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Bayern werden zum "Bauer-Opfer"

Bundesligen: Bayern werden zum "Bauer-Opfer"

19.03.2017 • Bundesligen • Autor: Jan Wüntscher 380 Ansichten

Die United Volleys sind auch in der Deutschen Meisterschaft optimal ins Viertelfinale gestartet: Im ersten Playoff-Match in der Fraport Arena gaben sie ihren Kontrahenten vom TSV Herrsching klar mit 3:0 (25:22, 25:20, 25:16) das Nachsehen. Bei einem weiteren Sieg am kommenden Mittwoch könnte nach dem europäischen CEV-Pokal bereits der zweite Halbfinaleinzug gelingen, andernfalls kommt es am Sonntag, 26. März, zum Entscheidungsspiel in Frankfurt. Die Uniteds verdankten ihren Erfolg vor allem der unwiderstehlichen Entschlossenheit, mit der das gesamte Team in den entscheidenden Phasen aller drei Sätze zu Werke ging.

Bayern werden zum "Bauer-Opfer" - Foto: United Volleys/Gregor Biskup

Foto: United Volleys/Gregor Biskup

Bauer-Power macht den Unterschied

So führten sie im ersten Durchgang bereits mit 21:17, mussten jedoch den Ausgleich zum 22:22 hinnehmen. Dann blieb aber der slowenische Vize-Europameister Jan Klobucar zunächst im zweiten Angriffs-Anlauf cool und rettete kurz danach in der Abwehr, so dass der eingewechselte Jannis Hopt im Drück-Duell Herrschings US-Star Matthew Tarantino zum Netzfehler zwingen konnte. Den anschließenden Satzball setzten die Gäste ins Aus. Ein ähnliches Bild bot sich im zweiten Satz. Wieder wurde eine Führung der Hausherren beim 19:19 einkassiert. Diesmal war es Mittelblocker Lukas Bauer , der daraufhin zwei Mal zur Stelle war und per Schnellangriff und Block das vorentscheidende 22:20 besorgte.

Der Oberpfälzer präsentierte sich gegen seinen "Lieblingsgegner" einmal mehr in Topform und konnte mit seinen Teamkollegen wenig später das 2:0 am Ende einer starken Aufschlagserie von Christian Dünnes bejubeln. Der Kapitän auf Abschiedstour war an diesem Abend nicht nur nach Punkten (15) eindeutiger Gewinner des Topscorer-Duells mit Herrschings Tom Strohbach (8). Während der United-Leader mit Körpersprache und Mienenspiel für jenen unbedingten Siegeswillen stand, mit dem das gesamte Gastgeber-Team auftrat, und mal eben drei Asse servierte, zeigte sich der Ex-Rottenburger bei wichtigen Bällen zu fehleranfällig.

Österreich-Premiere wird kein Selbstläufer

Dennoch war Dünnes auch in diesem Match nicht mehr der Alleinunterhalter auf Seite der United Volleys. "Maskenmann" Jan Klobucar und Moritz Reichert steuerten mit souveränen Annahmen und 11 beziehungsweise zehn Zählern ihren Teil bei. So war die bayerische Weißwurst in Durchgang drei dann auch frühzeitig gezuzelt und die erste Partie der nach dem Modus "best of three" ausgetragenen Viertelfinal-Serie unter Dach und Fach. "Wir fahren jetzt aber nicht nach Innsbruck und gehen davon aus, dass es dort von alleine läuft. Die Herrschinger haben in dieser Saison oft genug beweisen, dass sie viel besser spielen können", betonte Uniteds-Cheftrainer Michael Warm.

Sein Heimspiel trägt der TSV im Nachbarland Österreich aus, in kostenbewusster Kombination mit dem dortigen Meisterschafts-Halbfinale des erfolgsverwöhnten Hypo Tirol Volleyballteams. In Bayern ließ sich trotz ausgiebiger Suche keine geeignete Halle finden. Auf den Auftritt in der Alpenrepublik freut sich neben ÖVV-Auswahlcoach Michael Warm besonders der österreichische United-Libero Florian Ringseis. Für die Entscheidungsspiele in der Deutschen Meisterschaft und im Europapokal, wo es am 1. April in der Fraport Arena gegen den fünfmaligen französischen Meister Tours VB geht, hat sich der wortgewaltige Wiener Großes vorgenommen: "Ich habe Christian Dünnes zu seinem Abschied eine Medaille versprochen, die eine andere Farbe hat als die bronzene im vergangenen Jahr."

 

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