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Das nächste Schicksalsspiel

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2. Bundesligen: Das nächste Schicksalsspiel

11.12.2022 • 2. Bundesligen Autor: Josef Enzinger, TSV Mühldorf 714 Ansichten

Mühldorf - Zehn von insgesamt 24 Spielen in der 2. Volleyball-Bundesliga sind absolviert. Mühldorf hat aktuell gerade Mal vier Punkte auf dem Konto zwei Spiele vor dem Ende der Hinrunde. Eigentlich noch genügend Chancen und Zeit also, um das Feld von hinten aufzurollen und am Ende nichts mehr mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben.

Das nächste Schicksalsspiel - Foto:  Fabian Bartsch

David Fecko und Co. wollen endlich den zweiten Sieg feiern. (Foto: Fabian Bartsch)

Doch diese Zuversicht fehlt bei den Mühldorfer Volleyballern, die bislang nur einen Sieg feiern durften - gegen die Nachwuchsmannschaft aus Friedrichshafen. Der rettende elfte Platz liegt neun Punkte entfernt. Man muss kein Pessimist sein, um zu prognostizieren: Das wird noch ein hartes Stück Arbeit, wenn die Mühldorfer nicht in die 3. Liga absteigen wollen.

"In der vergangenen Woche war ich noch sehr optimistisch, bin in die Kabine gegangen und hab zumindest mit meinen Ansagen die Zeitenwende einläuten wollen. Wir wollten Dresden eigentlich mit 3:0 vom Feld fegen. Waren zuversichtlich. Das Gegenteil war dann der Fall", so Cheftrainer Michi Mayer, der sich nach dem erneuten 0:3 keinen Rat mehr weiß, wie er die Mannschaft in die Siegerspur bringen soll.

Zumal er in den vergangenen Wochen auch noch damit konfrontiert war, dass die Trainingsbeteiligung nicht optimal war. "David Fecko ist beruflich extrem eingespannt, Alex Brandstetter ebenso. Das macht sich bei den Spielen dann natürlich bemerkbar", erklärt Mayer, der vor allem auf der Mittelblocker-Position vor einem kleinen Dilemma steckt.

Denn Flo Gschwendtner als Alternative für David Fecko steht nicht zur Verfügung. Er hatte sich am Dienstag im Training verletzt, fällt auf jeden Fall am Heimspieltag am Sonntag, 11. Dezember, aus, wenn Delitzsch zu Gast in der Nutz-Arena an der Mittelschule ist (16 Uhr).

Die gute Nachricht: Die Leistungsträger und tragenden Säulen über die Außenpositionen am Netz sind - neben Lauritz Jastrow in der Mitte - fit. Das heißt der zuletzt etwas schwächelnde Kapitän Tom Brandstetter wird wieder voll angreifen und versuchen, wie der bessere Zahlen für die Statistik zu schreiben. Fabian Bartsch und Fritz Vähning werden ebenso auflaufen, doch wer über Diagonal oder Außen kommt, das wollte Mayer erst im Abschlusstraining entscheiden.

"Und dann werden wir auch schauen, was wir über Mitte machen!" Mayer kann sich durchaus vorstellen, dass Jugendspieler James Feuchtgruber alternativ aufläuft. Der ist aber am Samstag noch mit der zweiten Herrenmannschaft in der Landesliga unterwegs, kann deswegen auch das Abschlusstraining in der Herren I nicht mitmachen, weil in diesem Fall die Reserve vorgeht, zumal die als Tabellenführer der Landesliga an die Tür zur Bayernliga klopft und die Samstagsspiele unbedingt gewinnen muss.

Dass Kilian Nennhuber den Libero macht, versteht sich von selbst. Zuletzt war der Youngster mit unglaublicher Präzision aufgefallen, hat versprochen, auf jeden Fall die Hinrunde auf dieser Position zu Ende zu spielen. Das bringt Struktur ins Team. Eine Sorge also weniger für den Mühldorfer Trainer. Diesem wäre es enorm wichtig, dass die Mühldorfer gegen den Sonntagsgegner vor allem in der Mitte binden.

"Der Gegner hat brutal schnelle Schnellangreifer, die machen mehr Punkte als die Außenangreifer. Das ist schlecht für uns, das wird uns nicht liegen", sagt Mayer, nachdem er das entsprechende Video-Material gesichtet hatte. Nein, abergläubisch sei er nicht sagt Mayer. "Aber gegen Dresden war ich optimistisch und der Schuss ging nach hinten los. Jetzt mache ich es andersrum, gehe pessimistisch ins Spiel, vielleicht gibt es dann ja die ersehnte Überraschung."

Delitzsch als Elfter und Kriftel als Zehnter seien in Reichweite, aber mit jeweils 13 Zählern auf dem Konto weit vor den Innstädtern. "Ich kann nicht davon ausgehen, dass beide in der Rückrunde weniger als 13 Punkte holen. Selbst wenn wir nun alle Spiele gegen die beiden Team gewinnen, könnten sie es immer noch auf 23 Zähler schaffen. Und diese fast 20 Zähler Unterschied müssen wir erst einmal holen", rechnet Mayer vor. "Geschenkt wird uns jedenfalls nichts!"

Das Spiel wird auf Sportdeutschland im Livestream übertragen.

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