Freiburg (JM). Nach einem intensiven und umkämpften Baden-Derby mussten sich die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe auswärts beim FT 1844 Freiburg denkbar knapp mit 2:3 geschlagen geben. In einer Partie mit mehreren Wendungen und starken Phasen auf beiden Seiten entschieden die Gastgeber den fünften Satz für sich (17:25, 25:20, 21:25, 25:21, 12:15). Karlsruhe zeigte große Moral, kämpfte sich nach Rückständen mehrfach zurück, wurde am Ende aber nicht mit mehr als einem Punkt belohnt.
BADEN VOLLEYS erkämpfen sich einen Punkt in Freiburg (Foto: Jasmina Frauendorf)
Trainer Guido Görtzen vertraute erneut seiner zuletzt überzeugenden Starting Six um Zuspieler Denir Hadzic und Diagonalangreifer John Obi. Freiburg erwischte jedoch den deutlich besseren Start, nahm Obi früh ins Visier und blockte den Karlsruher Hauptangreifer gleich mehrfach. Die Gäste gerieten schnell in Rückstand (4:8). Auch in der Annahme um Libero Mika Ahmann fehlte zunächst die nötige Stabilität, was die Gastgeber konsequent im Gegenangriff ausnutzten und früh ein erstes Ausrufezeichen setzten (15:8). Trotz Auszeiten und Wechseln fand Karlsruhe keinen Zugriff mehr auf den Durchgang - Freiburg zog souverän davon und entschied den ersten Satz deutlich für sich (25:17).
Mit verändertem Personal - Zuspieler Irizarry und Diagonalangreifer Alexander Benz kamen ins Spiel - präsentierten sich die BADEN VOLLEYS im zweiten Satz deutlich stabiler. Vor allem der Aufschlag setzte Freiburg nun spürbar unter Druck, immer wieder geriet die Annahme der Gastgeber ins Wanken (8:5). Freiburg hielt zwar im eigenen Side-Out dagegen, doch auch Karlsruhe blieb konstant. Zur Satzmitte schienen die Badener endgültig im Spiel angekommen zu sein (14:10). Zwar konterte Freiburg mit gewohnt schnellem Spiel und variablen Angriffslösungen, machte sich das Leben durch einen Rotationsfehler und einige Eigenfehler jedoch selbst schwer. Karlsruhe nutzte diese Phase konsequent, zog zur Crunchtime weg (19:15) und Irizarry beendete den Satz sehenswert mit einem Zuspieltrick zum Ausgleich (25:20).
Mit derselben Formation starteten die Gäste auch in den dritten Durchgang und knüpften zunächst an die Leistung aus Satz zwei an. Freiburg zeigte sich nun jedoch ebenfalls stabilisiert, es entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch auf gutem Niveau (6:6). Karlsruhe setzte die Mittelangreifer um Maximilian König zunehmend erfolgreich ein, doch die Freiburger hatten den Karlsruher Außenangriff nun besser im Griff und erspielten sich wieder eine Führung (13:11). Beide Teams agierten auf Augenhöhe, Freiburg leistete sich in dieser Phase jedoch etwas weniger Eigenfehler und verschaffte sich damit einen kleinen Vorteil zur Crunchtime (20:17). Auch der zum Aufschlag eingewechselte Jannik Brentel, einst im Karlsruher Trikot, sorgte für zusätzliche Probleme - Freiburg nutzte dies zur Vorentscheidung und holte sich den dritten Satz (25:21).
Wer nun dachte, die BADEN VOLLEYS seien geschlagen, wurde eines Besseren belehrt. Mit viel Energie kamen die Gäste aus der Satzpause und überzeugten erneut vor allem von der Aufschlaglinie (7:3). Auch über die Mitte fand Karlsruhe nun wieder häufiger Lösungen, was das Spiel insgesamt variabler machte (12:8). Freiburg versuchte weiterhin, mit schnellem Spiel und kreativen Lösungen dagegenzuhalten, doch Karlsruhe war nun deutlich besser eingestellt (15:11). Die BADEN VOLLEYS bestimmten den Satz in nahezu allen Elementen und sorgten souverän für den verdienten Satzausgleich (25:21).
Im entscheidenden fünften Satz erwischten die Gastgeber den besseren Start und setzten sich früh ab (4:1). Karlsruhe hielt jedoch dagegen, angeführt vom immer stärker aufspielenden Außenangreifer Nimo Benne. Freiburg blieb dennoch präsent und ging mit einer Führung in den Seitenwechsel (8:4). Benne brachte die Gäste mit einem krachenden Block noch einmal auf zwei Punkte heran, doch Freiburg - angeführt von Mittelblocker Charley Figy - antwortete prompt mit eigenen Blockpunkten. In einer engen Schlussphase behielt das Team von Trainer Jakob Schönhagen knapp die Oberhand und entschied den Tiebreak mit 15:12 für sich. Freiburg behält damit zwei Punkte im Breisgau, Karlsruhe nimmt einen verdienten Zähler mit auf den kurzen Heimweg.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den BADEN VOLLEYS nicht. Bereits am kommenden Samstag, 10.01.26 (20 Uhr), steht in der heimischen Halle das nächste wichtige Spiel an - dann ist Dachau zu Gast in Karlsruhe. Und drei Tage später folgt der nächste Kracher. Die WWK Volleys Herrsching mit den ehemaligen Karlsruhern Tobias Hosch, Bastian Korreck und Simon Gallas ist am Dienstag, 13. Januar, 20 Uhr, zu Gast in der Lina-Radke-Halle. Tickets gibt es hier: https://tickets.badenvolleys.ssc-karlsruhe.de/


