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Ruben Schott ist "zurück zu Hause"

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Bundesligen: Ruben Schott ist "zurück zu Hause"

20.05.2021 • Bundesligen Autor: Christof Bernier 3278 Ansichten

Am 07. Mai 2017 verabschiedete sich Ruben Schott mit einem knallharten Angriff und dem letzten Punkt der Saison, der den BR Volleys damals den Gewinn der Deutschen Meisterschaft sicherte. Nun, vier Jahre später ist der gebürtige Berliner zurück in seiner Heimatstadt. Der deutsche Nationalspieler, der zuletzt drei Jahre lang in Polen am Netz stand, verstärkt zur Saison 21/22 den Hauptstadtclub. Das verkündete man am Dienstag gemeinsam auf einer Pressekonferenz in der Max-Schmeling-Halle.

Ruben Schott ist "zurück zu Hause" - Foto: Michael Hundt

Foto: Michael Hundt

Ruben Schott ist das, was man einen waschechten "Berliner Jung" nennen kann. Nachdem der 1.92 Meter große Angreifer seine Volleyballausbildung im Jahr 2002 beim SV Preußen begann, gelang ihm danach über die Nachwuchsabteilung des SCC sowie den VC Olympia Berlin der Sprung in den Profikader der BR Volleys. Auf Anhieb durfte Schott bereits 2013 ein erstes Mal mitjubeln, als die Berliner den Meistertitel gewannen. 2016 war er ein Mitglied der legendären Triplesieger-Mannschaft, die Meisterschaft, Pokal und Europacup holte. Sein sportlicher Durchbruch folgte spätestens in der Saison 2016/2017 mit starken Leistungen beim Einzug in das Champions League Final Four und auf dem Weg zum eingangs beschriebenen Titelgewinn.

Daher schmerzte es die Verantwortlichen des Hauptstadtclubs, als das Berliner Eigengewächs anschließend die Chance ergriff und sich den Traum vom Ausland erfüllte. "Ich wollte neue Reize setzen und denke, dass es die richtige Entscheidung war, wenn ich meine Entwicklung seitdem betrachte", erklärt Schott heute. In seinem ersten Auslandsjahr bei Powervolley Mailand (ITA) kam er unter Bundestrainer Andrea Giani noch nicht vollends zum Zug, verbesserte sein Spiel jedoch auch ohne viel Einsatzzeit. Der nächste große Schritt folgte im Trikot von Trefl Danzig. Mit den Polen brillierte er unter anderem in der CEV Champions League, wo man im Viertelfinale erst im "Golden Set" an der Sensation gegen Zenit Kasan vorbeischrammte. Zuletzt schlug Ruben Schott weiterhin in der PlusLiga als ligaweit bester Annahmespieler der abgelaufenen Saison bei AZS Olsztyn auf.

Nun war es für Verein und Spieler an der Zeit, die Rückkehr des inzwischen 26-Jährigen voranzutreiben. Die BR Volleys wollten ihren "Berliner Jungen" zurück und auch Schott hatte Sehnsucht nach seiner Heimat: "Es fühlt sich sehr gut an, zurück zu Hause zu sein. Ich bin bereit, viel Verantwortung zu tragen und eine wichtige Rolle im neuen Team einzunehmen." Geschäftsführer Kaweh Niroomand sieht in Schott mehr als nur einen erstklassigen Volleyballer und ist entsprechend glücklich über die Verpflichtung: "Es ist immer schön, wenn Spieler den Weg zurück zu uns finden. Ruben hat sich in seinen Jahren im Ausland hervorragend entwickelt. Er hat die Fähigkeiten, um ein Leistungsträger der Mannschaft und eine Identifikationsfigur des Vereins zu werden."

Für zwei Jahre hat Schott unterschrieben, wobei Niroomand ergänzt: "Wenn es nach uns geht, würden wir Ruben noch lange Zeit im BR Volleys Trikot sehen wollen." Von den Qualitäten des Rückkehrers ist der 68-jährige Manager nämlich längst vollends überzeugt: "Ruben wird uns noch mehr Stabilität bringen. Er ist technisch unheimlich versiert. Seine große Stärke ist die Annahme, im Angriff findet er clevere Lösungen und auch im Aufschlag hat er einen Sprung gemacht. Ruben ist ein kompletter Spieler."

Mehr als 80 Länderspiele hat Schott bereits bestritten, weitere werden im Sommer in der Volleyball Nations League (Start 28. Mai) und bei der Europameisterschaft im September hinzukommen. Dann endlich warten der Volleyballtempel und das Berliner Publikum auf ihn - ein sicher emotionaler Moment: "Ich freue mich darauf, viele Bekannte wiederzusehen und vor Freunden und Familie zu spielen. Ich weiß auch, dass ich hier in Berlin als deutscher Nationalspieler wieder mehr im Fokus stehen werde. Das gehört dazu und auch auf diese Herausforderung freue ich mich."

 

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