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VNL: DVV-Frauen scheiden nach großem Kampf im Viertelfinale aus

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DVV: VNL: DVV-Frauen scheiden nach großem Kampf im Viertelfinale aus

13.07.2023 • DVV Autor: DVV 503 Ansichten

Was für ein Spiel: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat sich im Viertelfinale der Volleyball Nations League (VNL) mit Favorit Polen ein packendes Spiel geliefert und nur knapp den Einzug ins Halbfinale verpasst. Am Ende musste sich das Team von Bundestrainer Vital Heynen mit 1:3 (12:25, 25:21, 21:25, 24:26) geschlagen geben.

"Natürlich sind wir enttäuscht", sagte Heynen kurz nach dem Spiel. Sein Team müsse noch lernen, ein Finale zu spielen, das habe man im ersten Satz, in dem wenig zusammenlief, gesehen. "Danach war es sehr gut, nur leider gelingt es uns im vierten Satz nicht, den Tiebreak rauszuholen", so der Trainer. Auch das müssten sie noch lernen. "Das ist ein Prozess. Wir haben riesige Schritte gemacht - das sieht man. Wir haben uns heute im Finale reingekämpft und sind zurückgekommen", war der Belgier stolz auf sein Team. "Wir haben es Polen sehr schwierig gemacht, aber es genügt noch nicht ganz."

Heynen vertraute im ersten Satz auf seine Stammspielerinnen. Pia Kästner, Hanna Orthmann, Lina Alsmeier, Lena Stigrot, Camilla Weitzel, Monique Strubbe sowie Anna Pogany starteten gegen Polen, taten sich jedoch von Beginn an schwer. Mit einem Ass von Weitzel ging das deutsche Team noch mit 4:3 in Führung, doch dann zog Polen mit einem Block gegen Strubbe auf 5:8 davon. Bis zum 9:10 blieben die DVV-Frauen dran, verloren dann allerdings völlig den Faden. Polen erhöhte zunächst auf 9:14 und 12:20. Während die Angriffe der Deutschen zu harmlos waren, nutzten die Polinnen ihre Chancen eiskalt aus. Mit fünf Punkten in Folge brachten die Favoritinnen den Satz ungefährdet nach Hause.

Das deutsche Team ließ sich von dem deutlichen Satzverlust jedoch nicht beirren und startete stark in Satz zwei. Heynen brachte Marie Schölzel für Strubbe. Nach drei Punkten in Folge von Orthmann führte Deutschland 7:4. Die Außenangreiferin dominierte weiter den Satz, mit starken Aufschlägen setzte sie die polnische Annahme unter Druck und punktete nach Belieben im Angriff, sodass Deutschland sich mit fünf Punkten in Folge einen 12:5-Vorsprung erspielte. Als die Polinnen auf 15:11 herankamen, nahm Heynen seine Auszeit. Wieder war es Orthmann, die nach zwei langen Ballwechseln punktete (18:11). Mit einem starken Aufschlag erhöhte Alsmeier auf 19:11. Doch dann schlichen sich wieder ein paar Fehler im deutschen Spiel ein, zudem blockte und verteidigte Polen gut (20:17). Die deutschen Angriffe waren nicht mehr aggressiv genug und mit einem Block gegen die eingewechselte Emilia Weske war Polen auf einen Punkt rangekommen (20:19). Orthmann übernahm Verantwortung und punktete zum 21:19. Weske erzielte mit einem Ass das 22:19, Orthmann war nicht zu Stoppen und erhöhte auf 23:19. Mit ihrem zwölften Punkt in Durchgang zwei bescherte Orthmann dem deutschen Team Satzbälle. Direkt der erste wurde genutzt, als der polnische Angriff im Aus landete.

Heynen war in der Satzpause sehr zufrieden mit seinem Team: "Ich bin glücklich, wie wir zurückgekommen sind." Es sei nicht nur ein langsamer Start ins Spiel gewesen, sondern ein "schrecklicher Start". Im zweiten Durchgang habe seine Mannschaft deutlich besser aufgeschlagen und angegriffen. Trotzdem sah der Coach noch Potenzial: "Wir haben immer noch Probleme und können noch besser angreifen und blocken." Heynen betonte jedoch, dass es das Finale ist: "Man spielt nicht das beste Volleyball, das Team, das mehr kämpft, wird gewinnen." Daher war seine Ansage an sein Team klar: "Wir müssen kämpfen, kämpfen, kämpfen."

Und das tat seine Mannschaft. Der dritte Durchgang begann ausgeglichen, ehe sich Polen leicht mit 5:8 absetzen konnte. Mit einem Block von Stigrot kam Deutschland wieder auf 10:11 heran und hielt den Abstand. Als Orthmann jedoch zum 13:17 geblockt wurde, nahm Heynen seine zweite Auszeit. Orthmann punktete anschließend zum 14:17. Doch wie schon in Satz eins schlichen sich erneut Fehler ein und die Polen verteidigten gut, sodass sie auf 17:23 davon zogen. Nach einem Netzfehler hatte Polen sechs Satzbälle. Drei konnten die Deutschen abwehren, doch dann scheiterte Orthmann am polnischen Block.

Erneut zeigten sich die DVV-Frauen unbeeindruckt von dem Satzrückstand. Mit einem Ass von Kästner gingen sie mit 4:1 in Führung. Auf der anderen Seite glichen die Polinnen mit einem Ass zum 6:6 aus und gingen anschließend in Führung (6:8). Den Deutschen gelang umgehend der Ausgleich (8:8), anschließend schenkten sich die Teams absolut nichts und lieferten sich einen packenden Schlagabtausch (15:15). Polen war dann ein bisschen abgezockter und zog auf 16:19 davon. Orthmann und Weitzel verkürzten auf 18:19, doch nach zwei Fehlern der Deutschen lagen die Polinnen wieder vorne (20:23). Die DVV-Frauen gaben sich nicht aus und glichen mit einem Angirff von Orthmann, einem Block von Stigrot und einem Ass von Weitzel zum 23:23 aus. Als Schölzels Angriff anschließend im Aus landete, hatte Polen Matchball. Stigrot behielt die Nerven und wehrte diesen souverän ab. Nach einer starken Abwehr von Alsmeier wurde Weske geblockt. Und auch beim anschließenden zweiten Matchball scheiterte die überragende Hanna Orthmann (22 Punkte) am polnischen Block. Den Polinnen war die Erleichterung über den knappen Sieg deutlich anzumerken.

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