VCO-Damen verlieren mit 2:3 gegen die TUSA City Girls Düsseldorf, gewinnen aber wichtigen Punkt OSNABRÜCK (pv). Einen Punkt gewonnen oder ein bis zwei Punkte verloren? Ist das Glas halb leer oder halb voll?
Julia Bartholomaeus (l.) und Isabelle Liebchen (r.) bekamen die MVP-Medaillen von Bennett Poniewaz. (Lizenz: kostenfreies Nutzungsrecht für private Zwecke mit Urheberangabe) (Foto: Martin König)
OSNABRÜCK (pv). Einen Punkt gewonnen oder ein bis zwei Punkte verloren? Ist das Glas halb leer oder halb voll? Diese Fragen konnten sich am Samstagabend die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück nach der 2:3 ( 25:20, 25:27, 22:25, 25:22, 3:15) -Niederlage gegen den Tabellenfünften TUSA City Girls Düsseldorf stellen, denn nach einem starken ersten Satz und einem er kämpften 2:2-Satzausgleich wäre vor heimischem Publi k um durchaus mehr drin gewesen Nach einer "glatten Rutsche" (3:15) im Tiebreak war die Stimmung abe r dann doch etwas im Keller. Immerhin dürften sich d ie Mienen schnell wieder etwas aufgehellt haben, die VCO-Damen beenden nämlich die Hinrunde der 2. Liga Nord dank des Punktes mit 14 Zählern auf Rang acht und dürfen so hoffnungsvoll in die Rückserie gehen. Mit der MVP-Silber medaille auf Osnabrücker Seite wurde Libera Julia Bartholomaeus ausgezeichnet.
KRAUS: " MEHR WAR HEUTE NICHT DRIN"
VCO-Trainer Gunnar Kraus musste die zweite Niederlage hintereinander zur Kenntnis nehmen und grübelte insbesondere über den Spannungsabfall im Tiebreak, der ein wenig an d as 0:3 vor Weihnachten in Emlichheim erinnert hatte. Insgesamt passt aber die Entwicklung, jedoch hatten diesmal Leistungsschwankungen bei den verschiedenen Sätzen einen Sieg zunichte gemacht. Düsseldorf präsentierte sich über eine Spieldauer von 112 Minuten deutlich konstanter - ohne jedoch überaus spektakulär zu spielen.
"Wir haben geradeso einen Punkt gewonnen, mehr hat die aktuelle Verfassung leider nicht zugelassen, mehr war nicht drin", war Kraus mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft trotzdem zufrieden. "Die wenigen Trainingseinheiten nach Weihnachten haben aber nicht ausgereicht, um nach der Pause schnell wieder auf Zweitliganiveau zu kommen. Düsseldorf hat sich nach ebenfalls nicht so gutem Start gefangen und dann guten, schlichten Volleyball gezeigt, was letztlich zum verdienten Sieg geführt hat."
Der Blick richtet sich bei Gunnar Kraus und seinem Trainerkollegen Philippe Quistorff nun bereits Richtung kommenden Samstag und dem ersten Spiel der Rückrunde zuhause gegen Schwerin II. "Unser Selbstbewusstsein steht manchmal auf tönernden Fü ße n, da müssen wir unbedingt dran arbeiten, wie man heute im Tiebreak gesehen hat", so Kraus, der mit der Abwehrleistungen und den Aufschlägen seine r Mädels nicht so zufrieden war. " Schade, dass wir noch nicht weiter sind, aber es ist trotzdem allzu normal, wir sind Aufsteiger. Wir gehen jetzt in eine intensive Trainingswoche und werden besonders an die Stärken der Mädels appellieren."
KAMPFBETONTE PARTIE OHNE HAPPY END
Nach dreiwöchiger Spielpause war beiden Teams die fehlende Trainings- und Spielpraxis anzumerken, womit die VCO-Damen zunächst besser zurechtkamen. Insbesondere Zuspielerin Maya Sendner setzte im ersten Satz viele Akzente per Zuspiel, Aufschlag oder Block. Die Gäste vom Rhein produzierten derweil etliche leichte Fehler und gerieten so über 4:7, 8:13 und 15:20 entscheidend ins Hintertreffen. Mittelblockerin Lisa Lammers beendete schließlich den ersten Durchgang mit einem Gewaltschlag für eine bis dato gut funktionierende VCO-Mannschaft zum 25:20.
Im zweiten Satz stabilisierte Düsseldorf sein Spiel, beide Teams kämpften nun um jeden einzelnen Punkt. M al lag der eine knapp vorne, mal der andere. Osnabrück hatte in Lammers´ Blockqualitäten und kämpferischen Einstellung einen Faustpfand, Düsseldorf baute auf Angreiferin Jana Ritter, Mittelspielerin Lisa Rothfuchs und Diagonalangreiferin Sophie Mertens. Nach zwei von Osnabrück abgewehrten Satzbällen beim 23:24 und 24:25 behielten die Gäste am Ende verdient mit 27:25 die Oberhand - 1:1-Satzausgleich.
Nun hatten sich de Gäste freigeschwommen. Beim VC O snabrück ging die Formkurve weiter nach unte n - Fehlaufschläge, Abstimmungsschwierigkeiten erschwerten ein flüssiges Spiel. Zwar verkürzten die Gastgeberinnen zweimal ein en Rückstand auf 13:14 und 21:23, die gute Abwehrarbeit von Düsseldorf setzte sich letztlich aber durch und brachte durch ein 25:22 eine 2:1- Gäste-S atzführung. In Abschnitt vier ließ sich Osnabrück trotz verkrampften Spiels nicht abschütteln und wurde am Ende Dank einer aufdrehenden Lea Koopmann, Merit Dresing und Maja Lange sowie einer überzeugenden Aufschlagserie von Maya Sendner durch ein 25:22 und den 2:2-Satzausgleich belohnt.
Danach war der Akku aber endgültig leer an diesem Abend und Düsseldorf hatte leichtes Spiel. Mit 15:3 im Tiebreak und einem verdienten 3:2-Auswärtssieg durften die Gäste gut gelaunt die Heimreise durch das winterliche Nordrhein-Westfalen antreten. Die MVP-Goldmedaille erschmetterte sich Außenangreiferin Isabelle Liebchen, die nach ihrer Einwechselung f ri schen Wind in s T eam der City Girls gebracht hatte.
RÜCKRUNDE STARTET GEGEN SCHWERIN II
Die Hinserie ist somit beendet, am kommenden Wochenende wartet auf die VCO-Damen bereits der Rückrundenauftakt gegen den Schweriner SC II. Der Bundesliganachwuchs gastiert dabei am Samstag, 17. Januar um 19.30 Uhr in der Schlosswallhalle in Osnabrück.


