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DVV: Durchschnaufen vor letzter Etappe Richtung Paris

25.06.2024 • DVV Autor: SVG Lüneburg 146 Ansichten

Für die Endrunde der besten 8 in der Volleyball Nations League (VNL) hat es auch in diesem Jahr nicht gereicht, unter dem Strich steht aber dennoch die beste VNL seit 2019 mit 5 Siegen in 12 Spielen (Vorjahre: 3, 4, 4, 3). Und weitere Möglichkeiten, in Olympia-Form zu kommen, bleiben.

Nach ein paar freien Tagen geht es wieder ins Trainingslager nach Kienbaum, dann zu einem Nationenturnier in Polen. Und als Abschluss stehen noch zwei Tests gegen Brasilien im französischen Metz (19. Juli) und in Saarbrücken (21. Juli, schon ausverkauft) an.

Erhebliche Steigerung
gegen die USA

Spiel 3 der 3. Turnierwoche brachte zunächst ein knappes 1:3 (23:25, 25:21, 24:26, 23:25) gegen die USA, die gerade mal zwei Punkte mehr rausholten (95:97). Das DVV-Team zeigte sich wieder erheblich verbessert gegenüber dem schwachen 0:3 zwei Tage zuvor gegen Kanada. Bundestrainer Winiarski bot wieder Grozer und Krick statt Karlitzek und Krage auf, alles andere blieb gleích - auch ein erneut starker Maase schon gleich im Eingangssatz (5 von am Ende 12 Punkten). Bei den USA kam Ex-LüneHüne Jordan Ewert zu einem Kurzeinsatz, Cody Kessel dagegen blieb auf der Bank.

Das Match war geprägt von vielen langen, spannenden Rallys, vom Blockspiel beider Teams (10:5 für die USA) und guten Aufschlägen (u.a. 8:5 Asse für den DVV) und auch von vielen Schnellangriffen durch die Mitte. Da bestätigten die Deutschen die bisherigen Eindrücke: durch die Mitte geht immer etwas, egal, wer spielt - im Block dagegen ist noch Luft nach oben. Auch bei Grozer blieb im 1. Satz Luft nach oben (nur 2 Punkte). Sein US-Pendant Matt Anderson dagegen hatte von Beginn an eine gute Quote und war am Ende Topscorer mit 23 Punkten.

In Satz 1 startete der DVV stark, zur Mitte wendete sich das Blatt (10:12), doch das Geschehen blieb offen bis zum 23:24. Abschnitt 2 begann mit einem Rückstand, auch durch zwei Anderson-Asse (2:4), dann wendeten effektivere Angriffe über die Außen (Grozer 5, Reichert 3) das Blatt (6:4, 13:10, 20:16). Durchgang 3 schien zu einer klaren Sache für die USA zu werden (3:6, 5:11), doch die Winiarski-Mannen zeigten Kampfgeist und glichen, auch mit zwei Tille-Assen in Folge, beim 17:17 aus. Beim 23:24 konnte sie den Satzball noch abwehren, mussten dann aber in der Verlängerung klein beigeben.

In Satz 4 kam dann Karlitzek Außen für Reichert und drehte ordentlich auf (6 Punkte) und war maßgeblich für einen 15:12-Zwischenstand verantwortlich, doch die US-Boys kämpften verbissen, den nur mit einem 3-Punkte-Sieg konnten sie ihre VNL-Endrundenchance wahren. Trotzdem ging der DVV mit einem 21:19 in die Crunchtime. Beim 23:23 glich Anderson wieder aus, dann blockte der immer stärker werdende Torey Defalco mit seinem 6. von insgesamt 20 Punkten Brand, und der Ex-Berliner Jeff Jendryk machte mit einem weiteren Block gegen Maase den Deckel drauf.

Für den DVV spielten und punkteten: Grozer (16), Krick, Maase (je 12), Reichert (10), Brand (5), Tille (4) - Zenger; eingewechselt: Kampa, Karlitzek (6), Schott.

Glatter Sieg
zum Abschluss

Beim abschließenden 3:0 (25:20, 25:23, 25:20) gegen den Iran liefen dann viel weniger Angriffe über die Mitte als zuvor, auch weil Reichert (7 von 13 Punkten) und Karlitzek (6 von 21) sofort on fire waren. Karlitzek spielte wieder im Diagonalangriff, Grozer durfte sich ebenso wie der in den letzten Wochen viel beschäftigte Brand ausruhen. Für ihn rückte Schott ins Team. Als Zuspieler fungierte mal wieder Kampa - so dürfte Bundestrainer Winiarski nun alle denkbaren Kombinationen durchgetestet haben.

Die Deutschen hinterließen einen sehr souveränen Eindruck, Mühe beim Gegner machte ihnen nur Diagonalangreifer Amin. Der Linkshänder, zuletzt in Verona, künftig in Belchatow/Polen, sammelte 19 Punkte. Im Eingangssatz legte das DVV-Team gleich mal ein 4:1 vor und führte dann bis zum 17:17 ständig, hatte nach diesem Ausgleich aber auch wieder alles im Griff.

Durchgang 2, der von einigen langen Rallys geprägt war, brachte beim 8:9 den ersten Rückstand überhaupt, der auf 8:11 und 10:14 anwuchs. Doch beim 16:16 war das Geschehen wieder offen, in der Crunchtime waren Karlitzek & Co nach einem 21:22 entschlossener und machten den Satz zu. Abschnitt 3, zu dem der zuvor eingewechselte Krage (für Maase) auf dem Court blieb, brachte dann gleich wieder ein 4:1 und die alte Dominanz zurück. Der Gegner bäumte sich nur kurz noch einmal auf (11:11, 13:14), dann setzten sich das DVV-Team mit drei Punkten in Folge vorentscheidend auf 21:18 ab.

Für den DVV spielten und punkteten: Karlitzek (21), Reichert (13), Schott, Krick (je 4), Maase, Kampa (je 2) - Zenger; eingewechselt: Tille, Krage (3).

Weiter spielten, Pool 5 in Ljubljana/Slowenien: Kuba - Slowenien 0:3, Argentinien - Polen 0:3, Bulgarien - Kuba 0:3, Türkei - Serbien 1:3, Bulgarien - Argentinien 0:3, Serbien - Polen 2:3, Slowenien - Italien 3:0, Kuba - Polen 0:3, Türkei - Italien 1:3, Serbien - Slowenien 2:3.
Pool 6 in Pasey City/Philippinen (mit Deutschland): Iran - Frankreich 0:3, Kanada - Brasilien 3:0, Niederlande - Japan 0:3, Kanada - Niederlande 3:2, Frankreich - Japan 2:4, Frankreich - Brasilien 3:2, Japan - USA 3:0.

In der Endrunde der besten 8 ab kommenden Donnerstag, 27. Juni, in Lodz/Polen sieht der Spielplan wie folgt aus: Viertelfinale: Japan - Kanada (Do., 17.00), Polen - Brasilien (Do., 20.00), Italien - Frankreich (Fr., 17.00), Slowenien - Argentinien (Fr., 20.00); Halbfinals: Sbd., 17.00 und 20.00, um Platz 3: Stg., 17.00, Finale: Stg., 20.00.


Die letzten Olympia-Startplätze haben sich über die Weltranglisten-Position und während der VNL gesammelte Punkte Slowenien (3.), Italien (4.), Argentinien (8.) und Serbien (10.) sowie Ägypten als beste Nation vom bisher ohne Starter dastehenden Kontinent Afrika (Prinzip der Universalität) gesichert. Knapp das Nachsehen hatte Kuba (12.).
Zuvor hatten sich Polen (1.), Japan (2.), die USA (5.), Brasilien (6.), Kanada (9.) und Deutschland (11.) über die Olympia-Qualifikationsturniere das Ticket gebucht. Hinzu kommt Frankreich (7.) als Gastgeber. Die Gruppenauslosung für das Turnier in Paris findet am kommenden Mittwoch statt.

Erik Röhrs fällt
für Olympia aus

Unterdessen hat Erik Röhrs, der mit dem DVV-Team im vergangenen Herbst die Olympia-Qualifikation geschafft hatte, sich dazu entschlossen, nach sich häufenden Anfragen und Spekulationen öffentlich zu machen, warum er bisher in diesem Sommer noch nicht dabei war. Der bisherige LüneHüne hat auf Instagram in einem bewegenden Post, der hunderte von Reaktionen auslöste, erklärt, dass sein Olympia-Traum wegen einer Schulter-Operation geplatzt ist. Die SVG Lüneburg wünscht gute Besserung! (hre)

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