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Der Hunger ist noch längst nicht gestillt

Beach: Der Hunger ist noch längst nicht gestillt

19.08.2019 • Beach • Autor: Tom Bloch 308 Ansichten

Eine Woche nach den Europameisterschaften schrammt das deutsche Nationalteam Karla Borger /Julia Sude an selber Stelle beim Vier-Sterne-Turnier des Weltverbandes FIVB knapp an einer Medaille vorbei. Im Moskauer Luschniki-Park holte es sich den vierten Platz.

Der Hunger ist noch längst nicht gestillt - Foto: FiVB

Foto: FiVB

Moskau (tob). Wenn man ein Halbfinale verliert, ist es extrem schwer, die Enttäuschung über das verpasste Finale abzuhaken und sofort wieder in den Angriffsmodus zu schalten. Auch wenn ein Duell mit „the greatest of all times“ Motivation genug ist. Doch gegen die unter anderem mit dreifachem Olympia-Gold und drei WM-Titeln ausgezeichnete Kerri Walsh-Jennings aus USA, die mit ihren 1,91 Metern Körpergröße, ihrer Partnerin Brooke Sweat, und der Erfahrung von 18 Spielzeiten auf der World Tour immer eine extrem schwer zu knackende Nuss ist, sind Duelle am 2,24 Meter hoch hängenden Netz eben keine leichte Aufgabe. Die beiden bisherigen Aufeinandertreffen gingen jedenfalls jeweils deutlich an die Amerikanerinnen – einmal in Tokio, einmal in Kuala Lumpur.

Im kleinen Finale von Moskau drehten Borger/Sude allerdings anfangs jeden kleinen Rückstand und gingen bei 11:10 sogar erstmals in Führung, um dann bis zur Crunch-Time dranzubleiben, mehrere Satzbälle abzuwehren, die Verlängerung zu erzwingen und dann mit 26:24 den ersten Satz für sich zu reklamieren.

Doch anschließend drückte vor allem Kerri Walsh der Partie ihren Stempel auf. Am Ende schnappten sich die Amerikanerinnen nach 54 Minuten den 2:1-Sieg (24:26, 21:18, 15:10) und die Bronzemedaille.
Für das deutsche Nationalteam Karla Borger /Julia Sude bedeutet der vierte Platz wieder einmal das beste deutsche Ergebnis bei den Frauen, 560 wichtige Punkte für die Weltrangliste sowie 8000 Dollar Preisgeld.
„Es hat sich angefühlt, als sei es endlich Zeit, mit etwas um den Hals nach Hause zu kommen. Wir haben gekämpft und wurden leider erneut nicht belohnt. Aber wir sind weiter hungrig“, sagte Karla Borger und Julia Sude ergänzte: „Zweimal Halbfinale in vier Wochen, die letzten beiden Spiele nur ganz knapp verloren. Wir sind dran.“
Was bis dahin geschah:
Als 14. gesetzt im 32-er Hauptfeld, trafen Borger/Sude, die für die DJK TuSa 06 Düsseldorf starten, zum Auftakt des Turniers im stark besetzten Pool C auf alte Bekannte: Marketa Slukova/Barbora Hermannova aus Tschechien. Bisherige Bilanz: Jeweils ein Sieg – das deutsche Nationalteam gewann in zwei Sätzen im Achtelfinale von Jinjiang im Mai, das tschechische Nationalteam setzte sich vor zwei Wochen in Wien in der ersten K.o.-Runde durch.
Beim Turnierbeginn im Lushniki-Park liefen Borger/Sude anfangs für eine längere Phase einem Rückstand hinterher, bis sie beim 15:16-Zwischenstand wieder nah dran waren, um dann doch mit 17:21 zu verlieren.
Auch im zweiten Satz fanden die Deutschen nach einem 0:3-Rückstand kein zwingendes Mittel und beendeten das Auftaktspiel nach 36 Minuten mit einer 0:2-Niederlage (17:21, 11:21).

Gegen die Qualifikanten Nadine Strauss/Teresa Strauss aus Österreich zeigte das deutsche Nationalteam allerdings deutlich, dass es dieses K.o.-Spiel um den Einzug in die K.o.-Runde unbedingt gewinnen wollte, und setzte sich gegen die Zwillinge aus Österreich in 34 Minuten mit 2:0 (21:10, 21:17) durch.

Dann entschied das Los für die 1. K.o.-Runde ausgerechnet ein Aufeinandertreffen mit Tina Graudina/Anastasija Kravcenoka aus Lettland, die sich eine Woche zuvor an selber Stelle überraschend zu Europameisterinnen küren konnten. Ein wenig Genugtuung für die eigene enttäuschende Leistung bei der EM: Das deutsche Nationalteam agierte souverän und bezwang die gerade mit Gold behängten Lettinnen mit 2:0 (21:15, 21,16) in 32 Minuten auf dem Center Court.

Weiter ging es gegen Megumi Murakami/Miki Ishii aus Japan, gegen die Borger/Sude bereits zweimal gewonnen haben, einmal in Xiamen, einmal in Tokyo. Und nun auch in Moskau: Mit 2:0 (21:15, 21:16) in 35 Minuten war der dritte Saisonsieg gegen die Japanerinnen erarbeitet und dadurch das Viertelfinale erreicht, in dem als nächste Hürde Liliana Fernandez/Elsa Baquerizo warteten.

Die Spanierinnen sind ebenfalls ein Team, welches bis dato zweimal gegen das deutsche Nationalduo verloren hatte, einmal in Xiamen, einmal in Wien – und jedes Mal in einem Tiebreak.
Kühl und nass war das Wetter in Moskau beim dritten Duell. Cool und abgezockt präsentierten sich Borger/Sude, die nach dem knapp verpassten ersten Satzgewinn aufdrehten und die Partie nach 51 Minuten mit 2:1 (20:22, 21:16, 15:8) für sich verbuchten – der dritte Tiebreak-Sieg gegen die Spanierinnen in dieser Saison.

Im Halbfinale trafen sie auf die Schweizerinnen Joana Heidrich/Anouk Vergé-Depré, mit denen auch gelegentlich gemeinsam trainiert wird. In Gstaad Anfang Juli setzte es für die Deutschen eine knappe Drei-Satz-Niederlage und auch in Moskau verwehrte nach 52 Minuten eine knappe Tiebreak-Niederlage mit 1:2 (22:20, 16:21, 12:15) den möglichen ersten gemeinsamen Finaleinzug in der Karriere des deutschen Nationalteams. Dafür holten sich die Schweizerinnen am Ende des Turniers ihre erste gemeinsame Goldmedaille auf der Tour.

„Kein Edelmetall gewonnen, wir können aber Moskau erhobenen Hauptes verlassen. Denn wir haben gute bis sehr gute Leistungen abgeliefert. Sowohl im Halbfinale, als auch im Spiel um Bronze, war es nur ein Wimpernschlag, wo die anderen frischer oder besser waren“, fasste der sportliche Leiter Dr. Burkhard Sude zusammen. „Diese Konstanz gehört eben dazu, um auf diesem Niveau ganz oben zu bleiben. Da müssen wir vielleicht noch ein bisschen nachjustieren im Training. Aber die Amerikanerinnen haben wirklich alles aufbieten müssen, um gegen uns die Bronzemedaille zu holen.“

Gstaad, Tokio, und zweimal Moskau – nach vier Turnierwochen in Folge fliegt das Team heute nach Stuttgart, um sich dort am Olympiastützpunkt auf den nächsten Saisonhöhepunkt des Jahres vorzubereiten: die Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand, die dort vom 29. August bis zum 1. September ausgetragen werden.

 

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