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DVV-Frauen siegen im Thriller

DVV: DVV-Frauen siegen im Thriller

30.05.2015 • DVV • Autor: DVV 1319 Ansichten

Der entthronte Titelverteidiger Deutschland hat sich mit einem Sieg vom Volleymasters in Montreux verabschiedet. Die Schmetterlinge triumphierten in ihrem Platzierungsspiel gegen die Dominikanische Republik in einem wahren Thriller mit 3:1 (25:19, 27:29, 26:24, 28:26). Damit beendete das Team des neuen Bundestrainers Luciano Pedullà das Saisonauftaktturnier der weltbesten Teams auf Platz fünf. Punktbeste Spielerinnen waren Saskia Hippe und Louisa Lippmann (jeweils 16)

Die deutschen Volleyballerinen fahren damit mit einer ausgeglichenen Bilanz von je zwei Siegen und Niederlagen von der Premiere des neuen Chefcoachs nach Hause. In der Vorrunde hatte es zuvor einen 3:1-Sieg gegen Italien und zwei 1:3-Niederlagen gegen Japan und die Türkei gegeben. Im Vorjahr hatte Deutschland mit seinem Topteam sensationell den ersten Turniersieg in Montreux gefeiert.

Diesmal fehlen die Leistungsträgerinnen Margareta Kozuch , Maren Brinker , Kathleen Weiß , Heike Beier oder auch die aus der Auswahl zurückgetretene Christiane Fürst beim traditionellen Saisonauftaktturnier der besten Teams der Welt. Deshalb setzte Pedullà auf eine verjüngte Mannschaft.

Schon bis zum Spielbeginn um 14 Uhr war es ein Samstag voller Überraschungen gewesen. Erst sagte Angelina Hübner im Hotel Hallo, dann ging die Anreise zur Wettkampfhalle unter großem Hallo mit zwei kleinen Booten über die Bühne. Die Straßen waren durch einen Umzug für das "Narzissen-Fest" blockiert.

Bundestrainer Luciano Pedullà setzte wieder auf Saskia Hippe auf der ungewohnten Außenangreifenposition, hatte sein Team gegenüber der Niederlage gegen Japan (1:3) ansonsten aber auf zwei Positionen umgestellt. Jana-Franziska Poll kam in Montreux zum ersten Mal von Beginn an zum Einsatz für Laura Weihenmaier . Im Zuspiel spielte erstmals Denise Hanke für Mareen Apitz , die laut Statistik die beste Spielmacherin der Vorrunde war.

Die Umstellungen erzielten zu Beginn des ersten Durchgangs sofort Wirkung beim sieglosen Team von der Karibik-Insel. Hanke glänzte mit einem Überraschungsangriff und variablen Zuspielen, Anja Brandt mit gefährlichen Aufschlägen. So stand es bei der ersten technischen Auszeit 8:2.

Das deutsche Team nahm stark an, der Block mit der erneut starken Wiebke Silge stand am Netz wie eine Mauer, der Gegner leistete sich viele Fehler - so setzte sich das deutsche Team immer weiter ab. In der Endphase des Satzes wechselte Pedullà auch die blutjunge Marie Schölzel ein, die mit zwei gelungenen Schnellangriffen Anteil an der 1:0-Satzführung hatte.

Auch im zweiten Durchgang blieb das deutsche Team konzentriert. Vor allem Jana-Franziska Poll und Saskia Hippe punkteten aus teils schwierigen Situationen. Der Gegner fightete, versuchte sogar einmal per Fallrückzieher den Ball ins deutsche Feld zurückzubringen, aber Hanke verteilte die Bälle klug und so konnten die Angreifer immer wieder punkten. 22:16 führte die deutsche Mannschaft, doch plötzlich entschärfte wie aus dem Nichts der Block des Karibik-Teams eine deutsche Attacke nach der anderen. Das deutsche Team hatte trotzdem vier Satzbälle, doch konnte keinen nutzen. Die Frauen aus der Dominikanischen Republik machten es bei besser - mit einem Block bei ihrem ersten Satzball machten sie den völlig unnötigen Satzverlust für die Deutschen perfekt.

Die Schmetterlinge zeigten sich vor über 1000 begeisterten Fans in der Halle zunächst unbeeindruckt - und lagen im dritten Durchgang dank Abwehraktionen von Lenka Dürr und starker Attacken von Saskia Hippe zu Beginn stets in Führung. Doch dann leisteten sich die Frauen in den weißen Trikots einfach zu viele (Aufschlag)Fehler und gerieten nach einer starken Aufschlagserie des Gegners mit 12:16 in Rückstand. Der Kampfgeist stimmte jedoch - die eingewechselte Laura Weihenmaier sorgte mit einer starken Aufschlagserie beim 18:18 wieder für den Ausgleich. Starke Aufschläge und gute Blockaktionen brachten das 23:19, doch erneut kassierten die zitternden Deutschen beim 23:23 den Ausgleich. Diesmal hatten sie jedoch das bessere Ende für sich: Beim zweiten Satzball flog ein Angriff des Karibik-Teams ins Aus.

Im vierten Satz kamen Schölzel und Lippmann zurück ins Spiel. Die Diagonalangreiferin brachte einige krachende Angriffe auf den Boden. Allerdings gab es auch viele Fehler in Annahme und Aufschlag, so dass die Dominikanische Republik bis zum 17:14 ständig in Führung lag. Dann kam wackelte die Annahme des Gegners bei den Aufschlägen von Anja Brandt , die das 18:17 für Deutschland brachten. Es gab jede Menge Aufregung bei langen Ballwechseln und unglücklichen Entscheidungen des Referees. Der Kampfgeist aber stimmte: Aus einem 20:23 machte das deutsche Team ein 24:23 und nutzte schließlich in einem wahren Thriller seinen vierten Matchball zum Sieg. Es war ein Happyend in Montreux.

Stimmen zum Spiel

Luciano Pedullá: "Das war ein sehr gutes Match in Sachen Emotionen, daraus können die Mädels Selbstvertrauen schöpfen. Der Kampfgeist hat uns heute den Sieg gebracht. Wir haben aber auch zu viele Fehler im Aufschlag und Annahme gemacht. Denise hatte es im Zuspiel auch schwer, schließlich hat sie das erste Mal in diesem Jahr mit einem neuen Team gespielt und ich habe viel experimentiert. Insgesamt bin ich mit einigen Dingen zufrieden: Mit Platz fünf haben wir nach dem Sieg im letzten Jahr das zweitbeste Resultat erreicht. Wir haben aber auch noch viel Arbeit vor uns."

Saskia Hippe : "Es hat Spaß auf der ungewohnten Position gemacht, ich hatte auch in der Annahme ein ganz gutes Gefühl. Uns fehlt noch die Konstanz. Wir haben gute Spielzüge dabei, dann klappt wieder etwas nicht so gut. Aber wir hatten auch schwere Beine, schließlich haben wir viel trainiert. Mit unserem neuen Bundestrainer ist es etwas ganz anderes und wir müssen uns sicher alle aneinander gewöhnen. Aber jeder Wechsel bringt Gutes mit sich."

Lenka Dürr : "Der Sieg war ein schöner Abschluss. Wir waren kämpferisch stark und in den entscheidenden Phasen der Sätze richtig mutig. Anders hätten wir es auch nicht drehen können. Für den Anfang war dieses Turnier gut zum Lernen und Kennenlernen. Wir haben uns schrittweise verbessert, Stimmung und Teamgeist waren immer gut."

Startformation Deutschland: Denise Hanke , Louisa Lippmann , Anja Brandt , Wiebke Silge , Jana-Franziska Poll , Saskia Hippe , Lenka Dürr .

Die deutschen Spiele in Montreux, Platzierungsspiel: Deutschland - Dominikanische Republik 3:1 (25:19, 27:29, 26:24, 28:26). Vorrunde: Deutschland - Italien 3:1 (25:20, 25:15, 21:25, 25:23), Deutschland - Türkei 1:3 (25:17, 22:25, 17:25, 14:25), Deutschland - Japan 1:3 (27:25, 17:25, 20:25, 24:26),

Der 12-er Kader für Montreux: Anja Brandt , Saskia Hippe , Laura Weihenmaier , Jennifer Geerties , Jana-Franziska Poll , Denise Hanke (Schweriner SC), Linda Dörendahl , Wiebke Silge (USC Münster) , Louisa Lippmann (Dresdner SC) , Marie Schölzel (VC Olympia Berlin), Mareen Apitz (Cannes/FRA) , Lenka Dürr (Azeryol Baku/AZE)

Bundestrainer Luciano Pedulla
Co-Trainer Davide Carli
Co-Trainer/Scout Riccardo Boieri
Physiotherapeut Felicitas Kreutzer
Teammanager Michael Döring
Journalist Lars Becker

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