Starker Jahresauftakt beim 3:0 gegen Ludwigsburg Draußen Winter-Wunderland - und drinnen Volleyball-Fest: Mit dem 3:0 (25:16, 25:19, 25:14)-Heimsieg gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg feierte die SVG Lüneburg einen perfekten Start ins Jahr 2026.
Mit einer Vier-Asse-Serie im Fokus: Christopher Byam avancierte zum Topscorer. (Lizenz: kostenfreies Nutzungsrecht für redaktionelle Zwecke mit Urheberangabe) (Foto: SVG/A. Höfel)
Starker Jahresauftakt beim 3:0 gegen Ludwigsburg
Draußen Winter-Wunderland - und drinnen Volleyball-Fest: Mit dem 3:0 (25:16, 25:19, 25:14)-Heimsieg gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg feierte die SVG Lüneburg einen perfekten Start ins Jahr 2026.
"Wir sind sehr zufrieden mit der Performance, viele Dinge haben gut geklappt", war der Sportliche Leiter Bernd Schlesinger nach dem 67-minütigen Schnelldurchgang zufrieden. "Die Mannschaft hat sich in einen Rausch gespielt."
In der Tat sahen die 3.200 Fans in der erneut ausverkauften LKH Arena ein spannendes Spiel gegen den Aufsteiger und Tabellensechsten. Der hielt zunächst gut mit, kam im ersten Satz auch nach Rückständen wieder heran. Bis zum 13:13 hielten die Barock Volleys den Satz offen, verbuchten sogar die um sechs Prozent bessere Angriffsquote (50:56 %).
SVG mit Neun-Punkte-Serie voll da
Doch dann drehte die SVG auf - und wie! In einer Aufschlagserie von Daniel Gruvaeus holten die LüneHünen neun Punkte in Folge, setzten sich auf 22:13 ab. Und das überzeugend: Jede Aktion wurde zum Wirkungstreffer gegen die Comeback-Ambitionen der Gäste. Schon bei Jackson Howes Angriff (16:13) jubelten die Fans euphorisch, bei Jesse Elsers folgendem Block (17:13) schien die SVG die Kontrolle endgültig übernommen zu haben.
Die LüneHünen waren jedoch nicht zu bremsen - auch nicht von einer Ludwigsburger Auszeit nach einem Howe-Block. Der Kanadier legte gleich nach und machte beim 19:13 seinen dritten Blockpunkt. Als Gruvaeus auch die erste lange Rally des Spiels mit einem platzierten Angriff abschloss, hallte nur noch Jubel über die Ränge. Erst Ludwigsburgs Diagonaler und bester Scorer Nyherowo Omene, den die SVG im Spielverlauf gut im Griff hatte, stoppte den Lauf der Gastgeber (22:14). Christopher Byam machte per Angriff den Satzgewinn klar.
Der Start in den zweiten Satz wurde zur Dublette des ersten Abschnitts: Die SVG setzte sich ab (6:2), Ludwigsburg kam wieder heran. Die Gäste profitierten von seltenen Fehlern im SVG-Spiel und blieben zunächst im Rennen (9:9, 12:12, 15:15). Die erste Gäste-Führung des Satzes verhinderte eine erfolgreiche Blocktouch-Challenge von SVG-Chefcoach Stefan Hübner - 17:16 statt 16:17. Elsers Ass (19:16) wurde zum Wirkungstreffer vor dem Start in die Crunchtime. Die SVG ließ sich die Führung nicht mehr nehmen, Santeri Välimaa sicherte mit einem Ass (25:19) den zweiten Satzgewinn.
Byam und Elser sorgen für Highlight-Momente
Der SVG-Express war nun nicht mehr zu stoppen. Als die Gäste sich erneut an eine Führung der Hausherren heranrobbten (7:6), stand Christopher Byam im Mittelpunkt. Der Diagonalangreifer legte vier Asse in Folge hin und einen fünften Punkt per Angriff nach, stellte fast im Alleingang auf 13:6. Un-fass-bar, die Fans in der LKH Arena feierten die ersten Highlight-Momente des Jahres.
Doch die LüneHünen hatten noch nicht genug. Jesse Elser legte ebenfalls eine Punkteserie drauf, baute die Führung per Angriff und mit drei Assen auf 20:8 aus. Allein 10:2 Asse in der Schlussbilanz waren, ebenso wie 8:3 Blockpunkte und eine Angriffsquote von 57:29 Prozent, ein Beleg für die Konsequenz der LüneHünen, bei denen in einem starken Teamauftritt vieles beeindruckend lief. Hübner wechselte Neo Laumann ein, der per Zuspiel gleich für Howes Angriff auflegte - 22:10, die SVG wie aus einem Guss. Byam drückte einen Ball clever ins Feld der Gäste, zwei Ludwigsburger Aufschlagfehler sorgten für den Schlussstrich unter den verdienten Sieg der Gastgeber.
"Wir waren diesmal besser vorbereitet", zog Bernd Schlesinger einen Vergleich zum knappen 3:2-Sieg der SVG zum Saisonauftakt. "Ich habe mir deshalb während des Spiels wenig Sorgen gemacht."
Als MVP wurde Christopher Byam gekürt. Der Diagonalangreifer war mit 16 Punkten auch Topscorer, gefolgt von Elser und Howe (je 14) und Ludwigsburgs Omene (11).
SVG: Elser, Kunstmann, Välimaa, Gruvaeus, Howe, Byam - Takahashi; eingewechselt: Larsen, Laumann
Weitere Stimmen zum Spiel:
Christopher Byam (SVG): "Das Spiel? Großartig! (lacht) Wir haben unser bestes Volleyball gespielt, haben uns nicht damit beschäftigt, was auf der anderen Seite passiert. Wir haben alles kontrolliert und das Spiel als Team einfach genossen. Wir wussten, dass sie ein guter Gegner sind, dass es schwer werden könnte. Aber wir hatten einfach die Überzeugung, dass wir gewinnen. Und an so eine Ass-Serie von mir kann ich mich echt nicht erinnern (lacht). Es ist immer gut, den Rhythmus so zu spüren. Das hat Spaß gemacht."
Hasse Mattila (Chefcoach Barock Volleys): "In den ersten zwei Sätzen hatten wir unsere Chancen. Aber es ist uns nicht gelungen, unseren Game-Plan umzusetzen. Unsere Angriffe waren nicht gut genug, wir haben keine gute Block-Abwehr-Positionen gefunden. Und im dritten Satz hatten wir einfach keine Chance mehr. Sie haben einfach richtig gut aufgeschlagen - gut gemacht von Lüneburg! Sie haben gezeigt, warum sie im Moment ein Top-Team sind."
(gm)


