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Champions League: Ein Auftaktsatz, der Hoffnung macht

11.03.2022 • Champions League Autor: Christof Bernier 487 Ansichten

Es braucht den Volleyballtempel! Die BR Volleys haben alles versucht, konnten aber im Hinspiel des CEV Champions League Viertelfinals bei Itas Trentino nichts Zählbares mitnehmen. Mit 0:3 (25:27, 19:25, 22:25) unterlagen die Berliner dem italienischen Tabellendritten und können nun nur noch über den "Golden Set" die Überraschung schaffen. In sechs Tagen (16. Mrz um 18.30 Uhr) empfangen Kapitän Sergey Grankin & Co den Finalisten des Vorjahres zum Rückspiel und benötigen eine magische Europapokalnacht in der Max-Schmeling-Halle.

Nehemiah Mote, in den letzten Tagen gewissermaßen 24/7 unter den Fittichen der medizinischen Abteilung, meldete sich einsatzfähig für dieses mit Spannung erwartete erste Viertelfinale. So stand auch in der BLM Group Arena von Trento das BR Volleys Team auf dem Court, das in der Gruppenphase Zenit St. Petersburg zweimal schlug. Und der erste Punkt des Abends sollte direkt zeigen, wie es gehen kann: Taktischer Aufschlag Ruben Schott, starke Abwehr des Nationalspielers und erfolgreicher Angriff Benjamin Patch. Aber die selbstbewussten Gastgeber stoppten den guten Anfangsdrive der Männer aus der deutschen Hauptstadt per Block von Matey Kaziyski gegen Patch (2:5). Die Berliner spielten trotzdem lange einen klasse Auftaktsatz. Die Asse von Schott und Patch sorgten für den Ausgleich (11:11) und Sergey Grankin setzte gegen Kaziyski auch den ersten erfolgreichen Berliner Block (13:11, 18:16). Giulio Pinali, den Heimtrainer Angelo Lorenzetti überraschend im Diagonalangriff aufbot, wendete mit seinem Service das Blatt (18:20). Die BR Volleys blieben stabil, glichen aus und wehrten zwei Satzbälle kämpferisch ab (25:25). Der Deutsche Meister war drauf und dran, das Momentum zu kippen, doch Trentino sicherte sich nach einem weiteren Pinali-Aufschlag den an diesem Abend richtungsweisenden Durchgang (25:27).

Trentino blieb über die Mitte, vor allem durch den starken Ex-Berliner Srecko Lisinac, dominant und die Berliner verloren in Satz zwei früh ihren Rhythmus (4:7, 4:11). Mit den Einwechslungen von Samuel Tuia und Marek Sotola versuchte Cedric Enard dem entgegenzuwirken. Jeffrey Jendryk war in diesem Satz in allen Elementen der stärkste Berliner, doch auch er konnte per Block und Ass keine Wende herbeiführen (13:18). Trentino spielte in dieser Phase fehlerfrei und stellte verdient auf 0:2 (19:25). Zuspieler Grankin ging in Satz drei voran, erzielte früh zwei Punkte selbst und es keimte noch einmal Hoffnung auf (6:4). Die Italiener zeigten sich aber unbeeindruckt, wehrten besser ab und hatten in Linkshänder Alessandro Michieletto ihren kaum zu stoppenden Angreifer (12:14). Bis zum 21:21-Zwischenstand hielten die BR Volleys noch Kontakt, doch dann stand der Block gegen Patch (21:23). Der erfahrene Kaziyski verwandelte im Anschluss zweimal humorlos zum Matchgewinn für die Italiener (22:25).

Obwohl Trentino damit in eigener Arena Stärke demonstrierte, ist aus Sicht des Deutschen Meisters noch nichts verloren. Zwei gute Sätze der BR Volleys machen Hoffnung für das Rückspiel in der Max-Schmeling-Halle. Mit einem 3:0 oder 3:1-Heimsieg würde man den "Golden Set" (Entscheidungssatz bis 15 Punkte) erzwingen und das ist nun das große Ziel für das Match vor heimischem Publikum am Mittwoch.

Stimmen zum Spiel
Ruben Schott: "Wir haben zu Beginn im Aufschlag zu viele Fehler gemacht und auch mit den Aufschlägen, die im Feld landeten, nicht ausreichend Druck entfacht. Der Annahmeriegel von Trentino war aber auch gut. Aus der Abwehr hatten wir gegen Ende von Satz eins unsere Möglichkeiten. Da hätte das Spiel einen anderen Verlauf nehmen können. Nachdem unsere eingewechselten Spieler es im zweiten Satz noch gut gemacht haben, waren wir im dritten Durchgang wieder nah dran. Mit Blick auf das Rückspiel braucht es eine Steigerung im eigenen Aufschlag. Wir müssen noch mutiger agieren und dann wird das mit unseren Fans im Rücken noch ein heißes Rückspiel in Berlin."

Cedric Enard: "Der erste Satz war der so wichtige Durchgang, um hier in dieses Viertelfinale zu kommen. Beide Mannschaften hatten es verdient, diesen zu gewinnen, aber wir haben unsere Chance verpasst. Diese Gelegenheit musst du auf dem Niveau unter den besten Acht Europas nutzen. Danach wurde es schwer, weil Trentino großen Druck aufgebaut hat. Heute steht ein 0:3 auf der Anzeigetafel, aber dieses Viertelfinale hat noch ein zweites Kapitel. Die ganz sicher besondere Atmosphäre in der Max-Schmeling-Halle wird unserer Mannschaft den nötigen Push für ein spannendes Rückspiel geben. Aber vorher haben wir ein wichtiges Playoff-Match am Sonntag gegen Giesen."

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote und Jeffrey Jendryk (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Matthew West, Marek Sotola, Cody Kessel, Samuel Tuia

Topwerte
Jendryk 11 Punkte, 3 Blocks, 88 % Angriffsquote | Schott 10 Punkte, 2 Asse | Carle 9 Punkte

 

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