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VfB gewinnt Nervenkrimi in Thessaloniki

Champions League: VfB gewinnt Nervenkrimi in Thessaloniki

19.01.2018 • Champions League • Autor: Gesa Katz 460 Ansichten

Der VfB Friedrichshafen bleibt ungeschlagen Tabellenführer des Pool B in der 2018 CEV Volleyball Champions League. Die Häfler gewannen ihr Spiel bei PAOK Thessaloniki mit 3:2 (17:25, 28:30, 25:14, 25:17, 15:9) und zeigten bei ihrem Comeback nach 0:2 Rückstand große Nervenstärke. Vor allem Philipp Collin war mit 22 Punkten und vier Blocks überragender Angreifer des Teams vom Bodensee.

Die Häfler Fans mussten sich im ersten Satz verwundert die Augen reiben. Denn der VfB Friedrichshafen um Athanasios Protopsaltis, David Sossenheimer, Jakob Günthör, Philipp Collin , Bartlomiej Boladz, Simon Tischer und Markus Steuerwald begann ungewöhnlich nervös. Eine unsichere Annahme machte es Zuspieler Tischer schwer, seine Angreifer einzusetzen und diese machten außer Boladz zu Anfang kaum direkte Punkte. Zur ersten technischen Auszeit stand es 6:8, zur zweiten sogar 9:16 aus Häfler Sicht.

Immer wieder war es Mittelblocker Panagiotis Pelekoudas, der Vital Heynen an der Seitenlinie zum Kochen brachte. Erst schlug er das Ass (4:7), setzte zum 9:15 und 9:16 noch zwei Servicewinner oben drauf und blockte Boladz zum 10:18. Auch der erst am Montag verpflichtete Diagonalangreifer Nikolai Uchikov machte vor allem die schwierigen Bälle für PAOK. Heynen wechselte Kevorken und Takvam für Günthör und Protopsaltis. Doch erst beim 14:24 bekamen die Häfler ihre Chancen, blockten ebenfalls und Takvam schlug das Ass. Das 17:25 konnte der Tabellenführer von Pool B allerdings nicht verhindern.

Auch im zweiten Durchgang waren aus Häfler Sicht die Rollen falsch verteilt. Friedrichshafen brachte die Angriffe nicht ins gegnerische Feld und PAOK hatte die Hände an fast jedem Ball. 10:13 lag der VfB schnell zurück. Dann machte Tischer es selbst und Heynen gewann die anschließende Challenge. Schließlich kam auch Protopsaltis durch, der bis zu diesem Zeitpunkt nur einmal punkten konnte. Friedrichshafen kämpfte sich heran und Tischer blockte zum Ausgleich (18:18). Das Momentum schien auf Seiten der Deutschen, als Sossenheimer den Ball zum Satzball in das Feld der Griechen drosch (24:23). Doch PAOK glich aus, erarbeitete sich selbst Satzbälle und Collin stieg beim Stand von 28:29 nach oben. Er schlug den Ball knapp neben das Feld, deutlich von einem Griechen berührt. Doch die anschließende Challenge, die fast vier Minuten dauerte, ging negativ für Friedrichshafen aus. PAOK holte sich Satz zwei mit 30:28.

Der Satz war weg, das Momentum aber noch auf Seiten des VfB. Denn nach diesem kuriosen Satzende war das Team angefressen. Collin schlug das Ass, Günthör blockte Pelekoudas und plötzlich fand der VfB zu alter Stärke zurück. Die Aufschläge kamen druckvoller, sodass auch der überragende Uchikov nicht mehr verwandeln konnte und die Häfler holten sich Punkt um Punkt. Nach einem langen Ballwechsel verwandelte Protopsaltis geschickt mit der linken Hand und Collin, Sossenheimer, Kevorken und erneut Collin sattelten ein paar Punkte oben drauf (20:12). Wiederum war es Collin, der noch einmal zum Block ansetzte. 25:14 stand es für die Deutschen am Ende von Satz drei.

Philipp Collin blieb weiter der dominierende Angreifer auf dem Feld und war zum Ende des vierten Durchgangs mit 14 Punkten Thessalonikis Uchikov (15) auf den Fersen. Die Häfler hielten die Konzentration oben, ließen PAOK nur bis zum 4:4 mitspielen und zogen dann davon (7:5, 12:8). Als Kevorken dann auch Uchikov im Block zu fassen bekam, war der vierte Durchgang fast schon in trockenen Tüchern. 25:17 stand es am Ende durch einen Schnellangriff Günthörs durch die Mitte. Die Entscheidung musste im fünften Durchgang her.

Ausgerechnet jetzt kamen die Fehler bei Friedrichshafen zurück. Drei an der Zahl brachten Thessaloniki mit 3:0 in Führung. Bis zum 2:5 liefen die Häfler diesem Rückstand hinterher, ehe Uchikov den Ball ins Aus schlug und Protopsaltis einen schwierigen Ball auf die griechische Seitenlinie setzte. Immer wieder setzte Tischer Collin ein, der ein weiteres Mal blockte und das 12:9 für Friedrichshafen markierte. Boladz sorgte für den Matchball und der inzwischen sehr müde wirkende Bulgare Uchikov setzte gleich den ersten Matchball ins Aus. Friedrichshafen drehte nicht nur das Spiel, sondern auch Satz fünf (15:9) und nimmt zwei Punkte aus Griechenland mit an den Bodensee.

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