibl zur besten VCN-Akteurin gewählt wurde, wechselten mit einfachen Schnitzern in Angabe, Annahme und Abschluss. Bei etlichen aussichtsreichen Schmetterchancen landete der Ball im Aus, sodass am Ende folgerichtig eine Angabe von Senta Barke, die jenseits der Spielfeldbegrenzung landete, den Dresdnern den entscheidenden Siegpunkt zum 25:20 bescherte. 

"Von außen kann man erkennen, dass unserem Team die Körner langsam ausgehen", sagte VCN-Manager Manohar Faupel, der die Partie in Dresden zu Hause im Livestream verfolgte. "Ohne Corona als Entschuldigung überzustrapazieren: Wir kommen wegen der vielen coronabedingten Absagen und Verlegungen nie richtig in den Rhythmus, das ist für uns als Neuling besonders schwer zu kompensieren. Und am Ende der Saison ist auch eine mentale Müdigkeit erkennbar, das muss man auch ehrlich feststellen."

"Dresden kann sich in der Tabelle noch auf Platz zwei verbessern, was der Mannschaft eine gute Ausgangsposition für die Playoffs bescheren würde", erklärte VCN-Trainer Dirk Groß die Situation beim Gegner. "Im Hinblick auf die kommenden Spiele muss der DSC aber auch mit seinen Kräften haushalten. Deshalb hatte unser Gastgeber heute auch viele Wechsel und nicht in seinen Rhythmus gefunden. Schade, dass wir das nicht nutzen konnten." Groß sah jedoch auch das Positive. "Es ist für uns ein kleines Ziel, 20 oder mehr Punkte in einem Satz zu holen, das ist uns zweimal gelungen. Zudem hat Taylor Slover heute sehr engagiert, mutig und erfolgreich angegriffen. Und Madelyn Halteman hat ihre Aufgabe als Zuspielerin sehr gut gelöst. Das sind die Kleinigkeiten, die heute gut waren."

Derweil droht sich auch das Saisonfinale für die Deichstadtvolleys äußerst zäh zu gestalten. Weil der laut Spielplan nächste Gastgeber der Deichstadtvolleys, die Roten Raben Vilsbiburg, sein für den gestrigen Mittwoch geplantes Auswärtsspiel in Aachen wegen diverser Coronafälle abgesagt hat, ist auch das Neuwieder Gastspiel in Niederbayern am Samstag in Frage gestellt. Trotzdem haben Mannschaft und Trainerteam wie geplant in Dresden übernachtet. Bis 14 Uhr soll am Donnerstag in der sächsischen Hauptstadt abgewartet werden, ob in Niederbayern eine Vor-Entscheidung für oder gegen die Partie am Wochenende fällt. "Wir haben mit Vilsbiburg gesprochen und sind uns einig, dass wir beide am Samstag spielen wollen", erläutert Manager Manohar Faupel die Planänderung. "Aber das geht natürlich nur, wenn der Gegner genügend gesunde Spielerinnen zur Verfügung hat." In diesem Fall fahren die Neuwiederinnen am Donnerstag die rund 420 Kilometer nach Vilsbiburg und reisen nach der Partie wieder zurück nach  Dresden, wo am kommenden Dienstag das nachzuholende "Heimspiel" der Deichstadtvolleys gegen den DSC ausgetragen werden soll. Bei einer Absage des Vilsbiburg-Spiels geht Faupel davon aus, dass der neue Termin am Donnerstag, 31. März sein könnte. Die Hauptrunde der Bundesligasaison 2021/22, die eigentlich am 19. März beendet sein sollte, wurde wegen zahlreicher nachzuholender Partien bereits bis zum 3. April verlängert.

 

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