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Deutsche Senioren feiern zwei Weltmeistertitel und fünf weitere Medaillen bei WM

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DVV: Deutsche Senioren feiern zwei Weltmeistertitel und fünf weitere Medaillen bei WM

17.10.2023 • DVV Autor: DVV 595 Ansichten

Was für ein Erfolg: Zwei Weltmeistertitel und weitere Medaillen feierten die deutschen Senioren bei der WM. Die IVVA World Veteran Volleyball Championship fanden in Alcúdia (Mallorca) vom 02.-07.10.2023 statt.

Deutsche Senioren feiern zwei Weltmeistertitel und fünf weitere Medaillen bei WM - Foto: privat

Die deutsche Ü56-Auswahl (Foto: privat)

Ü40-Männer: Weltmeister
Mit zwei Neuzugängen zog die Ü-40-Auswahl los, um die knappe Finalniederlage aus dem Vorjahr zu bereinigen. Dabei fügten sich Roman Kammer (Niedersachsen) und Philipp Lintner (Baden-Württemberg) problemlos in das Team von Coach Walther Hoch ein. Ein vom Seniorenweltverband neu entwickelter Turnier-Modus ergab zunächst Altersklassen übergreifende Vorrundenpartien. Die Finalrunden wurden dann in den entsprechenden Altersstufen ausgetragen. Packende und jeweils siegreiche Spiele gegen die USA, Norwegen, Italien und Ungarn bescherten dem Team Deutschland das Ticket für das Finale gegen die Auswahl Serbiens. Dort zeigte sich, nach einem zunächst etwas verhaltenen Beginn der Partie, dass das deutsche Team die Lehren aus dem verlorenen Endspiel 2022 gezogen hatte. Angeführt von Außenangreifer Henning Machtens, der für seine Leistungen verdientermaßen mit dem MVP-Titel belohnt wurde, zog das DVV-Team mit einer hochkonzentrierten Leistung immer weiter punktemäßig davon. Der ungefährdete erste Satzgewinn war die logische Folge. Und auch in Satz zwei setzten sich das deutsche Aufgebot immer wieder mit zum Teil spektakulären Angriffen gegen den serbischen Block durch. Der Titel war dem deutschen Aufgebot nicht mehr zu nehmen. Mit dem Abpfiff brachen dann alle Dämme und mit einer Mischung aus Freude und Erleichterung fiel man sich die Arme.

Ü48-Männer: WM-Bronze
Einige kurzfristige Ausfälle führten bei der Ü48-Auswahl zu einer durchaus angespannten Personalsituation. Dies wollte man aber selbstverständlich nicht als Ausrede für irgendetwas gelten lassen. Personell unterstützt aus dem Kader der Ü-56 Senioren, zog man umso engagierter zu Werke. Mit zum Teil furiosen Aufholjagden gelang der vielleicht unerwartete, aber keinesfalls unverdiente Gruppensieg gegen namhafte Teams aus Kanada, Portugal und Argentinien. Im Halbfinale hatte das DVV-Team gegen die späteren Titelgewinner aus den USA dann aber doch das Nachsehen, so dass "nur" das kleine Finale um Bronze blieb. Wieder ging es gegen die groß gewachsenen Kanadier. Und wieder gelang es der neu zusammengesetzten deutschen Mannschaft um Zuspieler Karsten Haug auf dem Feld zu einer spielerischen Einheit zu finden. Der viel umjubelte Gewinn der Bronzemedaille war der verdiente Lohn.

Text: Dominic Wichmann

Ü56 Männer: Weltmeister
Bei der IVVA World Veteran Volleyball Championship in Alcúdia wurde die von Teamkapitän Thomas Henrichs und Teammanager Peter Stößinger zusammengestellte deutsche Auswahl in der Altersklasse 56+ Weltmeister.

Zunächst galt es in einem ersten Training die verschiedenen Charaktere und Erwartungen der neu formierten Truppe zu einer Einheit werden zu lassen. Trainer Markus Lensing gelang dies durch viel Kommunikation und kluge Aufstellungsrotationen, so dass bei 6 Spielen in 5 Tagen alle zum Einsatz kamen. Die von den Liberos Thomas Henrichs (Heidelberg) und Uwe Schönauer (Berlin) organisierte Annahme konnte von den Zuspielern Uli Bönsch (Hünfeld) und Heiko Bauer (Halle) nach Belieben auf die Angreifer verteilt werden. Über Rückraum durch Martin Stahl (Kressbronn) und Peter Stößinger (Rodheim), als auch über Außen durch Stefan Brömmeling, Christian Albrecht (beide Rodheim), Frank Stieper (Kressbronn) und Jörg Ahmann (Schmiden) konnten ausreichend Punkte gesammelt werden. Zudem war das deutsche Team über Mitte mit Stefan Kann, Thies Jünger (beide Rodheim), sowie dem später zum MVP gewählten Ralf Jeder (Berlin) im Block den anderen Teams weit überlegen.

Ohne Satzverlust dominierte das Team die Vorrunde mit Siegen über Norwegen, Rumänien, Kroatien, Slowakei und Polen. Im Finale gegen die international erfahrene und eingespielte Schweizer Auswahl spielte sich das deutsche Team, angefeuert durch zahlreiche Fans, in einen Rausch und errang durch ein 25:15 und 25:16 verdient den Weltmeistertitel. Bei der abendlichen Siegerehrung nahm das erstmals international aufgetretene deutsche Team mit Stolz die Goldmedaille entgegen.

Beach-Volleyball

Parallel zur Hallen-WM errangen in der Altersklasse Ü50 das Team Jeder/Bauer/Schönauer beim IVVA World Beach Tournament die Bronzemedaille gegen das Team aus Ungarn.
Noch einen drauf setze das Team Ahmann/Stahl/Stieper die sich erst im Finale der USA in drei spannenden Sätzen geschlagen geben mussten. Henrichs/Lensing und Brömmeling/Kann kamen auf den 5. Platz.

Zudem errang Peter Stößinger mit seinem Partner Michael Oldenburg ebenfalls die Bronzemedaille in der Ü60-Altersklasse.
Mit Gold in der Halle sowie Silber und zweimal Bronze im Sand und viel Anerkennung für ihr sportliche faires Auftreten durch die anderen Nationalteams, war dies eine überaus erfolgreiche Woche der deutschen Ü56-Auswahl.

Text: Thomas Henrichs

Ü65-Männer: Vize-Weltmeister
Erstmals wurde bei den Senioren auch die Altersgruppe 65+ eingeladen und an den aktuellen Deutschen Meister Ü64 Helios Berlin wurde seitens des Bundesspielwarts das Angebot unterbreitet, daran teilzunehmen. Da dieses Angebot recht spät an uns herangetragen wurde, konnten einige Spieler des Meisters nicht mehr umdisponieren und mussten ihre Teilnahme absagen. Dank der Unterstützung des DLA Nord Vorsitzenden Dr. Jan Ilg konnten deutschlandweit Spieler aus anderen Vereinen angesprochen werden, die ebenfalls Interesse an dieser WM hatten.

Unter dem Namen "German Bonds" (Team Germany) flogen wir mit 12 Spielern auf die Insel und lernten uns bei einem gemeinsamen Training in Alcudia erstmals richtig kennen. Teammanager und Coach Jürgen Eggert (Helios Berlin) hatte versucht eine Mannschaft zusammen zu stellen, die die anstehenden Aufgaben mit Spielen gegen die Ukraine und Slowenien jeweils in Hin- und Rückspiel bei einer Netzhöhe von 2.43 m !!! angehen sollte.

In den Spielen gegen die Ukraine (1:2 und 2:0) fand das Team besser zueinander und der Optimismus, auch gegen Slowenien erfolgreich sein zu können, nahm Formen an. Leider hatte das eingespieltere und kompaktere Team aus Slowenien etwas dagegen, so dass die Gruppenspiele (0:2, 1:2) verloren gingen. Da nur drei Mannschaften in der Altersklasse 65+ gemeldet hatten (das soll sich im kommenden Jahr, so die IVVA, ändern) wurde noch ein Finale zwischen dem Gruppenersten Slowenien und dem Zweiten "German Bonds" gespielt. Auch in diesem Spiel fand das deutsche Team nicht zu seinem Rhythmus und musste sich den Slowenen mit 0:2 geschlagen geben und gewann damit die WM-Silbermedaille

Resümierend sei festgestellt, dass die Mannschaft mit viel Engagement und Spaß die WM gespielt, dabei noch Silber gewonnen, sich mehr und mehr kennengelernt und den Seniorenvolleyball des DVV erfolgreich repräsentiert hat

Für die "German Bonds" 2023 spielten Wolfgang Sprenger (TSV Backnang), Wolf-Dieter Lange (HSG Uni Rostock), Norbert von Auw (SWD powervolleys Düren), Hans-Jürgen Siems (USC Magdeburg), Heinrich Wolf, Jacob Fast, Fritz Rheinländer (alle drei HTC Bad Neuenahr), Michael Oldenburg (SG Rodheim), Ex-Nationalspieler Kurt Wolf, Jürgen Breckwoldt, Christian Kasbohm, Klaus Neumann, Jürgen Eggert Coach (alle Helios Berlin).

Text: Jürgen Eggert

Ob nun mit oder ohne Edelmetall im Gepäck, nehmen alle Teilnehmer eine Vielzahl unvergesslicher Eindrücke aus dieser gemeinsamen Woche mit in ihre Heimat. Vor allem die spontane Poolparty im Teamhotel der deutschen Delegation im Anschluss an die Finalspiele wird nicht nur den dort überraschten Touristen lange in guter Erinnerung bleiben.

Es bleibt noch dem ausrichtenden Weltverband IVVA ein großes Lob für eine vorbildliche Turnierorganisation und eine großartige Medaillenzeremonie am Strand von Alcudia auszusprechen. Die Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen dieser Art ist bereits jetzt riesengroß.

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