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2. Bundesligen: Volleyballfest zum Schluss

14.04.2024 • 2. Bundesligen Autor: Linus Tepe, RC Sorpesee 1956 e.V. 141 Ansichten

Als am vergangenen Samstag nach 118 überaus intensiven Spielminuten ein Ass von Antonia Brenscheidt den 3:2 Heimerfolg des RC Sorpesee gegen die starken Gäste aus der Grafschaft Emlichheim besiegelte standen längst alle der mehr als 300 Zuschauer der Blauen Wand und feierten ein fantastisches Spiel zum Abschluss einer denkwürdigen Heimserie.

Volleyballfest zum Schluss - Foto:  Ralf Litera

War bei ihrem letzten Heimspielauftritt im RCS-Trikot erfolgreich: Vanessa Vornweg. (Foto: Ralf Litera)

Das Spiel - als wäre es aus der Feder eines Krimi Autors entsprungen - hielt noch einmal wirklich alles parat für den volleyballverrückten Anhang beider Teams.

 

Der RCS startete stark und druckvoll in die Partie. Unter den aufmerksamen Blicken und taktischen Vorgaben von RCS-Co Trainer Martin Barthel brachten die RCS Aufschläge den Annahmeriegel der Gäste ganz ordentlich in Bedrängnis. Trotz allen Kampfes gelang es dem Team um Captain Lona Volkers in dieser Phase nicht ihr gewohnt schnelles Spiel aufzuziehen. So hatte der RCS Zugriff in Block und Feldabwehr und nutzte die sich bietenden Chancen energisch für Punkte bei eigenem Aufschlag. Der Vorsprung wuchs und wuchs und so blieb den Gästen um ihren Trainer Pascall Reiß am Ende des ersten Durchgangs nur etwas Ergebniskosmetik. 1:0 für den RCS und weiterer Rückenwind von der Tribüne.

 

Dass die Bundesliga Urgesteine aus Emlichheim aber nicht für eine Niederlage nach Sundern angereist waren zeigte das Gästeteam ab der Mitte des zweiten Satzes eindrucksvoll. Während der RCS den Angriffs-Flow des ersten Satzes nicht ganz halten konnte, legten die Gäste in allen Elementen zu. Aufschlag und Block- Feldabwehr funktionierten überragend und stellten die Gastgeberinnen von der Sorpe ein ums andere Mal vor große Probleme. Zwar hielten einige taktische Umstellungen und Anpassungen den RCS im Rennen, ganz stellen konnten sie die SCU aber besonders in Satz 2 nicht mehr. Beim 17:25 hatten die Gäste nach Sätzen und Punkten ausgeglichen und transportierten den Schwung nahtlos in Satz 3. Alles Bemühen auf dem Feld und von der Tribüne änderte in dieser Phase des Spiels nichts. Emlichheim hatte immer eine Hand am Ball und nutze die vereinzelten Schwächen in Block und Abwehr des RCS erbarmungslos aus. Es war als hätten die Gäste auf jede Aktion der Gastgeberinnen die bessere Antwort und folgerichtig war beim 20:25 aus RCS Sicht guter Rat teuer.

 

Bis zum 17:22 setzte sich das Bild mit fantastischen Aktionen der Emlichheimerinnen, die im Aufschlag jede Linie zu treffen schienen, fort; dann schlug die Stunde des RCS. Als hätte jemand den Schalter auf "Erfolg" umgelegt rackerte das Team in Block und Abwehr wie ein gut geöltes Uhrwerk. Mit Kim Spreyer an der Aufschlaglinie gelang dem RCS das Kunststück, alle verbleibenden Punkte des vierten Satzes auf der Habenseite zu verbuchen. Besonders auffällig in dieser Phase die mannschaftliche Geschlossenheit der Gastgeberinnen, die es der jungen Lena Barthel, die in diesem Moment Michelle Henkies in der Schaltzentrale ersetzte, ermöglichte, alle Angreiferinnen in Szene zu setzten. Ab 20:22 stand die Halle Kopf und der RC Sorpesee konnte körperlich weiter zusetzten. Die Tiefe des Kaders mit Optionen auf allen Positionen zahlte sich aus und beim 25:22 war der Tiebreak erreicht und das Ballpunktekonto des Spiels wieder bei nur noch -2 aus RCS Sicht.

 

Hatte es noch einer Spannungssteigerung bedurft, dann treib das letzte Kapitel des Samstagskrimis diese auf die Spitze. Der Tiebreak sah einen hellwachen RCS. Bis zum 4:1 lief die Maschine auf Hochtouren, dann ein erstes kleines Stocken. Emlichheim war da und glich prompt zum 4:4 aus. Beim 8:5 aus RCS Sicht und dem letzten Seitenwechsel des Tages hatte der RCS das Heft wieder in die Hand genommen und transportierte die Führung in Richtung Spielgewinn. Diese Rechnung hatte man aber erneut ohne die Gäste aus Emlichheim gemacht. Die SCU fightete zurück und hatte trotz Auszeit und Wechsel auf RCS Seite beim 13:12 wieder die Nase vorne. Den Sieg aber ließ sich der RCS mit MVP Vanessa Vornweg an der Aufschlaglinie nicht mehr nehmen. Die langjährige Nummer 12 des RCS bereitete das Finale des Satzes vor, in dem dann der RCS per Ass den Schlusspunkt zum 16:14 setzte. 103:103 nach Ballpunkten und doch gerade mit Blick auf Satz 4 ein verdientes und erkämpftes Comeback des RCS in einem begeisternden Spiel!

 

Nach Spielende flossen dann ob der Abschiede von Vanessa Vornweg und Maria Schiewaldt Escobar einige Tränen im Team des RCS, die mit dem stark erkämpften Sieg im Rücken aber schneller trocknen konnten. Wenige Minuten später floss dann auch eher gekühltes Veltins, hatten doch Team und Fans noch jede Menge zu besprechen kurz vor Ende dieser denkwürdigen Spielzeit.

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