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Ohne Durchschlagskraft in Danzig

Champions League: Ohne Durchschlagskraft in Danzig

20.12.2018 • Champions League • Autor: Christof Bernier 463 Ansichten

In der Gruppe D der CEV Champions League stehen die Uhren nach zwei Spieltagen auf null. Nachdem am Dienstag Greenyard Maaseik drei Punkte gegen PGE Skra Belchatow einfuhr, gelang gleiches Trefl Gdanks am Mittwochabend in der Ergo Arena gegen die BR Volleys. Trotz der Unterstützung einer treuen Schar des Fanclubs „7. Mann“ waren die Berliner dem Team von der Ostseeküste in allen Belangen unterlegen und verloren mit 0:3 (24:26, 19:25, 18:25) gegen Ruben Schott & Co.

Die BR Volleys erwischten in ihrem zweiten Gruppenspiel der Königsklasse einen guten Start. Mit sicherer Annahme gaben Samuel Tuia, Adam White und Nicolas Rossard Jan Zimmermann die Möglichkeit, seine Angreifer entsprechend zu bedienen. Die Mitte mit Nicolas Le Goff und Jeffrey Jendryk funktionierte zunächst und Diagonalangreifer Benjamin Patch arbeitete sich ins Match (6:3). Ein Block des US-Amerikaners und ein Ass zuvor von White bedeuteten die Führung (9:5). Der Ex-Berliner Schott brachte Trefl aber mit einer starken Aufschlagserie wieder zurück (12:12) und ab diesem Moment war es ein offener Schlagabtausch (16:16, 21:21). Gute Breakchancen ließen Zimmermann & Co durch kleine Abstimmungsfehler liegen und White blieb in der Crunchtime im Dreierblock hängen (21:23). Zwei Satzbälle wehrten die Berliner ab, beim dritten waren sie machtlos (24:26).

Vorerst schenkten sich die Teams auch im zweiten Satz nichts, wobei die Gastgeber stets den Tick wacher in der Abwehr wirkten (5:5, 9:9). Dann drückte wieder Schott mit dem Service aufs Tempo. Moritz Reichert kam für Tuia und erst Le Goff holte den Deutschen per Block weg von der Aufschlaglinie (13:17). Der großgewachsene Außenangreifer Milosz Hebda stellte die BR Volleys vor akute Probleme (16:23) und so änderte auch ein weiteres Ass von White nichts mehr am nächsten Satzverlust (19:25).

Mit Reichert und Kyle Russell ging es in den dritten Durchgang, in dem Zuspieler Zimmermann die ersten beiden Punkte für sein Team selbst machte (2:1). Die BR Volleys legten vor (7:5), doch Diagonalangreifer Muzaj fing den Deutschen Meister wieder ab (12:12). Die Fehler im Angriff häuften sich nun beim Team von Cedric Enard und so hatte es Danzig nicht schwer, davonzuziehen (14:17). Die Hereinnahme von Dustin Watten konnte der BR Volleys Annahme auch keine neue Sicherheit geben und Russells gelegter Ball in den polnischen Block begrub die Hoffnungen auf ein Comeback (17:22). Der Champions-League-Abend endete mit einem letzten Eigenfehler der Gäste (18:25).

Cheftrainer Enard fand nach Spielende deutliche Worte: „Die Zahlen sprechen für sich. Unsere Angriffseffizienz war heute indiskutabel. Es hapert am Zusammenspiel zwischen Jan und seinen Angreifern. 50 Prozent Angriffsquote über die Mitte sind z. B. einfach zu wenig. Wir müssen aus der Annahme heraus konstanter werden.“ Auch seine Wechsel griffen nicht, wie der Franzose zugab: „Der Block der Polen machte Samu das Leben schwer, darum habe ich Moritz gebracht. Doch er fand nicht ins Spiel und man merkt ihm an, dass er nach seiner Verletzung noch nicht bei 100 Prozent ist. Es war eine verdiente Niederlage, die wir hier heute einstecken mussten.“ Damit haben in Pool D der CEV Champions League nun alle vier Teams drei Punkte und für die Hauptstädter geht der Spielbetrieb am Sonntag (23. Dez um 16.00 Uhr) daheim gegen die SVG Lüneburg weiter.

 

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