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Bundesligen: Anschluss vor ausverkauftem Haus

21.04.2024 • Bundesligen Autor: Christof Bernier 161 Ansichten

Die BR Volleys haben sich am Samstagabend in der Playoff-Finalserie um die Deutsche Meisterschaft 2024 angemeldet. Der Titelverteidiger holte mit einem 3:1-Erfolg (24:26, 25:19, 25:22, 25:15) vor einem mit 8.553 Zuschauern ausverkauften Volleyballtempel Max-Schmeling-Halle den ersten von drei nötigen Siegen. Erstmals wurde Tobias Krick MVP und fährt mit seiner Mannschaft nun wieder an den Bodensee, wo am Dienstag (23. Apr um 19.00 Uhr) Spiel vier ansteht.

Das große Fragezeichen hinter Kapitän Ruben Schott wurde mit einem "Ja" beantwortet. Der BR Volleys Kapitän stand von Beginn an auf der Platte, verbuchte den ersten Punkt und sorgte mit seinem schnellen Aufschlag auch ein erstes Mal für Unruhe aufseiten des VfB Friedrichshafen (3:1). In der prickelnden Atmosphäre der Arena entwickelte sich sofort ein hochattraktives Match (7:6). Johannes Tille erzielte das erste Ass für seine Farben an diesem Abend (10:8). Die Berliner zeigten sich im Sideout deutlich verbessert, aber vor allem Superlak hielt eindrucksvoll dagegen (17:17). Der einzig Neue in der Startformation, Mittelblocker Tobias Krick, erzielte das wichtige Break zum 22:20, doch mit Aufschlagjoker Savonsalmi drehte der VfB die Schlussphase (23:24) und Superlak nutzte den zweiten Satzball mit seinem neunten Punkt im ersten Satz (24:26).

Auch der Start in den zweiten Spielabschnitt verlief wenig vielversprechend, weil Timothée Carle zweimal im Häfler Block hängenblieb (1:3). Nun wurde es endgültig eine mentale Herkulesaufgabe für die Hauptstädter. Aber dann ging der nötige Ruck durch die Berliner Mannschaft. Zwei Asse von Marek Sotola gaben Auftrieb und als Schott seine Aufschlagserie startete, bebte der Volleyballtempel mächtig (15:9). Nehemiah Mote drehte auf und sammelte fleißig Punkte (20:14). Dazu blockte Tille gegen Fornal (24:18) und Carle gegen Superlak (25:19). Es war der fünfte zu diesem Zeitpunkt für den Franzosen.

Das Match legte an Intensität noch einmal zu. Die BR Volleys erwischten den besseren Start in Durchgang drei (4:0), aber der VfB hatte eine Antwort (7:7). Dann trat Carle an die Linie und gab den Männern in Orange und ihren Fans frische Energie (11:8). Immer wieder begegneten sich Carle und Superlak am Netz, Berlins Außenangreifer lockte den Polen zum 16:13 ins Netz. Sotola war Berlins bester Aufschlagspieler an dem Tag, sein Ass bedeutete das (18:14). Allerdings stach wieder Joker Savonsalmi (20:20), doch Tille antwortete von der Linie - unter anderem mit einem Ass (23:20). Sotola schlug den Block abschließend an und sorgte für Jubelstürme auf den Rängen (25:22).

Krick, der im Satz zuvor bereits drei Blocks setzte, hielt mit seinem vierten die Flamme am Lodern (3:2). Dazu war sein Mittelblocker-Kollege Mote im Angriff weiter nicht zu stoppen. Der Australier besorgte das 9:6 im vierten Satz. Wieder hielt Sotola ein Ass für das tobende Publikum parat (14:9). Anschließend brachten Kricks Abwehraktionen die Arena zum Explodieren und das Heimteam zog davon (19:11). Jetzt ging alles. Satoshi Tsuikis Abwehr landete zum 23:13 im Häfler Feld und Masso setzte den letzten Service des Abends ins Aus (25:15). Mit diesem Erfolg und reichlich Rückenwind fahren die BR Volleys nun nach Friedrichshafen und wollen am Dienstag den nächsten Friedrichshafener Matchball abwehren.

Stimmen zum Spiel
Kaweh Niroomand: "Das war heute in erster Linie eine Sache des Willens. Wir haben Mentalität gezeigt. Wenn Tobias Krick mehrfach quer zum Hallenboden in der Luft liegt, weißt du, dass Wille, Einsatz und Leidenschaft stimmen. Am Ende wird das Team die Deutsche Meisterschaft gewinnen, dass mehr Widerstandsfähigkeit zeigt. Heute waren das erstmals in dieser Serie wir."

Joel Banks: "Wir kamen, wie schon am Mittwoch, wieder mit guter Mentalität auf die Platte. Wir konnten eine riesige Energie aus dem fantastischen Publikum ziehen. Heute haben wir gezeigt, was wir können. Ich glaube, die zwölf Tage Pause haben uns ruiniert. Es scheint, als hätten wir das jetzt abgeschüttelt und waren endlich wieder im Rhythmus. Jetzt wollen wir daran am Dienstag anknüpfen."

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote + Tobias Krick (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Robert Täht, Leon Dervisaj, Timo Tammemaa

Bestwerte
Carle 23 Punkte, 6 Blocks | Sotola 20 Punkte, 4 Asse | Mote 13 Punkte, 80 % Angriffsquote | Krick 11 Punkte, 5 Blocks

Die weiteren Termine der Playoff-Finals:
Spiel 4 | 23. Apr | Dienstag | 19.00 Uhr | SPACETECH Arena
Spiel 5* | 28. Apr | Sonntag | 16.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle
(*wenn zuvor noch keine Entscheidung gefallen ist)

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