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Champions League: Champions-League-Start nach Maß

09.12.2020 • Champions League Autor: Christof Bernier 2001 Ansichten

ACH Volley Ljubljana bleibt ein willkommener Auftaktgegner für die BR Volleys in der CEV Champions League. Wie schon in der letzten Saison gewannen die Berliner gegen die Slowenen in der Max-Schmeling-Halle mit 3:0 (25:20, 25:23, 25:21) und starteten mit voller Punktausbeute in den Wettbewerb. 24 Stunden haben der MVP des Abends, Benjamin Patch, und seine Nebenmänner jetzt Zeit, die Kraftreserven aufzutanken. Dann wartet morgen um 19.30 Uhr das europäische Schwergewicht Zenit Kazan auf die Hauptstädter.

Als die Champions-League-Hymne in der Max-Schmeling-Halle erklang, war das Knistern auch ohne die sonst so elektrisierende Königsklassen-Kulisse spürbar. Davon angestachelt begannen die BR Volleys mit zwei souveränen Bundesligasiegen im Rücken energisch. Besonders Timothée Carle legte bei seinem Champions-League-Debüt los wie die Feuerwehr. Der Franzose punktete aus fast allen Lagen und seine Team-Kollegen taten es ihm gleich (12:8). Während Ljubljana noch nicht voll auf Temperatur war, ließen sich die Berliner im Angriff nicht stoppen. 74 % Erfolgsquote stand zu Buche, als Benjamin Patch den Satzball für die Gastgeber verwandelte (25:20).

Im zweiten Satz verlief das Match deutlich enger. Die Berliner zeigten erste Schwächen in der Annahme sowie in der Block-Abwehr und das Team von Trainer Matija Plesko wusste dies auszunutzen. Hin und her wog dieser Durchgang (6:8, 11:9, 19:21). Als es Spitz auf Knopf stand (23:23), servierte Olympiasieger Éder sein bereits drittes Ass und im Anschluss packte der nächste CL-Neuling Anton Brehme zu (25:23). Vizekapitän Pierre Pujol und seine Mitspieler waren jetzt im Flow und füllten mit ihren Jubelschreien regelmäßig die Weite des Volleyballtempels (7:3, 12:8). Die Vorentscheidung im Match besorgte dann Mittelblocker Brehme mit einer druckvollen Aufschlagserie (20:14). Zum Abschluss stand der Berliner Dreierblock und der fünfte Sieg im fünften Königsklassenspiel gegen die Slowenen war perfekt (25:21).

Nach dem Auftakterfolg wartet morgen die ungleich schwerere Aufgabe gegen den Rekordsieger des Wettbewerbs, die Überflieger von Zenit Kazan. Das BR Volleys-Team, bei dem sich Samuel Tuia beim Matchball-Jubel verletzte (Diagnose steht noch aus), muss zügig seine Kräfte sammeln, um dem russischen Starensemble Paroli bieten zu können.

Stimme zum Spiel
Anton Brehme: "Ich war schon nervös, aber das bin ich eigentlich vor jedem Spiel. Es hat sehr viel Spaß gemacht, weil wir heute im Angriff und in der Block-Abwehr sehr gut eingestellt waren. Im Aufschlag wollten wir voll draufgehen, da passieren teilweise aber immer noch zu viele Fehler. In den letzten Tagen haben wir unseren Teamspirit wiedergefunden und spielen mit viel Energie. Vor Kazan habe ich keine Angst, sondern einfach nur Bock, mich mit denen zu messen."

Kaweh Niroomand: "Das war ein guter Auftakt, Pierre Pujol hat das heute einmal mehr überragend gelöst. Je häufiger er spielt, desto mehr Sicherheit bekommt er. Jetzt müssen wir hoffen, dass Samuel Tuia sich nicht schwerer verletzt hat. Im Endeffekt tritt genau das ein, was ich immer gesagt habe: Man kann in diesem Jahr nichts planen."

Pierre Pujol: "Mein Knie ist in Ordnung, der Daumen schmerzt etwas. Aber das hier ist Champions League, da willst du spielen und das Team führen. Wir finden langsam zu unserem Volleyball, heute haben wir einen guten Schritt gemacht. Wir werden morgen richtig kämpfen, das kann ich versprechen. Dann werden wir sehen, was dabei herauskommt."

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Anton Brehme (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Renan Michelucci, Davy Moraes

Topwerte
Patch 16 Punkte, 2 Blocks | Carle 14 Punkte, 3 Asse | Éder 8 Punkte, 3 Asse, 83 % Angriffsquote

 

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