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Die Volleyball-Bundesliga mit Dyn im Livestream erleben

Seit dieser Saison hat die 1. Volleyball-Bundesliga mit Dyn Media einen neuen Medienpartner gewonnen, der einen Großteil der Liveübertragungen übernehmen wird. SPONTENT wird weiterhin ein Spiel pro Spieltag kostenlos auf Twitch zeigen, während Dyn kostenpflichtige Abonnements anbietet. Kurz vor dem Start der neuen Saison, sehen wir uns einmal an, wie das Angebot von Dyn funktioniert und wie die Chancen stehen, dass es sich als dauerhaftes Modell etabliert.

Die Volleyball-Bundesliga mit Dyn im Livestream erleben - Foto: Pixabay

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Der "Erfinder" von Dyn Media ist kein Geringerer als der ehemalige Geschäftsführer der DFL, Christian Seifert. Mit Unterstützung des Springer-Konzerns ging er erst vor einem Jahr an den Start. Um sich im ohnehin schon sehr kompetitiven Streaming-Markt mit Konkurrenten wie Sky oder DAZN zu behaupten, setzt Seifert - wie auch hier von ExpressVPN erläutert - auf kleinere Sportarten und Turniere, die bislang wenig Berücksichtigung auf Streaming-Plattformen fanden, aber großes wirtschaftliches Potenzial aufweisen.

Woher das wirtschaftliche Potenzial kommt, wenn es in Sportarten wie Tischtennis oder eben Volleyball bislang kaum Fernsehgelder und oft nur regionale Sponsoring-Deals gab, ist leicht erklärt: Auch wenn sie weniger verdienen, sind die Athleten und Athletinnen Vollprofis, die Spitzenleistungen bringen und ihren jeweiligen Sport spannend und attraktiv repräsentieren. In einem sportbegeisterten Land wie Deutschland ist klar, dass man den Leuten nur eine Chance bieten muss, sich die Action anzusehen, um potentielle Abonnenten zu gewinnen. Zudem darf man nicht vergessen, dass es bereits hingebungsvolle Fanbasen in fast jeder Sportart gibt, die ihre Teams anfeuern, ihnen hinterherfahren und die nur zu gerne die Möglichkeit hätten, jedes Spiel im Livestream zu verfolgen. Hinzu kommt, dass es bei den Übertragungen auf Dyn gewissermaßen Bonusmaterial gibt, nämlich den professionellen Kommentar, Analysen und Statistiken, sowie Talkshows und Interviews nach dem Spiel.

Anders als etwa im Basketball, wo Dyn sich zwar die Rechte an der attraktiven easyCredit Bundesliga sichern konnte, aber EuroLeague, NBA und WNBA, sowie Spiele der Nationalmannschaft auf Magenta Sport bzw. auf DAZN laufen, ist Dyn im Profi-Volleyball der einzige kommerzielle Anbieter. Neben der Bundesliga wird zudem der DVV-Pokal übertragen. Ein Jahresabo für Dyn kostet 12,50 EUR im Monat, was dem Preis für andere Streaming-Plattformen ähnelt. Jedoch haben die 1. Volleyball-Bundesliga und Dyn Media ein besonderes Angebot für die Fans ausgehandelt: Wer eine Dauerkarte für die 2023/24 besitzt, konnte bis zum 31. Juli ein verbilligtes Abonnement für nur 9,50 EUR pro Monat abschließen. Dass dieses Angebot gerade für den Volleyball konzipiert wurde, könnte auch daran liegen, dass die Sportart im Vergleich zu Dyns weiteren Portfolio zu den kleineren gehört.

Die Zusammenarbeit mit Dyn dürfte die Popularität der Volleyball-Bundesliga langfristig enorm steigern. Quasi pünktlich zur neuen Saison, die eine Woche nach dem Bounce House Cup (ebenfalls auf Dyn zu sehen) offiziell beginnen wird, hat die Herren-Nationalmannschaft zudem die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris 2024 geschafft. Die erste Teilnahme seit 2012 wurde durch ein fehlerloses Qualifikationsturnier ermöglicht; die beiden Siege gegen Italien und Gastgeber Brasilien können dabei als Sensation gewertet werden. Es bleibt zu hoffen, dass eine kleine Volleyball-Euphorie in Deutschland entsteht, damit die Bundesliga mit Schwung in die neue Saison gehen kann.

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