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2. Bundesligen: Die Freiburger ließen nichts anbrennen

07.02.2022 • 2. Bundesligen Autor: TSV Mühldorf 397 Ansichten

Mühldorf - Nur zu neunt war der Tross des TSV Mühldorf am Samstag in den Breisgau gereist, um sich beim FT 1844 Freiburg für die 2:3-Schmach aus dem Hinspiel zu revanchieren.

Die Freiburger ließen nichts anbrennen - Foto: Fab

Erstmas durchgespielt und dann gleich MVP: Leo Tille (Nr. 6) machte als Libero einen sehr guten Job. (Foto: Fab)

Bis unmittelbar vor der Partie hatten die Mühldorfer sich nicht in die Karten schauen lassen, wie sie denn gegen die Tabellenfünften auflaufen werden. Dass dann Michi Mayer als Spielertrainer in der Startformation stand, überraschte dann aber alle.

Das war aber nicht die einzige taktische Überraschung an diesem Tag. Kilian Nennhuber war wegen eines Aufnahmetests für ein Auslandssemester nicht mit von der Partie. Damit fehlte den Mühldorfern der etatmäßige Libero. Spielertrainer Mayer - der kurzfristig für den verletzten Chefcoach Heiko Roth als Spielertrainer eingesprungen war - setzte als Alternative auf Leo Tille. Und der zündete wie eine Rakete, wurde am Ende der Partie dann auch zurecht zum MVP gewählt. Der ehemalige Erstliga-Spieler überzeugte mit absolut präzisen Annahmen, stand in der Abwehr stets goldrichtig und zeigte auch Zuspielerqualitäten. Die Mühldorfer schlugen mit extremen Risiko und das auch noch knallhart auf. Freiburg war also gefordert, konnte aber in der Annahme um den gewohnt starken Jonathan Schönhagen gut dem Druck der Mühldorfer standhalten.

Stets waren die Gastgeber im Vorteil (13:16). Einen 16:20-Rückstand konnte Mühldorf zwar noch auf 22:23 verkürzen. Doch am Ende setzte sich eine fast fehlerfrei aufspielende Freiburger Mannschaft durch. Freiburg setzte den Hut drauf (25:22), weil der frisch eingewechselte Lorez Rudolf seinen Aufschlag gut platziert im Mühldorfer Hinterfeld schlug - als Ass.

Auch im zweiten Satz blieb Freiburg dominierend, zumal Zuspieler Sebastian Dinges sich diesmal voll und ganz auf einen konsequent effektiv angreifenden Diagonalspieler Malachi Murch verlassen konnte. Spielte er über die Mitte zu, dann fanden die Bälle von Fredrik Frisch immer ihr Ziel. Mühldorf ging mit 20:17 in Front, auch weil Bartsch und Tom Brandstetter immer wieder mit dem Hinterfeldangriff, dem "Pipe" einen Punktgewinn landeten. Freiburgs schluderte bei den Aufschlägen, konnte auch die Phalanx in der Abwehr nicht halten. Verdient ging der Durchgang an Mühldorf (25:22).

Im dritten Satz hatten sich die Freiburger wieder gefangen, blockte beherzt die Angriffe der Mühldorfer (6:9). Libero Leo Tille hatten die Freiburger immer mehr aus dem Spiel genommen. Konsequent verteidigten die Gastgeber ihren Vier-Punkte-Vorsprung. Mühldorf wehrte sich mit weiterhin starken Aufschlägen von Bartsch und Brandstetter. Der angeschlagene Juro Petrusic sollte bei 17:23 neuen Schwung ins Mühldorfer Team bringen, doch der Wechel kam dafür zu spät (19:25).

Petrusic, frisch von Corona genesen, aber merklich nicht fit, blieb auf dem Spielfeld, konnte dann auch tatsächlich nicht das Ruder rumreißen. Es blieb ausgeglichen, nachdem Mayer am Aufschlag  auf 20:21 verkürzen konnte. Doch die frenetisch anfeuernden Freiburger Fans standen ihrer Mannschaft weiterhin lautstark zur Seite, trugen im Hexenkessel zu Freiburg ihr Team lautstark zum Sieg (23:25).

Bedauern nach dem Spiel bei Mühldorfs MVP Leo Tille: "Es war ein relativ knappes Spiel. Wir hatten mal eine perfekte Annahme, mal einen perfekten Angriff, aber zwischendurch einfach zu viele Fehler. Und das zu den ungünstigsten Zeitpunkten. Und am Ende gewinnt dann eben die Mannschaft mit den wenigsten Fehlern!"

 

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