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EM: DVV-Männer kassieren erste Niederlage gegen Serbien

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DVV: EM: DVV-Männer kassieren erste Niederlage gegen Serbien

06.09.2023 • DVV Autor: DVV 599 Ansichten

Die deutsche Männer-Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft die erste Niederlage kassiert. Gegen Serbien verlor das Team von Michal Winiarski nach einem starken dritten Satz mit 1:3 (22:25, 25:20, 22:25, 19:25). Knackpunkt im Spiel: Die vielen Eigenfehler der Deutschen.

"Wir haben verdient verloren, insgesamt hatten wir nicht die Leistung und Konstanz im Aufschlag, um da die Kontrolle zu haben", sagte ein enttäuschter Lukas Kampa zu der "bitteren Niederlage". Die Statistik belegte seine Aussage: 25 Aufschlagfehler bei lediglich sechs Assen. Auch in der Annahme strauchelten die DVV-Männer immer wieder. "Der Knackpunkt war sicher das Ende des dritten Satzes, wo wir bei 21:21 zwei Annahmen direkt rüber baggern", sagte der Kapitän. Gerade in diesem Moment in der Crunch-Time sei das "zu viel und tut besonders weh". Das hätten sie auch mit in den vierten Satz genommen.

Dabei war das deutsche Team gut in die Partie gestartet und hatte den ersten Satz lange offen gestaltet. Doch bereits hier deuteten sich die vielen Aufschlagfehler und Annahmeprobleme an. Zum Ende des Satzes kochte die Stimmung hoch und der Schiedsrichter beendete den Durchgang mit zwei roten Karten. "Das war sicher unglücklich, ich fand es gar nicht so schlimm", sagte Lukas Kampa . In solchen Spielen könne es immer mal hitzig hergehen. Nichtsdestotrotz wollte der Kapitän nicht die Schuld beim Unparteiischen suchen: "Es gab genug Dinge, die wir selbst besser machen können."

Und das tat sein Team dann auch im zweiten Durchgang. Doch den Schwung des Satzgewinns konnten die DVV-Männer nicht mitnehmen. Der dritte Satz ging am Ende aufgrund der Annahmefehler knapp an Serbien und anschließend ließen diese sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Viel Zeit die Niederlage zu verarbeiten, bleibt der deutschen Auswahl nicht. Bereits am Mittwochabend (21 Uhr) wartet zum Abschluss der Vorrunde Welt- und Europameister Italien. "Wir schalten jetzt voll auf Angriffsmodus", sagte Lukas Kampa . Der Kapitän weiß natürlich um die Qualität des Gegners. "Italien spielt seit einigen Jahren extrem konstant und sie haben hier auch schon wieder gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehören", so der Zuspieler. "Aber wenn wir unsere Qualität aufs Feld bringen und konstanter spielen, geht vielleicht auch was." Kampa freut sich auch auf eine volle Halle in Ancona: "Das sind immer die schönsten Spiele, wenn die Halle voll ist. Egal, ob es gegen oder für einen ist - wenn es laut ist, ist es immer gut."

Fest steht bereits jetzt, dass die deutsche Nationalmannschaft als Tabellendritter der Gruppe A ins Achtelfinale einzieht und dort am Samstag oder Sonntag in Bari auf den zweiten der Gruppe C, aktuell die Niederlande, trifft.

Spielbericht
Michal Winiarski schickte zu Beginn Lukas Kampa , Georg Grozer , Ruben Schott, Moritz Karlitzek, Anton Brehme, Tobias Krick sowie Julian Zenger aufs Feld. Das Spiel begann ausgeglichen, kein Team konnte sich zunächst absetzen (6:6). Beide Teams hielten ihr Sideout, für Deutschland punkteten Grozer, Brehme und Karlitzek. Nach einem Fehler der Serben gingen die DVV-Männer erstmals mit zwei Punkten in Führung (9:7). Doch die Serben glichen umgehend mit einem Ass wieder aus. Es ging umkämpft weiter, als Serbien erstmals beim 15:17 mit zwei Punkten führte nahm Michal Winiarski seine erste Auszeit. Doch Serbien erhöhte auf 16:19. Während die Serben im Aufschlag Druck machten, waren diese bei den Deutschen noch zu fehleranfällig. Nach einem weiteren Ass nahm Winiarski beim 19:22 seine zweite Auszeit. Nach einem Block gegen Schott hatten die Serben Satzbälle. Den ersten wehrte Grozer ab, allerdings gab es direkt nach seinem Angriff eine Rudelbildung am Netz, woraufhin ein Serbe und der Deutsche eine Rote Karte bekamen und der Satz damit beendet war. Die Statistik war deutlich: acht Aufschlagfehler, kein Ass und kein Block.

Im zweiten Satz starteten die Deutschen zunächst mit zwei Punkten, verloren dann aber völlig den Faden. Fehler im Aufschlag, der Annahme und im Angriff verwandelte die 2:0-Führung in einen 2:6-Rückstand. Mit zwei Blocks von Krick und Brehme glichen die DVV-Männer zum 10:10 aus. Karlitzek erzielte anschließend mit einem cleveren Tip die Führung, die Schott mit einem Ass erhöhte (12:10). Nun scheiterten die Serben ein ums andere Mal am deutschen Block (17:12). Die DVV-Auswahl spielte konstant und druckvoll weiter, Grozer sorgte schließlich für den ersten Satzball (24:19). Der Aufschlag von Brehme landete zwar zunächst im Aus, doch Grozer verwandelte anschließend den zweiten Satzball souverän.

Das Zwischenfazit von Co-Trainer Bob Ranner fiel kurz und knapp aus: "Wir kämpfen um den zweiten Platz, beide Teams sind am Limit."

Die deutschen knüpften zunächst an die Leistung zuvor an und gingen schnell mit 5:2 in Führung. Doch dann schlichen sich wieder Fehler in der Annahme ein. Die Serben servierten druckvoll, entschärften die deutschen Angriffe im Block, verteidigten stark und platzierten ihre Angriffe gut, sodass sie mit acht Punkten in Folge mit 5:10 in Führung gingen. Der eingewechselte Denys Kaliberda erlöste das deutsche Team schließlich. Mit einem Ass von Grozer, einem Punkt des eingewechselten Florian Krage und einem Block von Schott kamen die Deutschen auf 9:11 heran. Doch die Serben erhöhten direkt wieder auf 11:15. Die DVV-Männer gaben jedoch nicht auf, mit zwei Assen glich Schott zum 15:15 aus. Nun war es wieder ein enges, umkämpftes Spiel. Nach einem Fehler der Serben ging Deutschland mit 21:20 in Führung und hatte die Chance auf das Break. Doch Grozer wurde geblockt und dann flogen den Deutschen die serbischen Aufschläge wieder um die Ohren. Als Grozer erneut am Block scheiterte, hatten die Serben Satzbälle (21:24). Den ersten vergaben sie noch, beim zweiten landete Schotts Aufschlag im Aus.

Die Serben machten weiter Druck im Aufschlag. Schnell lagen sie mit 1:5 in Führung. Mit einem Ass von Schott und einem Block von Grozer kamen die Deutschen auf 5:6 heran, nur um die Serben wieder auf 5:9 davon ziehen zu lassen. Serbien ließ nicht nach und baute den Vorsprung aus (8:14). Winiarski brachte Johannes Tille für Lukas Kampa , doch auch das zeigte wenig Wirkung (13:20). Den ersten Matchball wehrte Brehme noch ab, bevor die Serben den zweiten verwandelten.

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