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VNL-Pleiten trotz großem Kampfgeist

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DVV: VNL-Pleiten trotz großem Kampfgeist

25.05.2024 • DVV Autor: SVG Lüneburg 180 Ansichten

Schwerer hätte der Auftakt in der Volleyball Nations League (VNL) für die deutschen Männer kaum sein können. Gegen Italien (0:3) und Kuba (1:3), die beide noch um ein Olympia-Ticket kämpfen und entsprechend hoch motiviert sind, gab es in Rio de Janeiro denn auch Niederlagen - das ohne einige Stützen angetretene Team bewies aber Kampfgeist.

Xander Ketrzynski
nun A-Nationalspieler

Unterdessen hat die SVG Lüneburg den nächsten A-Nationalspieler: Diagonalangreifer Xander Ketrzynski, der ja für eine dritte Saison bei den LüneHünen verlängert hat, stand bei Kanadas 3:1-Auftakterfolg gegen die Türkei - wie auch Ex-LüneHüne Pearson Eshenko - in der Starting Six, spielte nahezu durch und sammelte 7 Punkte. Im folgenden Match gegen Polen (1:3) bekam sein Konkurrent Arthur Szwarc (Monza) zunächst den Vorzug, Ketrzynski wurde aber in den Sätzen 2, 3 und 4 eingewechselt und punktete viermal. Im dritten Match gegen Bulgarien (3:0) pausierte der 24-Jährige ganz.

Das DVV-Team erwischte beim 0:3 (21:25, 18:25, 23:25) gegen das nahezu in Bestbesetzung angetretene Italien einen Fehlstart, kassierte gleich ein Ass des überragenden Alessandro Michieletto (Topscorer mit 14 Punkten) und lag bald 3:7 zurück. Dann aber steigerten sich die Mannen von Bundestrainer Michal Winiarski, der Jan Zimmermann als Zuspieler, Florian Krage und Lukas Maase im Mittelblock, Christian Fromm und Denys Kaliberda Außen und Newcomer Filip John im Diagonalangriff zusammen mit Libero Leonard Graven aufgeboten hatte. Die drehten das Spiel auf 11:10, gaben die Führung gleich wieder ab (11:14), blieben aber bis zum Schluss dran.

Ganz anders Satz 2: Nach einem erneuten Fehlstart (6:9) kamen erst Yann Böhme für John, dann Moritz Reichert für Fromm, doch der Rückstand wuchs vorentscheidend auf 11:16 und 13:20. Durchgang 3, nun mit Tobias Brand für Karlitzek und wieder mit John, war dann zunächst das komplette Gegenteil. Fromm & Co. führten schnell 8:3, Italien - das als Weltranglisten-4. wohl keine Probleme haben wird, nach Paris zu fahren - kam auf (10:8). Der DVV konterte vor allem über einen guten Mittelblock (16:11), schien beim 20:15 einem Satzgewinn entgegen zu gehen, brach dann aber ein und machte nach einem 23:19 keinen Punkt mehr - 23:25. Insgesamt war die Effektivität im Angriff nicht gut genug und zeitweise wackelte die Annahme.

Für den DVV spielten und punkteten: Fromm (13), Maase (8), Krage, John (je 7), Kaliberda (2), Zimmermann - Graven; eingewechselt: Böhme (2), Reichert, Brand (2), Peter.

Steigerung gegen Kuba
führt fast zur Wende

Beim 1:3 (24:26, 20:25, 25:18, 23:25) gegen Kuba rückten Brand (für Fromm) und Reichert (für Kaliberda) in die Starting Six. Das Match blieb jederzeit offen gegen einen enorm blockstarken Gegner um Altmeister Robertlandy Simon (Piacenza, 36) und Javier Concepcion - Letzterer verbuchte allein 5 der 13 Kill-Blocks. Der 1. Satz ging nach einem 23:23 knapp an Kuba, Durchgang 2 wurde erst in der Crunchtime deutlich.

In Abschnitt 3 reiften dann Hoffnungen auf zumindest einen Tiebreak. Denn de Deutschen gaben nun klar den Ton an, ließen sich auch durch eine Verletzung von Brand (umgeknickt) für den Kaliberda kam, nicht aus dem Takt bringen. Denn vor allem der Diagonale John hatte einen Sahnetag erwischt, war nun kaum noch zu stoppen und war am Ende Topscorer mit 26 Punkten (62% Erfolgsquote). Hochverdient ging der Satz an das Winiarski-Team, das daran im vierten Durchgang anknüpfte (5:5, 9:6, 17:12).

Nur einen bekam der DVV nicht in den Griff: den Friedrichshafener Mittelblocker Jose Masso Alvarez, der nach einigen Einwechselungen zuvor in diesem Satz durchspielte - auf der Diagonalposition! Mit seiner enormen Handlungshöhe machte er noch 7 Punkte und sorgte entscheidend für die Wende, obwohl Kuba mit einem 17:20-Rückstand in die Crunchtime ging, auf 22:21 drehte, nochmal zurücklag (22:23) und durch ein Ass von Masso schließlich drei wichtige Punkte buchte.

Für den DVV spielten und punkteten: John (26), Reichert (11), Krage (10), Brand, Maase (je 8), Zimmermann - Graven; eingewechselt: Böhme (1), Burggräf, Peter, Kaliberda (2).

Nun geht es in Rio noch gegen Argentinien (Sbd., 22.30 Uhr) und Serbien (Stg., 19.00), beide wie die ersten DVV-Gegner in der Weltrangliste besser platziert - Argentinien hat ein Olympia-Ticket sicher, Serbien kämpft noch darum, darf also in der Rangliste nicht abrutschen.

Weiter spielten, Pool 1 in Antalya/Türkei: Bulgarien - Frankreich 0:3, Türkei - Kanada 1:3, Niederlande - Slowenien 2:3, USA - Polen 0:3, Slowenien - Frankreich 3:1, Kanada - Polen 1:3, Türkei - Niederlande 2:3
Pool 2 in Rio de Janeiro (mit Deutschland): Argentinien - Japan 1:3, Kuba - Brasilien 3:1, Iran - Serbien 1:3, Japan - Serbien 3:0, Argentinien - Brasilien 2:3, Bulgarien - Kanada 0:3.

Ein Debüt im A-Team der USA feierte Matthew Knigge beim 0:3 gegen Polen, mit Cody Kessel und Jordan Ewert kamen zwei weitere frühere Lüneburger zum Einsatz. Der US-Kader ist jetzt schon - inklusive Chefcoach John Speraw - strikt geteilt in Olympia-Team und VNL-Team, das U21-Headcoach Andy Read betreut. (hre)

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