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Deutschland spielt beim Continental Cup groß auf

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Beach: Deutschland spielt beim Continental Cup groß auf

12.05.2021 • Beach Autor: TH 2686 Ansichten

Letztes Wochenende fand in Österreich die vorletzte Runde des CEV Beach-Volleyball Continental Cups statt. Dort kann jeder der kontinentalen Verbände pro Geschlecht einen Nationen-Spot für die nächsten Olympischen Spiele vergeben. Grundsätzlich sind die jeweils besten acht Nationen der europäischen Rangliste automatisch qualifiziert. Doch dazu kommen noch weitere 16 Nationen aus der ersten Runde.

Deutschland spielt beim Continental Cup groß auf - Foto: Pixabay

Foto: Pixabay

In der zweiten Runde des Continental Cups treten 24 Nationen an. Diese kämpfen um insgesamt fünf Finaltickets für die dritte und letzte Runde. Diese wird in Den Haag stattfinden. Dort geht es für alle Qualifizierten um die letzten Plätze für die Olympischen Spiele. Die Qualifikation für Den Haag läuft noch bis zum 13. Juni. Erst dann werden die deutschen Beach-Volleyball-Fans wissen, wie viele Spots sich Deutschland gesichert hat und ob die Teams überhaupt noch am Finale in Den Haag teilnehmen müssen.

Hier treten Nationen statt Teams gegeneinander an


Im Unterschied zum herkömmlichen "Jeder gegen Jeden" Modus treten beim Continental Cup alle Duos als ein einziges Team an. Ihre Ergebnisse messen sich im "Best of Three"-Modus mit den anderen Nationen. Die Mindestanzahl beträgt daher pro Duell zwei Matches. Die Spannung war also groß, denn die Bewerbe gingen von 6. bis 9. Mai in Baden/Österreich, Izmir/Türkei und Madrid/Spanien über die Bühne. Deutschland startete jeweils mit zwei Duos bei den Frauen in Baden und bei den Männern in Madrid.

Gelassen in die zweite Runde


Die Deutschen Beach-Volleyballerinnen haben ein erfolgreiches Wochenende hinter sich gebracht. Sie sind also in full swing und können beruhigt in die Zukunft blicken. Die Redensart, die aus dem Golfsport kommt, bezeichnet einen guten Lauf. Genau darauf können die Damen nun setzen. Immerhin stand beim Turnier in Baden/Österreich gar nicht der Sieg auf dem Programm. Der Deutsche Volleyball-Verband wollte seinen Spielerinnen vor allem ermöglichen die dringend nötige Spielpraxis zu sammeln. Dort geht man längst davon aus, dass sich Margareta Kozuch und Laura Ludwig ihr Olympia-Ticket über das Ranking sichern werden.

Sieg in Österreich


Karla Borger und Julia Sude hingegen liegen so gut, dass sie nicht mehr verdrängt werden können. Die Ausgangssituation für das Turnier in Österreich war also ausgezeichnet. Im Fokus stand also die Spielpraxis für Laura Ludwig, Svenja Müller, Sarah Schneider und Leonie Körtzinger. Deren Stammpartnerinnen am Platz hatten zuvor noch ein anderes Turnier bestritten. Ein weiterer Auftritt nach dem Vier-Sterne-Turnier in Cancun wäre jedoch eine große Belastung gewesen, daher entschloss man sich zu diesem Schritt. Kozuch und Tillmann sollten also zunächst regenerieren.

Leonie Körtzinger/Sarah Schneider verloren zwar das erste Match im Finale gegen die Gastgeber aus Österreich, doch das Duo Laura Ludwig/Svenja Müller glich anschließend aus. Laura Ludwig/Sarah Schneider gewannen das goldene Match überlegen und holte den Sieg für Deutschlands Frauen.

Wickler/Thole sind fix in Japan dabei


Mit deutlich mehr Problemen hatten da schon die Männer zu kämpfen. Hamburgs Beach-Volleyball-Asse Clemens Wickler und Julius Thole wurden auf ihrem Weg nach Tokio schmerzhaft ausgebremst. Verantwortlich dafür war der Blinddarm von Clemens Wickler. Im Trainingslager von Fuerteventura im März dieses Jahres musste er mit einem Notarztwagen ins nächste Krankenhaus. Dort diagnostizieren die Ärzte eine akute Blinddarmentzündung. Noch am selben Tag kam Wickler unters Messer. Mittlerweile ist er genesen und hat seine Zwangspause gut überstanden.

Doch er hat laut eigener Aussage vier Wochen Vorbereitungszeit verloren. Diese gilt es nun so rasch wie möglich aufzuholen. Das Duo hat jedenfalls als Vizeweltmeister von 2019 und Sechste der Qualifikationsrangliste sein Olympia-Ticket bereits sicher. Nils Ehlers/Lars Flüggen hingegen benötigen noch Top-Vier-Resultate, bei den verbleibenden drei World-Tour-Turnieren.

Doch die Sorgen waren auch bei den Männern völlig unbegründet. Die beiden deutschen Duos gewannen ihre Auftakt-Matches in der Gruppe A klar und zogen ins Semifinale ein. Dort verloren zwar Clemens Wickler/Julius Thole gegen ihre Gegner aus Tschechien, doch Nils Ehlers/Lars Flüggen gewannen die beiden folgenden Spiele und qualifizierten damit die Deutschen für das Finale. Dort trafen die deutschen Beach-Volleyball-Duos auf die Gastgeber aus Spanien. Zwei Spiele später stand der deutsche Sieg fest.

Die Ergebnisse der deutschen Duos geben Anlass zur Hoffnung. Mit den beiden Siegen der Frauen und Männer in Baden und Madrid hat der deutsche Beach-Volleyball wieder deutlich auf sich aufmerksam gemacht. Seit den 1980er Jahren, als der Sport offiziell anerkannt wurde, hat Beach-Volleyball auch in Deutschland große Erfolge gefeiert. Das lässt die Fans jubeln, die Olympischen Spiele können nun kommen.

 

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