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2. Bundesligen: Auftakt geglückt

20.09.2022 • 2. Bundesligen Autor: Hoffmann, 1. VC Wiesbaden e.V. 350 Ansichten

Nachdem Wiesbaden große Umbrüche und Veränderungen im Team zu verkraften hatte - 8 liebgewonnene und langjährige Stammspielerinnen haben die Aktivenzeit bei VC Wiesbaden II beendet oder pausiert und der einmalige Coach Raimund "Ray" Jeuck war völlig überraschend von uns gegangen -, stand die Mannschaft vor großen Herausforderungen.

Auftakt geglückt - Foto:  DG Detlef Gottwald Fotografie

VC Wiesbaden II (2022/23) (Foto: DG Detlef Gottwald Fotografie)

Coach Lubos Vedrödy, der dem VCW seit Jahren treu zur Seite steht, hat sich der Aufgabe verschrieben, die sichtlich verjüngte Mannschaft fortan zu trainieren. Dabei kann er sich mit Moritz Mies als Co-Coach/Scout und Bettina Kammer als Physio auf ein eingespieltes und erfahrenes Team stützen. Auf dem Spielfeld bilden vor allem Zuspielerin - und neue Kapitänin - Pauline Bietau, Diagonalangreiferin Fiona Dittmann, Libera Jana Hirsch zusammen mit den bundesligaerfahrenen Neuzugängen Franziska Koob (AA, TG Bad Soden), und Jennifer Böhler (MB, MTV Stuttgart II) das Gerüst, in dem sich die Jungtalente wie Beele Wieczoreck (AA), Lilly Bietau (L) und Alicia Engel (MB) entwickeln sollen.

Das Auftaktspiel durfte gleich gegen die Talente vom VCO Dresden bestritten werden. Überraschend geschlossen und bereits erstaunlich gut aufeinander eingespielt präsentierten sich die Hessinnen von Anfang an selbstbewusst. Bei eigenem Aufschlag im ersten Satz konnte rasch die erste technische Auszeit bei einem Stand von 8:3 erreicht werden und sogar ein Vorsprung von 12:3. Die jungen Sächsinnen und deren Trainer ließen sich davon aber nicht beeindrucken und arbeiteten sich über eine flinke Lotte Goertz als Libera, kluges Zuspiel durch Lina Merz und Mira Ledermüller (spätere MVP silber) sowie gefährliche Angriffe von Hanna Kögler langsam heran, konnten aber die Wiesbadenerinnen nicht mehr einholen und mussten den ersten Satz mit 25:14 an den VCW abgeben.

Den zweiten Satz begann Coach Lubos in unveränderter Aufstellung und Dresden brachte statt der 190 cm großen Mette Pfeffer die unwesentlich kleinere Lydia Mörbe mit 188 cm im Mittelblock. Die Satzpause hatte den Dresdnerinnen offenbar gut getan, denn der Kampf verschärfte sich. Zwar erreichten die Wiesbadenerinnen erneut zuerst die erste technische Auszeit, aber hatten dadurch erstmalig den Dresdnerinnen die Führung abgenommen. Kurzeitig konnten sich die Hessinnen auf 13:9 absetzen, aber bereits bei 15:12 hatte der VCO den Anschluss wieder gefunden. Von da an entwickelte sich bei leichten Schwächen der Wiesbadenerinnen ein Kopf-an-Kopf-Rennen über 18:17, 21:22, 23:22 aus Wiesbadener Sicht und die Hessinnen hatten bei 25:24 die Chance zum Satzball, den die Dresdnerinnen aber nicht gewähren wollten. Über 27:27 und 28:28 gelang es aber dann doch dem VC Wiesbaden II, auch den zweiten Satz durch spektakuläre Angriffe von Franziska Koob und Fiona Dittmann mit 30:28 für sich zu entscheiden. Hervorgehoben werden muss dabei aber auch die überragend rettende Jana Hirsch und überhaupt die außergewöhnlich gute Feldabwehr der Hessinnen.

"Wir haben im Training uns ganz bewusst auf die Annahme und Feldabwehr konzentriert", verrät Coach Lubos und freute sich, dass man offenbar schon viel Richtiges gemacht und auch eine gute Strategie entwickelt hatte.

Im dritten Satz fast dasselbe wie im zweiten Satz, aber mit umgekehrten Vorzeichen. Zwar gelang es Wiesbaden erneut als erste, die technische Auszeit zu erreichen und einen kleinen Vorsprung auf 10:5 aufzubauen. Aber die Dresdnerinnen mit veränderter Aufstellung, brachten über Julia Wesser und besagte Hanna Kögler die Schützlinge von Coach Lubos immer wieder in Bedrängnis und konnten ausgerechnet in der Crunch-Time am VC Wiesbaden vorbeiziehen und den Satz mit 25:20 für sich entscheiden.

Im vierten Satz wurde aber rasch deutlich, dass Wiesbaden nicht vorhatte, sich in einen Tie-Break verwickeln zu lassen. Erstaunlich gut aus nahezu einem Guss - und das im ersten Spiel der Saison - präsentierte die Mannschaft über Lena Stiefvater und Jenni Böhler, was man trotz der hochgeschossenen und sprungstarken Dresdnerinnen alles im Block abhalten kann, während Franzi Koob (AA) und Fiona Dittmann (D), bravourös ergänzt durch die sehr variabel angreifende Anne Jansen (AA) sowie die beim Spielstand 21:12 eingewechselte Beele Wieczorek (AA), mit starken, sehr schnellen und präzisen Angriffen die Dresdner Spielfeldhälfte eindeckten. So konnte der letzte Satz mit einem deutlichen 25:15 auch für den VC Wiesbaden II entschieden werden. Franzi Koob erhielt mit 22 erzielten Punkten sichtlich gerührt die goldene MVP Münze zugesprochen; auch ihr Einstand beim VC Wiesbaden mehr als gelungen.

Nach all den Neuerungen und Umbrüchen wusste das neue Team des VC Wiesbaden II zu verblüffen und zu begeistern. Ein bravouröser Auftakt, der eine spannende Saison verspricht.

Bereits am nächsten Wochenende, 24.09.2022, 19:00 Uhr, müssen die jungen Damen zuhause, diesmal in der Halle am Platz der Deutschen Einheit, treffender Weise gegen die ESA Grimma Volleys antreten und am Sonntag in Bad Soden den Hessenpokal eingreifen.

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