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Beach: Selbst die Siegerehrung fand im Dunkeln statt

05.09.2021 • Beach Autor: Tom Bloch 1164 Ansichten

Timmendorfer Strand (tob). Solche Auftritte begeistern. Nach dem kompromisslosen Einzug ins Finale, fragte Olympiasieger Julius Brink im TV-Live-Interview: "Das sind gerade Borger/Sude bei 99 Prozent gewesen. Sehen wir den Rest dann im Finale?" Nun ja, hätten sie gerne gezeigt. Doch nach einem Finaleinzug ohne einen einzigen Satzverlust, konnten die Deutschen Meisterinnen von 2019 ihren Erfolg nicht wiederholen. Sie unterlagen im Endspiel dem ebenfalls aus Stuttgart stammendem Duo Chantal Laboureur /Sarah Schulz (MTV Stuttgart/DJK TuSA 06 Düsseldorf) mit 0:2 (17:21, 19:21).

Das rein Stuttgarter Finale - die in Hamburg vom Deutschen Volleyball-Verband konzentrierten Teams mit besonderer Unterstützung sind schon vorab ausgeschieden - fand als "Nightsession" unter Flutlicht statt. Ein Versuch, den der veranstaltende Verband als Novum für die diesjährige Auflage der seit 1993 in Timmendorfer Strand ausgerichteten Deutschen Meisterschaften unternahm - allerdings unter sehr dürftigen und vor allem schwankenden Lichtverhältnissen.


"Ich will keinesfalls die Leistung unserer Gegnerinnen schmälern, die haben super gespielt, aber wir hatten im Viertelfinale noch Tageslicht, spielten also erst im Finale zum ersten Mal im Dunkeln. Und da gab es einige Bälle, die wir einfach falsch eingeschätzt haben", sagte Julia Sude und Karla Borger ergänzte: "Wir haben uns dann im zweiten Satz eingegroovt und teilweise geführt, aber dann gab es so viele Entscheidungen, die ganz knapp ausfielen, und bei denen wir uns zum Beispiel bei Entfernungen verschätzt hatten."

Auch in den Augen von Mentalcoach Nadine Volkmer, die seit den Olympischen Spielen in Tokio interimsweise die alleinige Betreuung des Teams übernommen hat, spielten die veränderten Bedingungen eine nicht unbedeutende Rolle. "Wir konnten leider die zuvor gezeigten guten Leistungen nicht mehr abrufen, während der Gegner sehr gut agierte, konsequent und mit vollem Risiko spielte."

Von DVV-Präsident René Hecht wurden Borger/Sude im Vorfeld der dann im Gegenlicht abgehaltenen Medaillenzeremonie noch für ihre Bronzemedaille bei den Europameisterschaften in Wien vor drei Wochen geehrt. Karla Borger erhielt zudem die Auszeichnung der besten Aufschlagspielerin bei der DM.

Ansonsten freuten sich alle Beteiligten über die besondere Atmosphäre von Timmendorfer Strand. Mit den Zuschauer so nah am Geschehen am CenterCourt, was auch bei den Athleten für gute Stimmung sorgt. "Das haben wir ja schon bei unserer erfolgreichen EM-Teilnahme in Wien gemerkt. Wenn sie plötzlich da sind und einen anfeuern, dann stellt man fest, wie sehr man die Zuschauer vermisst hat", sagte Julia Sude . "Zu Beachvolleyball gehört halt eine Partystimmung, und die hat uns so lange gefehlt."

Dann ploppten die Sektflaschen und die Spielerinnen feierten gemeinsam.

So spielte sich das Stuttgarter Duo, welches für die DJK TuSA 06 Düsseldorf startet,
ohne Satzverlust ins Finale:

Vorrunde gegen
? das Interims-Duo Paula Schürholz/Hanna-Marie Schieder
(DJK TuSA 06 Düsseldorf/Beach me e.V.): 2:0 (21:11, 21:12)
? die Routiniers der Deutschen Tour, Melanie Gernert/Natascha Ossner-Niemczyk
(DJK TuSA 06 Düsseldorf/TV Dingolfing): 2:0 (21:14, 21:11)
? Viertelfinale gegen Svenja Müller/Cinja Tillmann
(ETV Hamburg, DJK TuSA06 Düsseldorf): 2:0 (21:18, 21:16)
? Halbfinale gegen Christine Aulenbrock/Sandra Ferger
(VfL Oythe): 2:0 (21:12, 21:19)


Während für alle deutschen Teams nun die Saison beendet ist, steht für das Nationalteam Karla Borger /Julia Sude noch die Teilnahme bei den World Tour Finals in Cagliari, Sardinien (6.-10. Oktober) an, bei denen die in dieser Saison weltweit konstantesten Teams antreten.

 

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