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Bittere Verletzung überschattet die Niederlage

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Champions League: Bittere Verletzung überschattet die Niederlage

07.01.2026 • Champions League Autor: SVG Lüneburg 142 Ansichten

Auf ein möglichst enges Duell mit Asseco Resovia Rzeszów hatten die SVG und ihre Fans beim ersten Champions-League-Auswärtsspiel gehofft. Doch beim 0:3 (14:25, 15:25, 19:25) konnten die LüneHünen das starke polnische Team nicht in Bedrängnis bringen. Noch schlimmer wiegt wohl eine Verletzung von Sho Takahashi. Der Libero musste im zweiten Satz mit einer Wunde vom Feld - eine genauere Diagnose zur Schwere und möglichen Auswirkungen steht noch aus.

Die mehrminütige Behandlungspause erhöhte die Spielzeit noch auf 75 Minuten, doch die Gastgeber hatten vor 2750 Fans in der Hala Podpromie schnell ihren Sieg-Anspruch deutlich gemacht. Schon früh setzte sich Reszow ab (7:4, 12:7). Eine erste SVG-Auszeit brachte kurz Entlastung durch Ethan Champlins Pipe-Angriff (12:8). Doch die Hausherren punkteten weiter, hatten gleich doppelt auch Erfolg mit Challenges. Danny Demyanenko ließ sich von einer weiteren SVG-Auszeit nicht stoppen, punktete gleich dreifach in Folge per Block (16:8) und brachte die SVG mit explosiven Angriffen in Bedrängnis - wie auch seine Teamkollegen: Mit 76:38 Prozent Angriffsquote hatte das Team von Neu-Nationaltrainer Massimo Botti die Nase am Satzende dominant vorn. Einen Neun-Punkte-Vorsprung zum Start in die Crunchtime (20:11) ließ sich Reszow nicht mehr nehmen, baute ihn zum Satzende sogar auf elf Punkte aus.

SVG spielt mit und wehrt sich -
bis zum Takahashi-K.o.

Im zweiten Satz ließ sich die SVG nicht abhängen. Einen ersten deutlichen Rückstand (9:5) verkürzten die LüneHünen, kamen mit cleveren Aktionen bis auf zwei Punkte heran: Chris Byam und Jackson Howe blockten stark gegen Klemen Cebulj (12:10), Howe legte einen Angriff mit "polnischer Wucht" nach, Byam punktete mit einem diagonalen Angriff (14:12). Mehr noch: Die SVG kam in dieser Phase richtig ins Spiel, lieferte den Hausherren eine heiße Rally und wehrte sich stark gegen die Resovia-Wucht, für die Karol Butryns sieben Punkte bei 78 % Angriffsquote allein im zweiten Satz ein eindrucksvoller Beleg waren.

Doch Joscha Kunstmanns Angriff auf die Blockhände (18:14) blieb der vorerst letzte Erfolgsmoment der Gäste. Der Punktestand geriet zudem schnell in den Hintergrund: Byam und Sho Takahashi prallten beim Abwehrversuch eines Balles im Hinterfeld ineinander. Der Libero musste mit einer blutenden Wunde am linken Zeigefinger vom Feld und behandelt werden - bitter! Kapitän Jesse Elser sprang als Libero ein. Mit einem Ass von Demyanenko sicherte sich Reszow wenig später den zweiten Satzgewinn.

Zum dritten Satz wechselte SVG-Chefcoach Stefan Hübner, brachte Außenangreifer Axel Larsen und Diagonalangreifer Axel Enlund. Beide mischten gut mit, steuerten mit guten Aktionen sieben Punkte zur SVG-Bilanz bei. Doch gegen die Effizienz der Gastgeber, die erneut durchzogen - wie bei zwei Butryn-Assen in Folge (18:11) -, kamen die Lüneburger nicht an. Nur wenige Szenen wie Kunstmanns aggressiver Angriff (18:12) sorgten für SVG-Akzente. Dreimal konnten die Gäste den Matchball noch vereiteln, ein Aufschlagfehler besiegelte dann doch den klaren Erfolg des PlusLiga-Klubs.

"Von Anfang an gab es ganz viel Aufschlagdruck. Das ist ein Level, das wir in unserer Liga nicht gewohnt sind", machte Stefan Hübner einen der Gründe für das klare Ergebnis aus. "Es hat eine Weile gedauert, bis wir uns darauf eingestellt hatten. Rzeszow hat einfach sehr diszipliniert in Block und Abwehr gespielt. Wir hatten nur wenige Chancen - das ist der einzige Wermutstropfen in unserem Spiel, dass wir diese Chancen nicht gut genutzt haben. Da haben wir ein paar Punkte liegengelassen. Aber: Dieses Niveau hilft uns. Es zeigt, wo unsere Defizite liegen und woran wir arbeiten müssen, um auch auf diesem hohen Niveau zu spielen."

Doch die SVG hat auch schon die nächsten Spiele im Blick. "Erst nach sechs Spielen werden wir sehen, wo wir stehen", betont der Co-Trainer und Sportliche Leiter Bernd Schlesinger. "Wir hoffen, dass wir den 3. Platz erreichen und im CEV Cup weiterspielen können - das ist unser Ziel für diese Saison."

Als MVP wurde Karol Butryn ausgezeichnet - und das verdient. Der Diagonalangreifer war mit 17 Punkten auch Topscorer des Spiels, kam dabei auf eine beeindruckende Angriffsquote von 82 Prozent.

SVG: Champlin (10), Kunstmann (3), Välimaa (1), Gruvaeus (3), Howe (3), Byam (5) - Takahashi; eingewechselt: Larsen (4), Elser, Enlund (3)

Weitere Stimme zum Spiel:

Massimo Botti (Chefcoach Rzeszow): "Die Schwierigkeit bei diesen Spielen liegt darin, zu verstehen, wie man mit Gegnern umgeht, deren Niveau uns nicht sehr vertraut ist. Deshalb mussten wir gut vorbereitet sein und durften unsere Gegner nicht unterschätzen oder unter unserem besten Niveau spielen. Es war daher notwendig, mit der richtigen Entschlossenheit und Umsicht an das Spiel heranzugehen. Wir haben unsere Pflicht erfüllt, und ich bin froh, dass wir uns nun auf zukünftige Ereignisse vorbereiten können."

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