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Schweriner Favoritensieg in Suhl

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Bundesligen: Schweriner Favoritensieg in Suhl

26.01.2024 • Bundesligen Autor: UG/TB, VfB 91 Suhl e.V. 166 Ansichten

Am Ende ging den Suhler Volleyballerinnen jeweils "die Luft aus" und so mussten sich die Gastgeberinnen nach 106 Spielminuten mit 1:3 gegen den Tabellenzweiten SSC Palmberg Schwerin geschlagen geben.

Schweriner Favoritensieg in Suhl - Foto:  Jürgen Scheere

Augen zu - aber selten durch: Der VfB kassierte 17 Blocks gegen Schwerin (Foto: Jürgen Scheere)

Hatte der VfB Suhl LOTTO Thüringen zunächst den besseren Spielverlauf im ersten Satz und konnte zwischenzeitlich eine 19:13-Führung erzielen, so wurden in Folge im Satzfinale zu viele Angriffschancen vergeben. So konnte sich das Team um Felix Koslowski Punkt für Punkt heranpirschen und bei 23:22 erstmals wieder in Führung gehen. Die spielerische Klasse des angetretenen 14er-Kaders der Gäste hatte am Ende den Ausschlag für die Wende im Satz gegeben. Das was Tutku Yüzgenc oder Elles Dambrink, Indy Baijens und Nova Marring bis hin zur erfahrensten Spielerin im SSC-Ensemble, Laura Emonts, ablieferten, war sehenswert. Da konnte Suhl in dieser Geschlossenheit nicht mithalten, zumal VfB-Hauptangreiferin Lena Kindermann auf der Diagonalposition mit vier Angriffen am großgewachsenen SSC-Block oder im Aus mit ihren Punktversuchen in Folge scheiterte. Mit 25:23 Punkten nach 31 Minuten gewinnt der Meisterschaftsfavorit aus Mecklenburg-Vorpommern den ersten Satz, das war sozusagen der vorentscheidende Knackpunkt im Spiel. Im zweiten Satz wirkten die Jaksetic & Co, zunächst etwas gelähmt auf Grund des unnötigen Satzverlustes (2:8, 7:16) und konnten nach einem 13:23 wenigstens noch etwas Ergebniskosmetik mit 18:25 nach 23 Minuten betreiben und wieder etwas Schwung für den dritten Satz holen. In diesem hatten zwar die Gäste erneut den besseren Start (1:4), aber Suhl packte jetzt noch einmal das Kämpferherz vor den rund 750 Zuschauern in der ANTENNE Thüringen Volleyball-Arena "Wolfsgrube" aus. Über die Stationen 8:7, 19:12 war die Stimmung unter den Zuschauern wieder da und die Hollosy-Schützlinge hatten beim 24:19 insgesamt fünf Satzbälle. Zum Glück belohnte sich das VfB-Team im vierten Angriffsversuch und gewann nach 25 Minuten mit 25:22 Punkten. Doch wer noch an eine Wende im Spiel oder wenigstens an den zweiten Satzgewinn für Suhl glaubte, sah sich im vierten Satz schnell enttäuscht. Zu viele Eigenfehler in der Annahme durch enormen Schweriner Aufschlagsdruck und zu erfolg- und glücklose Angriffsversuche konnten die munter wechselnden Schwerinerinnen nicht in Gefahr bringen. Schnell führte der Gast wieder mit 6:2, sodass VfB-Chefcoach Laszlo Hollosy bereits die erste taktische Auszeit nehmen musste. Bereits beim 3:9 die nächste taktische Unterbrechung, aber es half nichts. Schwerin, angeführt von einer überragenden Zuspielerin Pia Kästner, spielte seine spielerische, athletische Überlegenheit aus. Und wenn der VfB mal eine Angriffschance hatte, gab es auch noch die Nationalmannschafts-Libera Anna Pogany, die einige spektakuläre Aktionen zeigte. Im Suhler Team dagegen schwand mit jedem Eigenfehler die Hoffnung auf einen weiteren Satzgewinn. Mit 11:25 nach 19 Minuten sicherte sich der Favorit die drei wichtigen Punkte, um punktgleich mit Stuttgart um den Platz an der Sonne nach Hauptrunde zu wetteifern. Den Suhlerinnen ging im vierten Satz förmlich die Luft aus, sodass man nur hoffen kann, dass die Regeneration in der "englischen Woche" bis Samstag Erfolg hat. Dann hat Suhl beim Tabellenvierten in Potsdam die nächste Chance um Punkte im Kampf um Platz 5 zu erzielen. Verfolger Wiesbaden hielt sich in Münster (3:1) schadlos und rückte als Tabellensechster bis auf drei Punkte an Suhl heran. Wertvollste Spielerinnen wurden auf beiden Seiten die erfolgreichsten Punktesammlerinnen, für Suhl war es Julia Brown (21 Punkte) als "silberne MVP" und bei Schwerin ging die Ehrung an Tutku Yüzgenc (16) als "goldene MVP". Bemerkenswert am Rande, die Ex-Suhlerin Marie Hänle bekam noch einen kleinen offiziellen Abschied vor Spielbeginn, kam aber nicht zum Spieleinsatz. Und die noch 16-jährige Leana Grozer, als jüngste SSC-Spielerin im Team, kam kurz vor Spielende zum Einsatz und verwandelte die zwei letzten Angriff erfolgreich zum Matchgewinn.

 

(UG)

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