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DSHS SnowTrex Köln verlangt dem Meister Erfurt alles ab

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2. Bundesligen: DSHS SnowTrex Köln verlangt dem Meister Erfurt alles ab

16.04.2024 • 2. Bundesligen Autor: DSHS SnowTrex Köln 151 Ansichten

Die Zweitligavolleyballerinnen des Teams DSHS SnowTrex Köln liefern dem Meister Erfurt in der Landeshauptstadt Thüringens einen aufopferungsvollen Kampf im Spitzenspiel. Der tollen Kulisse wurde ein packendes Spitzenspiel auf Augenhöhe geboten. Köln hatte nach einer 2:0-Satzführung den feststehenden und ungeschlagenen Meister am Rande einer Niederlage. Der Meister zog den Kopf jedoch noch aus der Schlinge und sicherte sich den 22. Sieg im 22. Spiel.

DSHS SnowTrex Köln verlangt dem Meister Erfurt alles ab - Foto: Florian Zons

Foto: Florian Zons

Mit der knappen 2:3-Niederlage konnte Köln zwar einen Punkt ergattern, musste den 2. Tabellenplatz jedoch an Dingolfing abgeben, die zweimal 3:0 am Wochenende gewinnen konnten. Die Chancen auf die Vizemeisterschaft sind nun nur noch von theoretischer Natur und in den beiden verbleibenden Spielen gegen Leverkusen und Essen muss geschaut werden, den dritten Tabellenplatz abzusichern.

Das Spiel in Erfurt hat erneut gezeigt, dass das Team um Trainer Jimmy Czimek immer in der Lage ist, egal gegen welchen Gegner es geht, interessante und sehenswerte Spiele abzuliefern und die 2. Bundesliga Pro genau das richtige Setting für die Mannschaft bietet.

Im ersten Satz setzte sich nach einer kurzen Abtastphase zunächst Erfurt etwas ab, so dass sich Trainer Jimmy Czimek beim Stand von 5:10 genötigt sah, seine erste Auszeit zu nehmen. Dies zeigte Wirkung und Köln konnte nicht nur ausgleichen (11:11), sondern sich durch eine Aufschlagserie von Viktoria Dörschug auch auf 16:11 absetzen. Diese Führung konnte durch den Satz transportiert und die 1:0-Satzführung hergestellt werden.

Der zweite Satz wurden dann von beiden Mannschaften deutlich ausgeglichener gestaltet. Bis hin zur Crunchtime war es ein Hin und Her, in welchem sich keine Mannschaft richtig absetzen konnte. Beim 20:17 hatte Erfurt sich eine gute Ausgangsposition herausgespielt. Doch die Kölnerinnen drehten noch einmal auf und sicherten sich auch den zweiten Satz mit 26:24.

Auch der dritte Satz lief zunächst ähnlich wie der zweite. Bis zur zweiten technischen Auszeit (16:15 für Erfurt) konnte sich keine Mannschaft mit mehr als zwei Punkten absetzen. Erneut schuf sich Erfurt mit dem 20:17 einen Vorteil, mit dem es in die Crunchtime ging. Köln konnte zwar beim 22:22 egalisieren, aber der Satz ging mit 25:23 an Erfurt und der 1:2-Anschluss in den Sätzen war hergestellt.

In dem vierten Satz kam anfänglich Köln deutlich besser zum Zuge. Der Erfurter Trainer Mateusz Zarczynski hatte beim 7:12 schon seine 2. Auszeit aufgebraucht und Köln hatte bis zum 15:19 alles in der Hand. Dann kam Zuspielerin Isabella Noble an die Aufschlaglinie und gab mit einer Serie bis zum 24:19 dem Spiel eine Wende. Köln konnte mit der Kapitänin Viola Torliene am Aufschlag noch einmal vier Satzbälle abwehren, der 2:2-Satzausgleich (25:23 für Erfurt) konnte jedoch nicht mehr verhindert werden.

Im Tiebreak nahm Erfurt den Schwung mit und bei Köln schwanden gerade zum Ende des Satzes die Kräfte (11:15), sodass schlussendlich die Gäste der 2:3-Niederlage einnicken mussten.

Der Trainer zum Spiel
Trainer Jimmy Czimek hebt trotz der Niederlage die gute Leistung seiner Mannschaft hervor, die den Meister am Rande einer Niederlage gebracht hat:

"Wir haben unser Ziel erreicht. Die Mädels können richtig stolz auf sich sein. Wir waren ein ebenbürtiger Gegner. Ich glaube, dieses Mal ging ein Ballpunkt mehr zu Gunsten von Erfurt aus. Wir hatten uns vorgenommen in Erfurt mitzuspielen und um Punkte zu spielen und das ist uns gelungen. Wir haben zwei starke erste Sätze gespielt und mit einem krassen Finish auch Satz 2 für uns geholt. Wir hatten dann zwar eine 2:0 Satzführung, aber eine Mannschaft, die in der Saison noch nicht verloren hat, lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen.

Leider haben wir Satz 3 am Ende nicht durchbringen können und haben einen sehr, sehr guten Satz 4 gespielt. Wir haben eine hohe Führung gehabt. Beim Spielstand von 15:19 hat die Zuspielerin von Erfurt mit einer sehr guten Aufschlagserie dem Spiel eine Wende gegeben und wir sind in einer Rotation im Angriff nicht durchgekommen. Da muss man sagen, das war der Wendepunkt im Spiel, aber auch da haben wir nicht aufgesteckt und haben noch einmal von 19:24 vier Satzbälle abgewehrt, mussten aber dann den 2:2 Satzausgleich dann doch hinnehmen.

Im fünften Satz war bei uns zum Ende hin ein wenig die Luft raus und Erfurt hat am Ende das Spiel auch wieder wie ein Zweitligameister an sich gerissen. Trotz Niederlage sind wir gut gelaunt und fast zufrieden nach Hause gefahren, auch wenn man denkt, dass ein Ticken mehr drin war, aber wir kennen das selbst aus den Meistersaisons, wenn Du oben stehst, dann macht sich das in diesen Momenten einfach bemerkbar und das hat Erfurt dann auch gut gemacht. Das muss man anerkennen."

Eine Spielerin zum Spiel
Auch Marina Müller zieht in ihrem Statement die positiven Aspekte aus dem Spiel:

"Das Spiel gegen den diesjährigen Meister der 2. Bundesliga Pro entwickelte sich genauso, wie wir uns das vorgestellt hatten. Es war ein attraktives Volleyballspiel auf hohem Niveau mit vielen Emotionen und tollem Kampf. Das wir das Spiel nach 2:0 Satzführung nicht für uns entscheiden können, ist natürlich bitter. Wir hatten Erfurt am Rande einer Niederlage und wir hätten es sehr verdient gehabt als Siegerinnen das Feld zu verlassen.

Wir nehmen die positiven Sachen mit in die letzten beiden Spiele der Saison, die ebenfalls echte Highlightspiele werden gegen Leverkusen und Essen."

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