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Champions League: Kazan zu stark für die BR Volleys

10.12.2020 • Champions League Autor: 2246 Ansichten

Vielversprechend begonnen, danach der russischen Power Tribut zollen müssen: Gegen Zenit Kazan konnten die BR Volleys nur zwei Sätze mithalten und mussten am Mittwochabend eine 0:3-Niederlage (21:25, 19:25, 18:25) einstecken. Weil das ursprünglich für morgen angesetzte Spiel gegen Jastrzebski Wegiel mit 3:0 für die Berliner gewertet wird, beendet der Hauptstadtclub den ersten Teil der Gruppenphase mit sechs Punkten. Die Fortsetzung folgt vom 09. bis 11. Februar 2021 in Kazan.

Kazan zu stark für die BR Volleys - Foto: Eckhard Herfet

Foto: Eckhard Herfet

Noch vor Beginn des Spiels erreichte die BR Volleys die nächste schlechte Botschaft: Samuel Tuia hat sich am Dienstag bei seinem letzten Aufschlag einen Sehnenriss im linken Fuß zugezogen. Der Außenangreifer wird bis zum Ende des Jahres nicht mehr zum Einsatz kommen können. Die Annahme-Außen-Position stellte sich damit von selbst auf: Cody Kessel rückte wieder in die Startformation, die ansonsten gegenüber dem Sieg am Vorabend gegen Ljubljana unverändert blieb. Die Berliner erwischten einen guten Start in diese Partie gegen den Rekordtitelträger der Königsklasse (8:5). Langsam im Spiel ankommend, begann Kazan im Anschluss aber seine bekannten Stärken im Block auszuspielen und ging beim Stand von 16:17 erstmals in Führung. Coach Cedric Enard versuchte durch eine Auszeit und einen Doppelwechsel noch Einfluss zu nehmen, die "Russischen Riesen" blieben jedoch ganz cool und beendeten den Satz mit einem Ass ihres Topscorers Maxim Mikhailov (21:25).

Die Aufschläge waren es auch, die im folgenden Durchgang den größten Unterschied machten: Während den Hauptstädtern nun zu viele Fehler unterliefen, übte vor allem der dafür extra von Trainerlegende Vladimir Alekno eingewechselte Andre Surmachevskiy mit seiner Serie entscheidenden Druck aus (17:18, 17:23). Die 2:0-Satzführung war danach nur noch Formsache (19:25). Obwohl Sergey Grankin im dritten Satz für Pierre Pujol auf den Court durfte, ließ Kazan anschließend keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie das Spiel in zügig beenden wollten (8:14). Es blieb Superstar Earvin N´Gapeth überlassen, den 3:0-Auftaktsieg für die Russen perfekt zu machen (18:25). Die Niederlage ist für die Gastgeber des ersten von zwei Turnieren der Gruppenphase allerdings kein Beinbruch. Weil Jastrzebski Wegiel nicht nach Berlin reisen durfte, steht der zehnmalige Deutsche Meister zur "Halbzeit" mit sechs Punkten auf Platz zwei in Pool C.

Stimmen zum Spiel
Anton Brehme: "In der ersten Hälfte des ersten Satzes haben wir gut aufgeschlagen, danach haben wir zu viele Fehler gemacht. Dann sind wir auch im Angriff nicht mehr durchgekommen. In einem Spiel gegen das beste Team Europas kann man unglaublich viel lernen. Im Block habe ich sie eigentlich ganz gut gelesen, aber dann verändern sie eine kleine Bewegung und punkten damit, das ärgert mich. Da kommt ihre ganze Erfahrung zur Geltung."

Benjamin Patch: "Das war eine wirklich große Herausforderung. Wir haben unser Bestes gegeben, trotz der Müdigkeit und Erschöpfung nach dem wichtigen Spiel gestern. Wir haben viele Aufschlagfehler gemacht, aber du musst gegen solche Gegner viel Risiko gehen. Die Intention war aber richtig. Samuel Tuia hat uns natürlich nicht nur mit seiner Physis gefehlt, er ist auch ein mentaler Antreiber. Im ersten Satz waren wir nah dran, aber Kazan kam stark zurück. All die Dinge, die um uns herum passieren, die vielen Verletzungen, das Virus usw. machen es erst recht schwer, gegen Zenit zu bestehen."

Kaweh Niroomand: "Das Ergebnis war zu erwarten, Kazan ist eine Weltklasse-Mannschaft. Wenn nötig, konnten sie den Druck erhöhen. Letztlich wurde das Spiel über Aufschlag-Annahme entschieden. Unsere Aufschlagqualität ging herunter, damit machen wir es Kazan zu einfach. Aber am Anfang haben wir gut gespielt, agieren wir im ersten Satz in einigen Aktionen cleverer, hätten wir den auch gewinnen können. Danach waren wir weder in der Annahme noch im Angriff stabil genug. Letztlich war der Sieg gestern aber wichtiger."

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Cody Kessel (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Davy Moraes, Sergey Grankin, Adam Kowalski

Topwerte
Kessel 9 Punkte, 80% Angriffsquote | Carle 9 Punkte, 2 Blocks | Patch 8 Punkte, 1 Block

 

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