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Drei wirklich hart erkämpfte Punkte

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2. Bundesligen: Drei wirklich hart erkämpfte Punkte

06.12.2022 • 2. Bundesligen Autor: Thomas Hacker, RC Borken-Hoxfeld e.V. 301 Ansichten

Vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten war das Borkener Trainerteam nicht allzu angespannt.

Drei wirklich hart erkämpfte Punkte - Foto:  Ulrich Seyer

Die mitgereisten Fans unterstützten die Skurios Volleys beim 3:1 in Schwerin lautstark (Foto: Ulrich Seyer)

Weshalb auch, hatten die Nachwuchsspielerinnen des Schweriner SC II ja erst vier Punkte nach neun Spielen auf der Haben-Seite, die Skurios Volleys hingegen stolze 26. Doch die ersten 64 Spielminuten in der "Sporthalle am Lambrechtsgrund" sollten alles andere als entspannt werden - und um Haaresbreite hätte es am Samstagnachmittag auch 2:0 für die Gäste stehen können. Erst ein zu langer Ball der Schweriner Außenangreiferin Amelie Grawert, der zum Ende des 2. Satzes ins Aus ging, brachte das Borkener Team wieder auf die Erfolgsspur zurück und die Westmünsterländerinnen konnten es am Ende auswärts mit 3:1 (26:28, 27:25, 25:20, 25:15) für sich entscheiden. Damit gehen die Skurios Volleys und die Stralsunder Wildcats jeweils ungeschlagen in das Spitzenspiel am kommenden Samstag in der Borkener Mergelsberg-Sporthalle.

Das bereits am Freitagabend in Schwerin angereiste Borkener Team war zu Beginn des Spiels offenbar noch nicht so richtig in der "Sporthalle am Lambrechtsgrund" angekommen. Erstmals stand Diagonalspielerin Carolin Beining in der Starting Six, jedoch auch die am Knie lädierte ?aneta Baran. Der mutig aufspielende Schweriner SC II spielte sich bereits zur 1. Technischen Auszeit einen überraschenden Vier-Punkte-Vorsprung herausgeholt, der beim 14;8 sogar sechs Zähler betragen sollte. Dann erst fanden die Skurios Volleys ins Spiel zurück, glichen aus und hatten schließlich vier Satzbälle. Durch Unsicherheiten im eigene Spiel und Eigenfehler aber glichen die Gastgeberinnen tatsächlich aus und holten sich völlig überraschend diesen Satz in der Crunchtime mit 28:26.

Dieser Ausrutscher ärgerte den Tabellenführer natürlich sehr. Im zweiten Durchgang aber ging es zum Unmut von Chang Cheng Liu nicht besser los. Über ein 8:4 und ein 10:4 betrug der Borkener Rückstand beim 14:7 uneinholbar scheinende sieben Zähler. Fehler in der Feldabwehr, beim Spielaufbau und auch ein guter Schweriner Block ließen Borken schier verzweifeln. Doch der Tabellenführer bewies Moral, kämpfte sich dank verbesserter Block-Feldabwehr heran und glich zur Satzmitte aus. In der Crunchtime sah es jedoch erneut so aus, als würde Schwerin auch diesen Satz für sich entscheiden können, hier aber flatterten den Youngsters schließlich die Nerven. Die Auszeit beim 23:19 schien Wunder zu wirken und schließlich ging dieser Satz tatsächlich mit 25:27 an die Gäste.

Im dritten Satz rotierte Chang Cheng Liu und brachte Kirsten van Leusen, Chaine Konjer sowie ?aneta Baran. Zunehmend agierte das Team sicherer, wobei sich beide Teams in der ersten Hälfte nicht absetzen konnten. Durch weniger Eigenfehler und präzisere Angriffe aber gelang es den Skurios Volleys in der 2. Hälfte sich einen Vorsprung herauszuarbeiten. Erst der vierte Borkener Satzball brachte aber die Entscheidung zum 20:25.

Danach schien im bisher leidenschaftlich kämpfenden jungen Schweriner Team ein wenig die Luft raus zu sein. Dank mehrerer starker Serien baute der Meister seine Führung immer weiter aus, sodass am Ende ein erfolgreicher Angriff von Fabienne Coenders in den gegnerischen Block den 15:25-Endstand brachte.

"Das war nicht unser Tag", meinte ein selbstkritischer Coach Chang Cheng Liu anschließend gegenüber der Borkener Zeitung und auch sein Co-Trainer Markus Friedrich entdeckte Schwächen im Spiel: "Uns fehlte das Selbstverständnis, die Überzeugung eines Spitzenreiters." Das Fehlen der Kapitänin Anika Brinkmann war dem Spiel deutlich anzumerken. Verantwortung übernahm hingegen ?aneta Baran. Die 33-Jährige kämpfte trotz vorheriger Knieprobleme und wurde schließlich zur wertvollsten Spielerin gewählt. Auf Seiten der Schwerinerin ging die silberne MVP-Medaille an Zuspielerin Paulina Ströh, die ihre Angreiferinnen gut in Szene setzen konnte.

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