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3:2-Sieg! Enges Match bei den Roten Raben

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Bundesligen: 3:2-Sieg! Enges Match bei den Roten Raben

15.02.2024 • Bundesligen Autor: Sabine Ursel, 1. VC Wiesbaden e.V. 203 Ansichten

Volatil - so lässt sich die Performance des VC Wiesbaden mal wieder bezeichnen. 3:2 (25:22, 13:25, 25:16, 19:25, 15:11) hieß es nach 104 Minuten im Zwischenrundenspiel der 1. Volleyball Bundesliga Frauen gegen die Roten Raben Vilsbiburg.

3:2-Sieg! Enges Match bei den Roten Raben - Foto:  Detlef Gottwald

Sieg des VCW gegen die Roten Raben (Foto: Detlef Gottwald)

Der VCW entführte damit zwei Punkte aus dem bayerischen "Rabennest" und bleibt unangefochtener Tabellenführer der Gruppe B. Die erneut von Co-Trainer Christian Sossenheimer und dem spanischen Scout Daniel Ramirez betreuten Hessinnen hatten dabei mehr als gedacht zu tun und mussten nach einigem Auf und Ab in den Tiebreak, der dann aber vergleichsweise souverän gewonnen wurde.

Im Vorfeld der Begegnung lag das Interesse vor allem auf den zwei fleißigsten Punktsammlerinnen der Liga: Pauline Martin (Vilsbiburg; Belgien) und Wiesbadens Izabella Rapacz (Polen). Beide Diagonalspielerinnen wurden am Ende dann auch als MVPs geehrt (Rapacz in Gold) und sie lagen auch in der Statistik weit vorn: Rapacz steuerte 26 Zähler bei, Martin scorte 24 Punkte. Christian Sossenheimer hatte zuvor im Interview bei "Sport1 extra" betont, dass es trotz Diagonaldominanz darauf ankommen würde, die Angriffspunkte möglichst breit auf mehreren Schultern zu verteilen. Die weiteren VCW-Zähler besorgten die Mittelblockerinnen Rachel Anderson (USA; 13) und Nina Herelová (8), die Außenangreiferinnen Jaidyn Blanchfield (USA; 12), Tanja Großer (11) und Melissa Langegger (Kanada; 1) sowie Zuspielerin Milana Bo?i? (Bosnien und Herzegowina; 8). Letztere überzeugte vor allem durch wirkungsvolle Services.

Erster Satz

Im ersten Satzdrittel vermochte sich zunächst kein Team nennenswert abzusetzen. Beim 16:12 hatte der VCW sich dann einen Vorsprung von vier Punkten erobert, der aber beim 18:18 wieder aufgebraucht war. Die Hessinnen behielten dennoch die Ruhe. Tanja Großer markierte das 22:20 und das 23:21. Nina Herelová beendete eine lange Rallye zum 24:22 (zwei Satzbälle). Jaidyn Blanchfield machte postwendend Satz eins klar (25:22 = 1:0 für den VCW). 

Zweiter Satz

Wiesbaden nahm den Schwung allerdings nicht mit in den zweiten Abschnitt. Plötzlich war die Konzentration weg. Vilsbiburg setzte den Gast mit besseren Lösungen mächtig unter Druck (4:3, 9:5, 12:5). Christian Sossenheimer nahm   zwischenzeitlich Milana Bo?i? aus dem Spiel und brachte Pauline Bietau im Zuspiel. Beim 8:16 kam Melissa Langegger für Jaidyn Blanchfield. Der VCW bekam den Sand nicht mehr aus dem Getriebe. Letzte Aktion war ein Angriff von Izabella Rapacz, den der Vilsbiburger Block entschlossen entschärfte. Die Raben hatten mit ihrem 25:13 zum 1:1 ausgeglichen. Beide Mannschaften gingen anschließend für zehn Minuten in die Kabinen. Insbesondere Christian Sossenheimer hatte seinen Athletinnen einiges mit auf den Weg zu geben. 

Dritter Satz

Nach einer Verwarnung für den VCW wegen Verzögerung war es nun interessant zu sehen, wer besser aus dieser ungewohnten Pause kam. Und tatsächlich hatte sich der VCW wieder berappelt und ging mit 5:3 und 8:5 in Führung. Die Aktionen waren klarer, der Block stand wesentlich besser als im Satz zuvor. Jetzt zeigten sich die Raben beeindruckt. Tanja Großer und Milana Bo?i? stellten auf 16:12 und 19:15. Izabella Rapacz verschaffte ihrem Team acht Satzbälle (24:16), und wie schon im ersten erfolgreichen Abschnitt war es Jaidyn Blanchfield, die den Sack zumachte (25:16 = 2:1 für den VCW). 

Vierter Satz

Jetzt war Vilsbiburg früh am Drücker (4:1). Der VCW konnte das Momentum zunächst noch drehen und lag bei engem Satzverlauf mit 9:7, 12:11 und 16:15 in Führung. Aber dann drehte der Gastgeber wieder auf - und nun lag der Gast mit 16:19 hinten! Nina Herelová ging vom Feld, für sie kam Jonna Wasserfaller (Schweden) im Mittelblock. Die Raben blockten unterdessen alles humorlos weg und schlugen immer wieder druckvoll auf. Celine Jebens kam für Milana Bo?i?. Beim VCW wollte allerdings bis zum Schluss nichts mehr klappen (16:22, 18:24). Der Satz ging mit 19:25 weg - und nun musste man in den Tiebreak. 

Fünfter Satz

Beim 4:3 ging der VCW erstmals in Führung und zeigte im weiteren Verlauf die solideren Lösungen (10:7, schöner Heber von Jaidyn Blanchfield). Beim 11:10 wurde es nochmal eng, was die Hessinnen aber nicht mehr entmutigen sollte. Izabella Rapacz machte das 15:11 und damit den 3:2-Sieg für den VCW klar. Die über die vergangenen Monate stark geforderte Mannschaft hatte im "Rabennest" viele Körner gelassen, ehe der Sieg vor 626 Zuschauern feststand. Schon am kommenden Samstag geht es in der heimischen Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit weiter: Um 17 Uhr wird die Partie gegen die Ladies in Black Aachen angepfiffen. 

STATEMENTS

Christian Sossenheimer:  "Das war das erwartet schwere und enge Spiel wie schon in den Begegnungen zuvor. Vilsbiburg hat zeitweise mega aufgeschlagen. Heute war es ein Match des Wollens, das wir mit guter Einstellung für uns entschieden haben. Man hat aber schon gemerkt, dass uns zwischenzeitlich auch mal die nötige Energie gefehlt hat. In der Zehnminutenpause haben wir uns vor Augen gehalten, was wir im ersten Satz clever gemacht haben. Das hat dann ja auch im dritten Satz funktioniert. Die Raben sind dann im vierten nochmal zurückgekommen.  Dass wir den Tiebreak gewonnen haben, zeugt von der guten Moral der Mannschaft." 

Milana Bo?i? (VCW-Zuspiel):  "Es ist offensichtlich, dass wir wieder einmal nicht mit maximaler Konzentration durchs Spiel gekommen sind. Vilsbiburg gehört zu den stark fightenden Mannschaften, gegen die man sich keinen Energieverlust leisten kann, denn dann wird es eng. In diesem Spiel war der Service der entscheidende Faktor. Die Frage war, wer in welchen Momenten am besten aufschlägt. Ich selbst kann besser spielen als ich das heute gezeigt habe. Wir haben aber alle eine Teamleistung geboten, die zumindest für zwei Punkte gereicht hat. Über viele Wochen hinweg haben wir wegen der internationalen Einsätze auf hohem Level gespielt. Nun kommen wir wieder runter und natürlich verspüren wir Müdigkeit. Das ist aber keine Entschuldigung. Ab sofort fokussieren wir uns auf die Ladies in Black."

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