Gegen Karlsruhe noch einmal ein Volleyballfest feiern 17 Matches haben die LüneHünen bisher in der Saison 2025/26 wettbewerbsübergreifend absolviert und dabei nur einmal verloren - auswärts. Daheim ist die SVG eine Macht. Zum Ausklang der Bundesliga-Hinrunde soll diese grandiose Bilanz keinen dunklen Fleck bekommen, wenn die Baden Volleys Karlsruhe am Sonntag, 16 Uhr, in der LKH Arena antreten.
Gegen Karlsruhe noch einmal ein Volleyballfest feiern
17 Matches haben die LüneHünen bisher in der Saison 2025/26 wettbewerbsübergreifend absolviert und dabei nur einmal verloren - auswärts. Daheim ist die SVG eine Macht. Zum Ausklang der Bundesliga-Hinrunde soll diese grandiose Bilanz keinen dunklen Fleck bekommen, wenn die Baden Volleys Karlsruhe am Sonntag, 16 Uhr, in der LKH Arena antreten. Zumal es nach vielen Heimspielen vor knapp über oder unter 3000 Zuschauern wohl erstmals heißt: "ausverkauft". 3200 Besucher wollen mit dem Liga-Primus noch einmal ein Volleyballfest feiern und als Tabellenführer ins neue Jahr gehen.
Fokus geht nach kleiner Pause jetzt auf Rest-Saison
Eine komplette Halbserie daheim nur Drei-Punkte-Erfolge: Diese Ausbeute konnte selbst Abo-Meister Berlin noch nicht allzu oft vorweisen. Daher soll die LKH Arena auch im letzten Spiel des Jahres eine Festung bleiben. Nachdem auch die LüneHünen über Weihnachten mal abgeschaltet haben, sind sie nach vier freien Tagen seit Freitag wieder im Training. Mal keine oder kaum Gedanken an Volleyball, stattdessen Familienbesuche, Freundestreffen, Unternehmungen in Europa oder "nur" in Deutschland, oftmals dokumentiert auf Social Media, haben die Köpfe nach eng getakteten Wochen wieder frei gemacht. Nun liegt der Fokus noch einmal ganz auf drei Punkten.
Schon allein wegen der Tabellenkonstellation 1. gegen 10. ist die SVG natürlich klarer Favorit. Aber die Mannschaft von Cheftrainer Guido Görtzen, einst als Aktiver mit Holland Vize-Weltmeister (1994) und Olympia-Goldmedaillengewinner (1996), ist unberechenbar und immer mal zu einer Überraschung in der Lage. So kam Karlsruhes 3:2-Sieg gegen Düren am 7. Dezember quasi ohne den angeschlagenen Diagonalen John Obi sowie den ersten Zuspieler Eli Irizarry, beide nur zu Kurzeinsätzen auf dem Feld, zustande.
Eine Woche später dagegen gönnten die Süddeutschen Aufsteiger Warnemünde den ersten Saisonsieg (0:3). Beim letzten Auftritt gab es am 4. Advent daheim ein 0:3 gegen Giesen, wobei zwei Sätze aber eng waren und erneut wichtige Akteure wie Irizarry, der auch Kapitän ist, fehlten. Sein Ersatz Denir Hazic gehörte lange zur zweiten Mannschaft (2. Liga), hat als Vertreter seine Sache aber gut gemacht und sich nun "oben" festgespielt.
Obi gehört - gerne auch mal mit einer Quote von über 50 Prozent - zu den herausragenden Spielern der Liga, rangiert gleich in seiner Premierensaison unter den Top 15 der effektivsten Angreifer. Ihn zu neutralisieren, ist schon die halbe Miete. Sehr auffällig ist auch Außenangreifer Alexander Benz, der allerdings aus beruflichen Gründen bei Auswärtsspielen meist fehlt. Nun zwischen den Jahren ist wohl mit ihm in Lüneburg zu rechnen. Beide hatte die SVG bestens im Griff, als sie im DVV-Pokal ihre erste Etappe auf der "Road to Mannheim" problemlos absolvierte, das Achtelfinale in Baden-Württemberg locker - bis auf den zweiten Satz (25:23) - mit 3:0 gewann.
Und das, obwohl personell kräftig rotiert wurde. Zu den auffälligsten Spielern - neben Topscorer Axel Enlund - gehörten damals zum Beispiel Kapitän Jesse Elser und Cole Young, der Mittelblocker mit zehn Punkten, aufgeteilt in je zwei Blocks und Asse sowie sechs Angriffe bei einer starken 86-Prozent-Quote. Beide waren ja auch beim letzten Auftritt vor einer Woche in Dachau stark auf der Scorerliste vertreten, Young nunmehr mit sechs Kill-Blocks bei seinen sieben Punkten - was angesichts von Elsers sieben Assen (20 Punkte) ja ein wenig unterging.
(hre)


