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Männer-EM: "Wir müssen daraus lernen" - Interview mit Kapitän Jochen Schöps

DVV: Männer-EM: "Wir müssen daraus lernen" - Interview mit Kapitän Jochen Schöps

16.10.2015 • DVV • Autor: DVV 968 Ansichten

Mit leeren Händen sind die deutschen Männer von der Europameisterschaft in Bulgarien und Italien zurück gekehrt. Im Viertelfinale scheiterte das Team von Kapitän Jochen Schöps erneut an Bulgarien und verpasste mit Platz acht die im Vorfeld ausgerufene Medaille klar. Im Interview spricht Schöps über die Gründe der Niederlage und blickt auf die Olympia-Qualifikation in der Berliner Max-Schmeling-Halle (5. bis 10. Januar).

Herr Schöps, das Ziel Medaille wurde bei der EM nach dem Aus im Viertelfinale verpasst. Mit welchen Gefühlen blicken Sie auf das Turnier zurück?

"Die EM ist für uns relativ leicht zusammen zu fassen. Wir haben es in keinem Spiel geschafft, unseren Volleyball zu zeigen. Gegen Tschechien und Belgien waren wir auf einem guten Weg, aber in den wichtigen Spielen gegen Bulgarien haben wir unsere Leistung bei weitem verfehlt. Es ist wirklich bitter, dass uns das nicht gelungen ist und wir nicht in der Lage waren, zum richtigen Zeitpunkt unsere Leistung abzurufen."

Warum hatten Sie gegen Bulgarien gleich zweimal so große Probleme?

"Sicherlich war es speziell, vor dieser Kulisse zu spielen, aber das gehört nicht zu den Gründen, warum es beim Großteil der Mannschaft nicht so gut gelaufen ist. Man muss zugeben, dass sie uns gut gescoutet haben und wir vor allem im ersten Spiel sehr wenige Bälle auf den Boden bekommen haben. Insgesamt haben wir zu viele Fehler gemacht, das ist auf diesem Niveau einfach tödlich."

Wie sehr ärgert es Sie, dass aufgrund der schlechten Vorrunden-Ergebnisse zusätzlich noch die direkte Qualifikation für die Europameisterschaft 2017 in Polen verpasst wurde?

"Damit hat sich von uns noch niemand beschäftigt. Da ist die Enttäuschung über das Aus im Viertelfinale noch zu groß und der Blick geht jetzt natürlich erst einmal direkt zur Olympia-Qualifikation. Nichtsdestotrotz wird im nächsten Jahr auch die EM-Qualifikation anstehen, aber wir haben das Potential an Spielern, um das erfolgreich zu meistern."

War der mentale Druck am Ende einfach zu groß?

"Im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation in Berlin müssen wir uns dieser Frage zwangsläufig stellen. Ich glaube nicht, dass es nur an dem Druck gelegen hat, den wir uns mit dem Medaillenziel auferlegt haben. Auch bei der Weltmeisterschaft und den European Games sind wir mit dem Ziel Medaille in das Turnier gegangen und haben das sehr gut gemacht. Aber man hat gesehen, dass alle Spieler nicht zu ihrem Niveau gefunden haben und wir müssen alle Gründe beleuchten, die dafür eine Rolle gespielt haben."

Wie geht man innerhalb der Mannschaft mit dem Aus im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation im Januar um?

"Die Stimmung war unmittelbar danach natürlich etwas gedrückt. Wir müssen aus dieser Situation unbedingt lernen, was wir auch machen werden. Die Zeit bis Januar ist schnell rum, es sind kaum noch zwei Monate bis die Vorbereitung beginnt."

Auch wenn alle Spieler gleich zu ihren Vereinen müssen. Wird es während dieser Zeit eine besondere Kommunikation innerhalb der Mannschaft geben oder ist es erst einmal besser, wenn man ein bisschen Abstand herstellt?

"Im Normalfall nimmt sich jeder Spieler Zeit, um ein bis zwei Wochen nach dem Turnier selber zu reflektieren, und zu schauen, wie man es besser machen kann. Anschließend nimmt Vital natürlich Kontakt auf und wird einzelne Spieler auch in ihren Vereinen besuchen. Es ist wichtig, dass dann dieser Teamgedanke wieder gestartet wird."

Was erwarten Sie von der Olympia-Qualifikation?

"Das Niveau in Berlin wird verdammt hoch sein, da es noch einmal wie eine kleine Europameisterschaft mit allen Top-Teams ist. Wenn man nicht 100 Prozent gibt, dann werden Fehler sofort bestraft, das sollte uns klar sein. Wir haben den großen Vorteil, dass die Qualifikation in Berlin stattfindet. Ich denke, dass die Max-Schmeling-Halle sehr voll sein wird und die Stimmung sehr schön. Ich freue mich einfach drauf, weil ich in der letzten Zeit auch einige tolle Spiele dort hatte. Für uns gilt es, unseren besten Volleyball zu spielen."

Welche Chancen rechnen Sie sich in Berlin aus?

"Wir wissen, wenn wir unseren Volleyball spielen, dann können wir auch oben mithalten. Das haben wir während der EM-Vorbereitung gezeigt. 90 oder 95 Prozent werden dort nicht reichen, daher müssen wir unser Potential auf dem Feld voll ausschöpfen, was uns in Sofia nicht gelungen ist. Dass die Aufgabe schwer ist, das wissen wir, weil nicht viele europäische Teams den Weg zu Olympia schaffen. Wir werden aber alles dafür tun, um unseren Traum von Rio aufrecht zu erhalten."

Welche Erinnerungen hast du noch an die Heimspiele in 2008 & 2012?

"Daran habe ich natürlich sehr gute Erinnerungen, das sind Momente, die man nicht vergisst. 2012 haben wir es in Berlin schon geschafft, daher hoffe ich, dass es auch diesmal ein gutes Pflaster für uns ist. Damals haben wir uns von Spiel zu Spiel rein gesteigert und die Leistung zum richtigen Zeitpunkt gebracht."

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