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Das Beste aus dem Worst Case machen

Sitzvolleyball: Das Beste aus dem Worst Case machen

12.07.2018 • Sitzvolleyball • Autor: DVV 577 Ansichten

Wer Lospech in die Internetsuche eintippt, könnte auf die Seite der deutschen Sitzvolleyball-Nationalmannschaft gelotst werden: Mit Paralympics-Sieger Iran und Europameister Russland warten auf das junge Team die wohl besten Mannschaften der Welt schon in der Vorrunde. Trainer Michael Merten blickt der Weltmeisterschaft vom 15. bis 22. Juli in den Niederlanden dennoch positiv entgegen – auch wenn es mehrere Fragezeichen gibt.

„Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung mit sehr guten Resultaten“, sagt Merten, der die Mannschaft nach Platz sechs bei den Paralympics in Rio de Janeiro übernommen hatte. Die WM-Teilnehmer Polen, Niederlande und Kroatien sind besiegt worden, nur gegen die Ukraine gab es eine Niederlage. Bei der Generalprobe, dem Theodor-Zühlsdorf-Cup in Leverkusen, lieferte sich die deutsche Auswahl spannende Duelle mit einem Allstar-Team sowie dem WM-Gastgeber.

Zwölf Akteure hatte Merten ursprünglich nominiert, für zwei kommt die WM aber noch zu früh: Theo Koch und Stefan Schu mussten beide operiert werden und sind nicht rechtzeitig fit geworden. Auf Nachnominierungen verzichtete der Cheftrainer aus diversen Gründen, sodass nur zehn Mann am mit ins Nachbarland reisen.

Paralympics-Erfahrung haben davon neben Torben Schiewe nur noch die Leverkusener Dominik Albrecht, Stefan Hähnlein, Mathis Tigler und Lukas Schiwy. „Dominik Albrecht ist unsere Waffe im Angriff, da hoffen wir, dass er zündet“, sagt Merten: „Und wir haben erstmals mit Dominik Seitz einen Libero, wodurch ich mir erhoffe, dass wir spielstärker sind.“

Beim „Super Six“-Turnier im Iran war Deutschland Fünfter geworden, bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr ebenfalls. Eine Platzierung unter den ersten fünf war ursprünglich auch als WM-Ziel ausgegeben worden – doch die Auslosung trübte die Hoffnungen für das Land, das neben den Niederlanden als einziges bei jeder WM dabei war: „Schlimmer hätte es nicht kommen können, das ist der Worst Case“, sagt Merten und fügt hinzu: „Der Ausschluss der russischen Mannschaft für die Spiele in Rio bricht uns jetzt gewissermaßen das Genick.“

Denn: Nach der Setzliste spielen die Teams mit der Nummer zwei, sieben, zehn und 15 in der deutschen Gruppe – und Russland als Europameister ist nur auf zehn gelistet, weil es eben in Rio keine Punkte sammeln konnte. Die Stärke der beiden Teams wird schon daran deutlich, dass sie im „Super Six“-Turnier das Finale bestritten haben, mit dem besseren Ende für den Iran.

Lediglich Japan, den WM-Neunten von 2014, sieht Merten am 18. Juli in Eindhoven als realistisch schlagbar an, doch schon in den ersten beiden Partien am 15. Juli gegen Russland und am 16. Juli gegen den Iran geht es jeweils in Venlo direkt gegen die Topteams – und nur zwei kommen weiter: „So kann es auch sein, dass wir am Ende mit Platz neun zufrieden sein müssen, weil das Viertelfinale einfach nicht machbar war.“

Positive Nachrichten gibt es schließlich auch, denn die Kulisse für die WM-Spiele wird spektakulär. Anders als sonst werden die Partien nicht in Hallen ausgetragen, sondern in Theatern. Zudem finden zeitgleich unter dem Namen „Volley2018“ die Beachvolleyball-Europameisterschaften und die U20-Volleyball-EM in den Niederlanden statt, die Finalrunden von allen drei Events werden am gleichen Wochenende in Den Haag ausgespielt: „Das wird sicher eine tolle Sache, die auch Zuschauer zu uns locken könnte. Die Niederlande ist eine Volleyball-Nation, darauf freue ich mich“, sagt Merten.

WM-Kader

Spieler
Dominik Albrecht (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Fabian Coenen (BSV Ludwigshafen)
Stefan Hähnlein (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Torben Schiewe (MTV Eintracht Celle)
Lukas Schiwy (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Dominik Seitz (BSV Ludwigshafen)
Florian Singer (Dresdner SC 1898)
Mathis Tigler (TSV Bayer 04 Leverkusen)
Francis Tonleu (ohne Verein)
Martin Vogel (TG Nürtingen)

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